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Heimwerker-Berater

Mörtelwanne

Haus & Bauvon Andreas4 Min. · 9 Abschnitte
Mörtelwanne
Inhalt9 Abschnitte
  1. Was eine Mörtelwanne ausmacht
  2. Die Größen
  3. Eckig oder rund
  4. Worauf Sie beim Kauf achten
  5. Richtig verwenden
  6. Reinigen ohne Ärger
  7. Die Wanne im Garten
  8. Wanne oder Eimer
  9. Häufige Fragen

Eine Mörtelwanne ist ein flacher, robuster Kunststoffbehälter, in dem Mörtel, Fliesenkleber, Putz oder Beton angerührt werden. Sie ist einer der günstigsten und zugleich meistgenutzten Gegenstände auf jeder Baustelle. Wer mehr als einen Sack verarbeitet, braucht eine – und wer einmal eine hat, findet für sie im Garten zehn weitere Aufgaben.

Was eine Mörtelwanne ausmacht

Mörtelwannen bestehen aus Polyethylen oder Polypropylen, oft aus Recyclingmaterial und deshalb meist schwarz. Sie sind flach, breit und haben einen verstärkten Rand mit Griffmulden. Die Form ist gewollt: In einer flachen Wanne lässt sich Mörtel mit der Kelle aufnehmen, ohne dass man tief greifen muss, und das Material lässt sich mit Hacke oder Rührer gut durcharbeiten.

Das weiche Material ist ein Vorteil. Ausgehärtete Mörtelreste lassen sich durch Biegen der Wanne herausbrechen, statt dass man sie herauskratzen muss.

Mörtelwanne mit Putzkelle
Mörtelwanne mit Putzkelle. | Foto: Voyagerix / Depositphotos.com

Die Größen

Mörtelwannen gibt es von etwa 12 bis 120 Litern. Die gängigsten Größen im Überblick:

VolumenGeeignet für
12–20 Literkleine Reparaturen, Spachtelmasse, Fugenmörtel
40–60 Literein Sack Fliesenkleber oder Mörtel, Putz in Portionen
65–90 LiterStandard auf der Baustelle, mehrere Säcke, Beton in kleinen Mengen
100–120 Litergroße Mengen, Mischen mit Hacke, Estrich

Faustregel: Die Wanne sollte doppelt so viel fassen wie das angerührte Material, damit beim Rühren nichts überschwappt. Ein 25-kg-Sack Mörtel ergibt je nach Produkt rund 13 bis 16 Liter Frischmörtel. Für eine 90-Liter-Wanne heißt das: zwei Säcke auf einmal sind bequem, drei gehen, vier werden zur Kraftprobe.

Eckig oder rund

Rechteckige Wannen sind der Standard. Sie stehen stabil, lassen sich gut mit der Hacke bearbeiten und stapeln. Runde Wannen oder Kübel sind besser, wenn mit dem Mörtelrührer gemischt wird, weil in den Ecken kein ungemischtes Material hängen bleibt. Für flüssige Massen wie Ausgleichsmasse ist ein hoher Kübel geeigneter als eine flache Wanne, weil weniger spritzt.

Worauf Sie beim Kauf achten

  • Wandstärke und Randverstärkung. Eine volle 90-Liter-Wanne wiegt über 150 kg. Der Rand darf beim Anheben einer leeren Wanne nicht einknicken.
  • Frost- und UV-Beständigkeit, wenn sie draußen stehen bleibt. Billiges Material wird in der Sonne spröde.
  • Griffmulden, die man auch mit Handschuhen greifen kann.
  • Stapelbarkeit, wenn mehrere Wannen genutzt werden.

Die Preise sind überschaubar: Eine 90-Liter-Wanne kostet etwa 8 bis 30 Euro, je nach Wandstärke und Material.

Richtig verwenden

  1. Wanne auf ebenen Untergrund stellen, bei empfindlichen Böden auf eine Plane oder ein Brett.
  2. Wasser vorlegen, dann den Trockenmörtel einstreuen.
  3. Mischen mit Rührer, Hacke oder Schaufel, bis die Masse gleichmäßig ist. Wie das richtig geht, steht unter Mörtel richtig anrühren und auftragen.
  4. Mörtel aufnehmen, direkt aus der Wanne mit der Kelle oder in einen Eimer umfüllen, wenn er auf ein Gerüst muss.
  5. Wanne nach Gebrauch reinigen. Frische Reste mit Wasser ausspülen – aber nicht in den Abfluss oder Gully, denn Mörtel setzt Rohre zu.

Reinigen ohne Ärger

Am einfachsten ist es, die Wanne direkt nach dem Leeren mit Wasser und einer groben Bürste auszuwaschen. Das Waschwasser absetzen lassen, das klare Wasser abgießen und den Bodensatz nach dem Trocknen mit dem Bauschutt entsorgen. Sind Reste schon hart, lassen Sie sie ganz durchtrocknen und brechen sie dann durch Biegen und leichtes Klopfen heraus. Scharfe Werkzeuge beschädigen die Oberfläche, an der dann beim nächsten Mal mehr Mörtel haftet.

Die Wanne im Garten

Eine Mörtelwanne ist erstaunlich vielseitig:

  • Pflanztrog für Gemüse und Kräuter auf dem Balkon. Bohren Sie Löcher in den Boden, damit keine Staunässe entsteht.
  • Miniteich für Wasserpflanzen, eingegraben oder aufgestellt. Bei sehr strengem Frost sollte sie nicht bis zum Grund durchfrieren.
  • Erde und Substrat mischen, etwa beim Umtopfen.
  • Wasser für Vögel und Insekten in flacher Form, mit ein paar Steinen als Landeplatz.
  • Transportbehälter für Laub, Grasschnitt oder Holz.

Für Pflanzen, die essbar sind, sollte die Wanne aus lebensmittelgeeignetem Kunststoff bestehen. Bei schwarzen Recyclingwannen ist das nicht immer angegeben.

Wanne oder Eimer

Der Mörtelrührer arbeitet im hohen Mörtelkübel effektiver, weil weniger spritzt. Für das Mischen mit der Hacke und die Arbeit mit der Kelle ist die flache Wanne besser. Wer viel mauert, hat beides.

Häufige Fragen

Aus welchem Material bestehen Mörtelwannen?

Meist aus Polyethylen oder Polypropylen. Stahlwannen gibt es auch, sie sind schwerer und rosten, aber hitze- und schlagfest. Für Heimwerker ist Kunststoff praktisch immer die bessere Wahl.

Welche Farben gibt es?

Überwiegend Schwarz wegen des Recyclingmaterials. Farbige Wannen in Grün, Blau oder Rot werden vor allem als Pflanz- und Transportwannen verkauft.

Kann man in der Mörtelwanne Beton mischen?

Ja, in kleinen Mengen, etwa für einen Pfostenfuß. Für größere Mengen ist ein Betonmischer sinnvoller, weil das Mischen mit der Hacke schnell zur Kraftarbeit wird.

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