Rasenkantenschere
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Die Rasenkantenschere schneidet dort, wo der Mäher nicht hinkommt: an Beeträndern, entlang von Mauern, um Pfosten und Bäume. Es gibt sie als klassische Handschere mit drehbaren Messern und als Akkugerät. Für ein paar Meter Kante genügt die Handschere, ab einer Viertelstunde Arbeit lohnt der Akku.
Wann die Schere das richtige Werkzeug ist
Für saubere, exakte Schnittkanten ist die Schere unschlagbar. Sie schneidet wie eine Haarschere, lässt keine ausgefransten Halme stehen und schleudert keine Steine oder Grasreste herum. Das macht sie zur ersten Wahl neben Beeten mit empfindlichen Stauden, an Rabatten, rund um Gartenmöbel und an Hauswänden.
Für lange Kanten oder verwilderte Ränder mit hohem Gras sind dagegen ein Rasentrimmer oder ein Rasenkantenschneider schneller. Und wer die Kante nicht nur schneiden, sondern senkrecht abstechen will, braucht einen Rasenkantenstecher.
Die Handschere
Die manuelle Rasenkantenschere hat zwei lange Messer und Griffe, die sich wie eine Heckenschere bedienen lassen. Der entscheidende Unterschied zur Grasschere: Die Messer lassen sich über ein Gelenk um 90 bis 180 Grad, bei manchen Modellen um 360 Grad drehen. So schneidet man mit waagerechten Griffen an einer senkrechten Kante.
Mit kurzen Griffen arbeitet man kniend oder gebückt – präzise, aber auf Dauer anstrengend für Knie und Rücken.
Mit langen Stielen von 80 bis 100 cm arbeitet man im Stehen. Die Schere wird wie ein Besen geführt, und ein Griff wird zur Schneidbewegung zusammengedrückt. Das schont den Rücken erheblich.
Die Akku-Rasenkantenschere
Akku-Grasscheren haben ein Schneidwerk mit einem feststehenden und einem hin- und herlaufenden Messer, ähnlich einer kleinen Heckenschere. Die Messerbreite liegt meist bei 8 bis 12 cm. Viele Geräte haben ein drehbares Schneidwerk für den Kantenschnitt und einen Wechselaufsatz als kleine Strauchschere für Buchs und Bodendecker.
Dafür
| Dagegen
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Die Laufzeit hängt stark von Akku und Gras ab. Kleine Geräte mit fest eingebautem Akku reichen oft für eine halbe bis ganze Stunde. Wer bereits Akkugeräte eines Herstellers besitzt, nimmt die Schere aus derselben Akkufamilie.
Zubehör, das sich lohnt
- Teleskopstiel mit Rädern. Wird auf die Akkuschere gesteckt, man schiebt sie im Stehen an der Kante entlang. Für längere Kanten der größte Komfortgewinn.
- Strauchmesser. Breiteres Schneidwerk für Buchs, Lavendel und kleine Hecken.
- Zweiter Akku. Bei großen Gärten oft sinnvoller als ein größeres Gerät.
- Messerschutz. Für Transport und Lagerung, schützt Finger und Schneiden.
So schneiden Sie sauber
- Erst mähen, dann schneiden. Der Mäher nimmt die Fläche, die Schere nur den Rand.
- Bei trockenem Gras arbeiten. Nasses Gras klebt an den Messern und wird eher gequetscht als geschnitten.
- Gleichmäßig führen. Die Schere nicht ruckartig vorschieben, sondern in einem Zug an der Kante entlang.
- Schnittgut entfernen. Mit Besen oder Rechen, sonst fault es in der Kante.
Soll die Kante dauerhaft in Form bleiben, lohnt ein Blick auf Rasenkanten in Form bringen – oder auf eine überfahrbare Rasenmähkante, die das Schneiden weitgehend überflüssig macht.
Worauf Sie beim Kauf achten
Bei der Handschere zählen vor allem die Messer und das Gelenk. Geschliffene Messer aus gehärtetem Stahl bleiben lange scharf, eine Antihaftbeschichtung verhindert, dass Grassaft kleben bleibt. Das Drehgelenk sollte in mehreren Stellungen sicher einrasten und kein Spiel haben. Gepolsterte Griffe und eine kräftige Rückstellfeder entlasten die Hand.
Bei der Akkuschere zählen Gewicht, Laufzeit und die Frage, ob sich der Akku wechseln lässt. Ein fest eingebauter Akku ist bequem, macht das Gerät aber zum Wegwerfartikel, sobald er nachlässt. Ein werkzeugloser Messerwechsel spart Ärger, wenn das Strauchmesser öfter zum Einsatz kommt.
Typische Fehler
- In Steine geschnitten. Kiesel am Beetrand verursachen Scharten in den Messern. Vorher kurz absuchen.
- Zu dicke Halme. Verholzte Stängel und Unkraut mit Stielen über wenigen Millimetern sind nichts für eine Grasschere.
- Akku im Winter im kalten Schuppen. Lithium-Akkus mögen weder Frost noch Hitze.
- Schneidwerk nie gereinigt. Eingetrockneter Pflanzensaft macht die Messer schwergängig und stumpf.
Pflege
Nach jedem Einsatz Grasreste mit einer Bürste entfernen, bei Akkugeräten nur bei ausgebautem Akku oder gesperrtem Gerät. Harz und Pflanzensaft lassen sich mit etwas Spiritus lösen. Anschließend die Messer mit einem Tropfen Öl oder Pflegespray einreiben.
Handscheren lassen sich mit einem Schleifstein nachschärfen, dabei den ursprünglichen Schneidwinkel beibehalten. Bei Akkuscheren tauscht man verschlissene Messer meist komplett.
Den Akku über Winter bei Zimmertemperatur und mit etwa halber Ladung lagern, nicht voll und nicht leer.
Häufige Fragen
Was kostet eine Rasenkantenschere?
Handscheren gibt es ab etwa 15 bis 20 Euro, gute Modelle mit langem Stiel bei 30 bis 60 Euro. Akku-Grasscheren beginnen bei rund 40 Euro, Sets mit Strauchmesser und Teleskopstiel liegen darüber.
Kann ich damit auch Buchs schneiden?
Mit einem Strauchmesseraufsatz ja. Die reine Grasschere ist für holzige Triebe zu schwach.
Schere oder Trimmer – was ist besser?
Die Schere schneidet präziser und sauberer, der Trimmer schneller und auch in hohem Gras. In kleinen, gepflegten Gärten reicht die Schere, in größeren Gärten ergänzen sich beide.



