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Heimwerker-Berater

Schneeschaufel

Reinigungvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Schneeschaufel
Inhalt11 Abschnitte
  1. Schaufeln oder schieben?
  2. Das Blattmaterial
  3. Die Schneide
  4. Die richtige Größe
  5. Der Stiel entscheidet über den Rücken
  6. Rückenschonend arbeiten
  7. Die Räumpflicht
  8. Pflege
  9. Eis auf der Fläche
  10. Zwei für den Haushalt
  11. Videos zum Thema

Die Schneeschaufel ist das älteste und immer noch wichtigste Räumwerkzeug. Sie hebt Schnee an und wirft ihn zur Seite – im Unterschied zum Schneeschieber, der ihn nur vor sich her schiebt.

Genau darin liegt ihre Stärke und ihre Belastung: Heben kostet Kraft, und zwar die des Rückens.

Schaufeln oder schieben?

SchaufelSchieber
Bewegungaufnehmen und werfenvor sich her schieben
Schneehöheauch tief und nassbis ca. 15 cm, eher trocken
Kraftaufwandhochgering
Wo hin?über Mauern und in Eckennur an den Rand

Für einen langen Gehweg mit freiem Rand ist der Schieber die bessere Wahl. Für Stufen, enge Ecken, Hauseingänge und überall dort, wo der Schnee irgendwo hinauf muss, führt an der Schaufel kein Weg vorbei.

Am besten hat man beides.

Schneeschaufel am Dach
Notwendige winterliche Anwendung: die Schneeschaufel am Dach. | Foto: PixBox / Depositphotos.com

Das Blattmaterial

Kunststoff ist leicht, rostet nicht und kratzt den Belag nicht an. Der Nachteil: Bei starkem Frost wird billiges Polyethylen spröde und bricht – ausgerechnet dann, wenn man die Schaufel braucht. Achten Sie auf kältefestes Material.

Aluminium ist ebenfalls leicht und deutlich formstabiler als Kunststoff. Es kann auf empfindlichen Belägen Kratzer hinterlassen und verbiegt sich an einer Bordsteinkante.

Stahl, verzinkt ist am robustesten und am schwersten. Für festgefahrene Schneewälle und Eis die richtige Wahl, für die tägliche Runde zu anstrengend.

Holz findet sich noch bei klassischen Schneeschiebern und ist leicht, muss aber trocken gelagert werden.

Die Schneide

Eine Verschleißkante aus Metall oder Hartkunststoff am unteren Rand verlängert die Lebensdauer erheblich und lässt sich bei guten Modellen tauschen.

Auf Naturstein, Holzterrassen und frischem Pflaster arbeiten Sie besser mit einer Kunststoffkante – eine Stahlschiene hinterlässt dort Spuren.

Die richtige Größe

Größer ist nicht besser. Ein breites Blatt nimmt mehr Schnee auf, und nasser Schnee wiegt erheblich: Ein Liter Nassschnee kann 400 bis 800 Gramm wiegen. Eine 50 cm breite Schaufel voll nassem Schnee bringt schnell 8 bis 10 Kilogramm auf die Waage.

Für den Hausgebrauch sind 40 bis 50 cm Blattbreite ein guter Wert. Wer viel nassen Schnee hat, nimmt lieber schmaler und räumt öfter.

Der Stiel entscheidet über den Rücken

Die Länge ist der wichtigste ergonomische Punkt: Der Stiel sollte etwa bis zur Ellenbogenhöhe reichen, wenn die Schaufel aufsteht. Zu kurz zwingt in den Rundrücken.

Die Form: Ein D-Griff oder Quergriff am oberen Ende gibt deutlich mehr Kontrolle beim Werfen als ein gerader Stiel.

Ein Zusatzgriff in der Stielmitte – nachrüstbar für wenige Euro – verändert die Belastung spürbar, weil man aufrechter arbeitet.

Gekröpfte Stiele mit einer Biegung sind speziell für rückenschonendes Arbeiten gedacht. Sie brauchen etwas Umgewöhnung und entlasten tatsächlich.

Rückenschonend arbeiten

Schneeschaufeln gehört zu den Tätigkeiten, bei denen jedes Jahr Menschen mit Bandscheibenvorfällen und Herzproblemen in der Notaufnahme landen. Ein paar Regeln helfen:

  • Aufwärmen. Fünf Minuten gehen, bevor es losgeht.
  • In die Knie gehen, nicht aus dem Rücken heben.
  • Nicht seitlich verdrehen. Zum Werfen mit den Füßen drehen, nicht mit der Wirbelsäule.
  • Kleine Portionen, dafür öfter.
  • Schieben statt heben, wo es geht.
  • Pausen machen und nicht in Hektik arbeiten.
  • Bei Herz-Kreislauf-Problemen die Arbeit abgeben. Kälte plus schwere Last ist eine bekannte Belastungskombination.

Und der wirksamste Tipp: früh räumen. Frischer Pulverschnee wiegt einen Bruchteil von festgetretenem oder angetautem Schnee.

Die Räumpflicht

In den meisten Gemeinden liegt die Räum- und Streupflicht für den angrenzenden Gehweg beim Grundstückseigentümer, häufig werktags etwa von 7 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags später. Die genauen Zeiten regelt die kommunale Satzung.

Beim Streuen gilt: Streusalz ist auf Gehwegen vielerorts verboten. Zulässig sind Splitt, Sand oder Granulat. Sie müssen im Frühjahr wieder aufgenommen werden.

Pflege

Schnee klebt am Blatt, wenn es rau ist. Ein dünner Film Silikonspray oder Gleitwachs auf der Unterseite verhindert das und macht die Arbeit spürbar leichter.

Spülen Sie die Schaufel nach der Saison ab – Streusalzreste greifen Metall an – und lagern Sie sie trocken und aufrecht.

Eis auf der Fläche

Ist der Schnee festgetreten und vereist, hilft keine Schaufel mehr.

Eiskratzer und Eispickel für Gehwege haben eine schmale Stahlschneide an langem Stiel. Sie brechen die Eisschicht auf, damit sie geschoben werden kann. Vorsichtig ansetzen – auf Pflaster und Naturstein hinterlässt die Schneide Spuren.

Abstumpfen statt auftauen ist auf Gehwegen meist die vorgeschriebene Methode: Splitt, Sand oder Granulat sorgen für Griffigkeit, ohne dass etwas ins Grundwasser gelangt.

Die beste Maßnahme bleibt, gar nicht erst so weit kommen zu lassen: Frisch gefallener Schnee, der am selben Tag geräumt wird, friert nicht fest.

Zwei für den Haushalt

Die sinnvollste Ausstattung ist selten ein einzelnes Gerät. Eine Schaufel für Stufen, Ecken und den Hauseingang, dazu je nach Fläche ein Schieber oder eine Schneewanne für den Rest.

Zusammen kosten beide unter 60 Euro und decken ab, was bei normalem Schneefall anfällt.

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