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Heimwerker-Berater

Akku Schneefräse

Reinigungvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Akku Schneefräse
Inhalt9 Abschnitte
  1. Einstufig oder zweistufig
  2. Die Kennzahlen
  3. Die Laufzeit ist der Knackpunkt
  4. Was für den Akku spricht
  5. Wo der Benziner bleibt
  6. Worauf Sie beim Kauf achten sollten
  7. Sicher arbeiten
  8. Die Räumpflicht
  9. Preise

Eine Akku-Schneefräse nimmt Schnee auf und wirft ihn zur Seite – ohne Abgase, ohne Startseil, ohne Ölwechsel. Für Einfahrt, Gehweg und Terrasse eines Einfamilienhauses ist sie inzwischen eine ernsthafte Alternative zum Benziner. Für alles darüber nicht.

Einstufig oder zweistufig

Einstufige Fräsen haben eine Schnecke, die den Schnee aufnimmt und direkt durch den Auswurfkanal schleudert. Sie sind leicht, wendig und für Schneehöhen bis etwa 20 bis 30 cm ausgelegt. Fast alle Akkugeräte gehören in diese Klasse.

Die Gummischnecke berührt den Boden und zieht das Gerät dadurch mit nach vorn – das erleichtert das Schieben. Auf Kies und unbefestigten Flächen ist das allerdings ein Nachteil: Die Schnecke nimmt Steine mit auf und schleudert sie.

Zweistufige Fräsen haben eine Schnecke und ein zusätzliches Wurfrad. Sie schaffen deutlich höhere Schneelagen und größere Wurfweiten, sind schwerer und fast immer benzinbetrieben.

leistungsstarke Akku Schneefraese
Leistungsstarke Akku-Schneefräse mit langem Wurf. | Foto: jill111 / Pixabay.com

Die Kennzahlen

WertTypisch bei Akkugeräten
Räumbreite30–55 cm
Räumhöhe15–30 cm
Wurfweite5–10 m
Gewicht10–25 kg
Laufzeit je Ladung20–45 Minuten

Die Räumbreite bestimmt das Tempo. Für einen Gehweg genügen 30 cm, für eine Doppelgarageneinfahrt sollten es 45 bis 55 cm sein – sonst fahren Sie dieselbe Fläche dreimal ab.

Die Wurfweite entscheidet darüber, ob Sie den Schnee loswerden oder ihn vor sich her schieben. Bei einer breiten Einfahrt brauchen Sie Reichweite, sonst liegt der Wall nach der zweiten Bahn wieder im Weg.

Die Laufzeit ist der Knackpunkt

Hier liegt der wesentliche Unterschied zum Benziner, und die Herstellerangaben sind mit Vorsicht zu lesen: Sie gelten für leichten Pulverschnee.

Bei nassem, schwerem Schnee – der typischen Situation bei Temperaturen um null Grad – sinkt die Laufzeit erheblich, oft auf die Hälfte. Genau dann braucht man das Gerät am dringendsten.

Rechnen Sie deshalb mit zwei Akkusätzen, wenn die Fläche größer als ein Gehweg ist. Und beachten Sie: Lithium-Ionen-Akkus verlieren bei Kälte an Kapazität. Lagern Sie sie im Haus und setzen Sie sie erst kurz vor der Arbeit ein.

Ein leerer Akku lädt bei Minusgraden außerdem schlecht oder gar nicht – auch er gehört zum Laden ins Warme.

Mit einer Akku Schneefräse die Einfahrt räumen
Mit einer Akku Schneefräse die Einfahrt räumen | Foto: Catsmeow / bigstock.com
leise Akku Schneefraese
Die Akku Schneefraese sollte leise sein, um die Nachbarschaft nicht allzu sehr zu stören. | Foto: bobgatty / Pixabay.com

Was für den Akku spricht

Sofort einsatzbereit. Kein Kaltstart, kein Choke, kein Startseil. Bei einem Gerät, das im Winter vielleicht fünfmal läuft, ist das der größte praktische Vorteil – Benziner, die seit einem Jahr stehen, springen oft nicht an.

Leise. Statt 95 bis 105 dB(A) beim Benziner liegen Akkugeräte bei etwa 75 bis 85 dB(A). Beim Räumen um sechs Uhr morgens ist das ein echtes Argument.

Keine Abgase. Damit auch im Carport und in der Tiefgarageneinfahrt nutzbar.

Keine Wartung. Kein Ölwechsel, keine Zündkerze, kein Vergaser, der über den Sommer verharzt. Kein abgestandener Kraftstoff.

Leichter. Was beim Wenden und beim Verstauen zählt.

Wo der Benziner bleibt

  • Flächen über etwa 150 bis 200 Quadratmeter
  • Schneehöhen über 30 cm und verharschte Schneewälle vom Räumfahrzeug
  • Steigungen und lange Auffahrten
  • Regionen mit regelmäßig starkem Schneefall

Ein Akkugerät arbeitet sich durch einen festgefahrenen Wall am Einfahrtsende nicht durch. Dort braucht es Masse und eine zweistufige Fräse.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Akkusystem. Der wichtigste Punkt nach der Leistung. Passt das Gerät zu Akkus, die Sie für Heckenschere, Rasenmäher oder Akkuschrauber ohnehin haben, sparen Sie mehrere hundert Euro.

Auswurfeinstellung. Lässt sich der Kanal bequem vom Griff aus drehen? Bei Modellen, an denen man zum Verstellen anhalten und vorgehen muss, kostet das bei jeder Bahn Zeit.

Beleuchtung. Geräumt wird früh morgens oder abends im Dunkeln. Eine LED am Gerät ist kein Luxus.

Gleitkufen und Schürfleiste. Sie bestimmen den Abstand zum Boden und lassen sich bei guten Geräten einstellen – wichtig, damit auf Pflaster die Schnecke nicht in die Fugen greift.

Klappbarer Holm. Entscheidet darüber, wie viel Platz das Gerät im Sommer wegnimmt.

Schneefraese mit Akku und Ladegeraet
Eine Schneefräse mit Akku und Ladegerät erweist sich als extrem nützlich im Winter. | Foto: jill111 / Pixabay.com

Sicher arbeiten

Der Auswurfkanal darf niemals von Hand freigeräumt werden, auch nicht bei ausgeschaltetem Gerät. Die gespannte Schnecke kann nachlaufen. Dafür liegt bei jedem Gerät ein Räumstab bei – und zwar genau deshalb.

Ziehen Sie vorher den Sicherheitsschlüssel oder den Akku.

Räumen Sie nie in Richtung von Personen, Fenstern oder Fahrzeugen. Unter dem Schnee liegende Steine werden mit erheblicher Energie geschleudert.

Die Räumpflicht

In den meisten Gemeinden liegt die Räum- und Streupflicht für den angrenzenden Gehweg beim Grundstückseigentümer, häufig werktags etwa von 7 bis 20 Uhr, sonntags später. Die genauen Zeiten regelt die kommunale Satzung.

Beachten Sie beim Streumittel die örtlichen Vorgaben: Streusalz ist auf Gehwegen vielerorts verboten; zulässig sind Splitt, Sand oder Granulat.

Preise

Akku-Schneefräsen ohne Akku beginnen bei etwa 250 bis 400 Euro, mit Akku und Ladegerät bei 400 bis 900 Euro. Ein zweiter Akku kostet je nach System 80 bis 200 Euro.

Für einen normalen Gehweg reicht oft eine Akku-Schneeschaufel – ein kleineres, schmaleres Gerät ab etwa 150 Euro, das sich wie ein Schieber führen lässt und für 10 bis 15 cm Schnee völlig genügt.

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