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Heimwerker-Berater

Teichskimmer

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Inhalt10 Abschnitte
  1. Warum die Oberfläche zählt
  2. Die Bauarten
  3. Welche Größe passt
  4. Wo der Skimmer hingehört
  5. Anschluss und Strom
  6. Frösche, Molche und Fische schützen
  7. Wann er laufen sollte
  8. Pflege
  9. Skimmer, Kescher oder Netz?
  10. Häufige Fragen

Ein Teichskimmer saugt die oberste Wasserschicht ab und mit ihr alles, was darauf schwimmt: Blütenstaub, Blätter, Samen, Insekten, Staub. Das Schwimmgut landet in einem Korb, das Wasser geht zurück in den Teich oder in den Filter. Der Nutzen: Was an der Oberfläche herausgeholt wird, sinkt nicht ab und wird nicht zu Schlamm.

Warum die Oberfläche zählt

Fast alles, was organisch in einen Teich gelangt, schwimmt zunächst eine Weile. Pollen im Frühjahr bilden einen gelben Film, Blätter treiben einige Tage, bevor sie sich vollsaugen. In dieser Zeit lässt es sich leicht einsammeln. Hat es sich einmal am Grund abgesetzt, bleibt nur der Teichschlammsauger.

Ein Oberflächenfilm stört außerdem den Gasaustausch. Eine saubere Oberfläche nimmt mehr Sauerstoff auf – nicht dramatisch viel, aber an heißen Tagen merklich.

Die Bauarten

BauartFunktionVorteilNachteil
Schwimmskimmertreibt mit Schwimmkörpern im Teich, oft mit eingebauter Pumpepasst sich jedem Wasserstand an, kein Einbausichtbar, Kabel im Wasser
Standskimmersteht auf dem Teichgrund, Einlauf mit beweglicher Haube knapp unter der Oberflächeunauffällig, meist an vorhandene Filterpumpe angeschlossengleicht nur begrenzt Wasserstandsschwankungen aus, oft um 10 cm
Einbauskimmerfest in der Teichwand, Anschluss über Rohr zum Filterbeste Wirkung, unsichtbarnur beim Teichbau sinnvoll, Aufwand

Für bestehende Gartenteiche sind Schwimm- und Standskimmer die übliche Wahl. Einbauskimmer, wie man sie vom Pool kennt, lohnen vor allem bei großen Koi- und Schwimmteichen, die mit einem Schwerkraftfilter gebaut werden.

Welche Größe passt

Hersteller geben die Wasseroberfläche an, für die ein Skimmer ausgelegt ist. Kleine Schwimmskimmer mit eingebauter Pumpe sind für etwa 20 bis 40 m² gedacht. Ein Beispiel: Der Oase SwimSkim 25 ist für bis zu 25 m² Oberfläche angegeben, nimmt 40 W auf und fördert bis zu 2.500 l/h.

Bei Standskimmern ohne eigene Pumpe entscheidet die angeschlossene Pumpe. Die Leistung muss zum Skimmer passen: Zu wenig, und der Sog reicht nicht über die Fläche; zu viel, und der Skimmer saugt Luft oder zieht den Wasserspiegel am Einlauf so stark herunter, dass er leerläuft.

Wo der Skimmer hingehört

An die Seite, zu der der Wind weht. Der Wind treibt das Schwimmgut ohnehin dorthin, der Skimmer muss es nur noch einsammeln. Ecken und Buchten, in denen sich Laub sammelt, sind gute Standorte. Mitten im Teich arbeitet ein Skimmer gegen die Strömung.

Wenn der Teich einen Bachlauf oder eine Einlaufdüse hat, sollte der Skimmer auf der gegenüberliegenden Seite stehen. So entsteht eine Strömung, die Schwimmgut zum Skimmer trägt.

Anschluss und Strom

Standskimmer werden meist an die Filterpumpe angeschlossen und liefern das Oberflächenwasser direkt in den Teichfilter. Das ist die sauberste Lösung, weil der Filter dann auch das Feine erwischt, das durch den Korb geht.

Für alle Geräte gilt: Strom nur über eine Steckdose mit Fehlerstrom-Schutzschalter (30 mA). Es gibt Skimmer und Pumpen mit Schutzkleinspannung von 12 oder 24 V, bei denen nur ein Netzteil am Ufer an 230 V hängt. Das ist im Teich die sicherere Wahl, besonders wenn Kinder und Haustiere am Wasser spielen.

Frösche, Molche und Fische schützen

Der Skimmerkorb ist für kleine Tiere eine Falle. Frösche, Molche und Jungfische werden angesaugt und kommen aus dem Korb nicht mehr heraus. Einige Maßnahmen helfen:

  • Den Korb täglich kontrollieren, in der Amphibiensaison morgens und abends.
  • Eine Ausstiegshilfe anbringen, etwa ein Stück Gitter oder Schaumstoff, über das Tiere herausklettern können.
  • Die Pumpenleistung drosseln, wenn viele Tiere im Teich sind.
  • In der Laichzeit und bei frisch geschlüpften Kaulquappen den Skimmer ganz abschalten.

Wann er laufen sollte

Ein Skimmer muss nicht das ganze Jahr laufen. Die Hauptsaisons sind das Frühjahr mit dem Pollenflug und der Herbst mit dem Laubfall. Dazwischen reicht es, ihn bei Bedarf einzuschalten, etwa nach einem Sturm oder während der Blüte von Bäumen in der Nähe.

Im Winter kommt der Skimmer aus dem Wasser. Er würde einfrieren, und die Pumpe sollte ohnehin nicht das Tiefenwasser mit dem kalten Oberflächenwasser mischen.

Pflege

Den Korb leeren Sie je nach Laubanfall täglich bis wöchentlich. Ein voller Korb bremst den Durchfluss, und die Pumpe kann trocken laufen. Einmal im Monat den Einlauf, die Schwimmkörper und die Pumpe von Algen befreien. Vor dem Einlagern alles säubern und trocknen.

Skimmer, Kescher oder Netz?

Der Skimmer arbeitet ständig und holt auch Feines wie Pollen. Der Kescher ist billiger, braucht aber Ihre Zeit. Ein Teichnetz hält im Herbst das Laub fern, bevor es überhaupt ins Wasser fällt. Bei Teichen unter großen Bäumen ist die Kombination aus Netz im Herbst und Skimmer im Frühjahr kaum zu schlagen.

Häufige Fragen

Brauche ich einen Skimmer, wenn ich einen Filter habe?

Ein Filter mit Pumpe am Grund erwischt Schwimmgut kaum. Der Skimmer ergänzt ihn, indem er die Oberfläche zum Filter führt.

Wie laut ist ein Teichskimmer?

Leise. Hörbar ist höchstens ein Plätschern am Einlauf. Saugt er schlürfend Luft, ist die Pumpe zu stark oder der Wasserstand zu niedrig.

Kann ein Pool-Skimmer in den Teich?

Grundsätzlich ja, aber Pool-Skimmer sind für klares Wasser ohne Tiere gebaut. Für den Pool gibt es eigene Lösungen wie den Einhängeskimmer.

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