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Einen Hasenstall selber bauen

Ein Haustier ist eine schöne Sache, kann es doch Weggefährte und Freund zugleich sein. Fast jeder zweite Haushalt hat inzwischen ein Kleintier als Haustier. Längst sind das nicht mehr nur Hund und Katze. Selbst Exoten und die “Klassiker” sind unter diesen Tieren vertreten. Bei Kindern sind vor allem Hase und Meerschweinchen besonders beliebt. Diese brauchen meist auch eine Menge Auslauf.

Da die meisten Gehege, welche im Handel erhältlich sind, von der Größe entweder meist nicht reichen beziehungsweise passen, ist die einzige echte Alternative der Bau eines eigenen Geheges. Das ist aber nicht immer so einfach, wenn man keinen genauen Plan dazu hat. An dieser Stelle wollen wir Ihnen ein paar Tipps und Anregungen zum Bau eines eigenen Hasenstalls geben, so wie wir es bereits mit dem Vogelhaus gemacht haben.

Einen Hasenstall selber bauen

Unsere heutige Anleitung: Einen Hasenstall selber bauen! | Foto: 22rus83 / Depositphotos.com

Darum geht es in diesem Artikel:

  • Wie sieht die artgerechte Haltung von Hase und Co. aus?
  • Wie groß sollte das Gehege oder der Stall für das Tier sein?
  • Wie man den Stall baut und welche Materialien verwendet werden sollten
  • So machen Sie den Hasenstall wetterfest
  • Im Anschluss werden dann noch die unterschiedlichen Fragen im FAQ Bereich behandelt.

Artgerechte Haltung und weiteres rund um Hasen

Haustiere sind keine Erfindung der Moderne, sondern bereits seit Hunderten von Jahren Bestandteil der Zivilisation. Die Menschen haben sich dabei die unterschiedlichsten Tiere als ihre Begleiter ausgewählt. Damals war dies eher mit nützlichen Faktoren verbunden, sodass ein Ochse oder Pferd zum Beispiel als Lasttier genutzt wurde, oder der Hund als Wächter für Schafe und das eigene Heim. Katzen sollten hingegen bei der Mäuseplage hilfreich sein.

Heutzutage erfüllen Haustiere nur noch selten den Dienst als Nutztier. Vielmehr stellen Sie nun den Begleiter dar. Vor allem Kinder wünschen sich meist ein Haustier. Die beliebtesten Tiere sind hier meist Hase und Meerschweinchen, gerade wenn es um Kleintiere geht. Immerhin können diese Tiere auch in kleineren Wohnungen gehalten werden und dürfen meist von den Vermietern auch nicht verboten werden, was bei Hund und Katze jedoch meist der Fall ist.

Die meisten Tiere haben natürlich auch ganz individuelle Ansprüche, sodass man sich darüber bereits bei der Anschaffung im Klaren sein sollte. Anhand des Beispiel Hasen wollen wir nun auf die artgerechte Haltung eingehen.

Der Hase benötigt an sich nicht sonderlich viel Platz. Er kann auch in einem eher kleineren Gehege gehalten werden, benötigt dann aber sehr viel Auslauf und das täglich. Im besten Fall kann der Hase in einem größeren Stall gehalten werden und verfügt zudem noch über ein Gehege im Außenbereich. Im Winter sollte der Hase jedoch am besten an einem warmen Platz, gern auch in der Wohnung.

Neben dem Auslauf benötigen Hasen natürlich auch noch das geeignete Futter. Allein von Heu können die Tiere nicht leben. Karotten, Obst wie etwa Äpfel und täglich frisches Wasser sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil für ein gesundes Leben der Tiere.

Hasen sollten zudem nicht unbedingt allein gehalten werden. Da diese auch in der freien Wildbahn eher in Gruppen unterwegs sind oder zumindest leben, sollten Sie mindestens zwei Tiere halten. Das stärkt zudem das soziale Verhalten der Tiere untereinander, was ebenfalls für ein zufriedenes Leben sorgt.

Wie groß sollte der Hasenstall sein?

Auch wenn Hasen nicht unbedingt viel Platz brauchen, so sollten dennoch Bewegungsfreiheit bei den Tieren bestehen. Schließlich soll das Tier gesund bleiben, wozu natürlich auch eine uneingeschränkte Bewegung gegeben sein sollte. Demnach sollte dem Tier ein Mindestmaß an Platz zugestanden werden. Da mindestens 2 Tiere gehalten werden sollten, muss natürlich auch der Platz darauf ausgelegt werden. Hinzu kommt noch, dass für die Hasen auch eine Rückzugsmöglichkeit gegeben sein sollte.

Das kann zum Beispiel ein kleines Häuschen sein, welches mit Stroh oder Heu gefüllt wird, in das sich dann die Hasen bei Bedarf zurückziehen können. Ausreichend Platz für den Futternapf und Tränke ist ebenfalls einzuplanen. Bei 2 Hasen oder Kaninchen sollten also mindestens 4 qm² Platz eingeplant werden, damit sich die Hasen auch wohlfühlen und zumindest ein wenig miteinander umhertollen können.

Doch auch ein großer Hasenstall stellt keinen Ersatz für ausreichenden Auslauf dar. Diesen sollten die Hasen auch am besten im Freien haben.

Der Hasenstall sollte ausreichend Platz für ein schönes Hasenleben bieten

Der Hasenstall sollte ausreichend Platz für ein schönes Hasenleben bieten… | Foto: a4ndreas / Depositphotos.com

Wie kann man einen Hasenstall selbst bauen?

Der Bau eines Hasenstalls ist nicht unbedingt besonders kompliziert, erfordert jedoch etwas Zeit. Je nachdem, wie groß und aufwendig der Stall werden soll, muss auch die entsprechende Zeit eingeplant werden. Was das Material angeht, so sollte zumindest der Großteil des Stalls aus Holz bestehen. Denn dieses Material ist für die Hasen nicht schädlich, was diesen nicht schadet, sollten die Hasen an dem Stall nagen. Natürlich sollte deshalb auch auf eine Lackierung oder Ähnliches verzichtet werden, damit keine Schadstoffe freigesetzt werden, welche die Gesundheit der Tiere gefährden könnte.

Beim Bau eines Hasenstalls sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Natürlich gibt es zudem unterschiedliche Bauanleitungen, welche die Gestaltung des Geheges erheblich vereinfachen. Für den Bau des Hasenstalls benötigen Sie neben dem Material noch ausreichend Werkzeug. Unter anderem sind das Hammer, Nägel, ein Tacker und vor allem ausreichend feinen Maschendraht, der die Tiere am Ausbrechen hindert.

So gehen Sie vor

Dieser Abschnitt befasst sich nur grob mit der Vorgehensweise beim Bau eines Hasenstalls, kann aber einiges an Ideen für einen weiteren Bau oder die Erweiterung bestehender Gehege bieten. So sollten Sie sich zunächst ausreichend Material für den Stall besorgen. Die Bretter sollten etwa 3 cm dick sein, damit sie ausreichend Stabilität bieten. Zuerst sollten Sie die vordere Seite des Stalls bauen. Dazu sägen Sie die Form aller Seiten nach Schablone zurecht. Vergessen Sie dabei nicht, auch noch eine Öffnung in die Vorderseite zu sägen, damit die Hasen sich jederzeit ungehindert im Gehege selbst frei bewegen können.

Für den Rahmen, welcher den Stall nicht nur zusammenhält, sondern diesem auch die notwendige Stabilität bietet, verwenden Sie am besten gehobelte Vierkanthölzer mit den Maßen 4 x 4 cm. Diese machen zudem den Großteil des Hasenstalls aus. Sägen Sie alle Teile auf die entsprechenden Maße zurecht und verbinden die Teile sicher und stabil mit Schrauben beziehungsweise Nägeln miteinander. Wenn auch die inneren Teile, welche den Rückzugsort für die Hasen darstellt fertig gebaut ist, widmen Sie sich noch der Umzäunung des Stalls.

Da dieser luftig und lichtdurchlässig sein sollte, genügt es, wenn Sie den zu umzäunenden Bereich mit dem feinen Maschendraht umwickeln und diesen natürlich ordentlich befestigen. Bedenken Sie beim Bau auch das Hasen sehr gern buddeln und graben. Das bedeutet wiederum, dass es bei lockerem Erdreich nicht selten vorkommen kann, dass sich die Hasen nicht mehr im, sondern außerhalb des Stalls befinden. Sichern Sie deshalb auch den Weg nach unten ab. Im besten Fall können Sie zum Beispiel Steine in das Erdreich einlegen, sodass die Hasen nicht so einfach entwischen können.

Übrigens bietet sich ein Hasenstall auch gut für Meerschweinchen oder ähnliche Haustieren an und ist nicht allein den Hasen und Kaninchen vorbehalten.

Den Hasenstall wetterfest machen

Wenn sich das Gehege vorwiegend im Freien befindet, dann sollten Sie dieses in jedem Fall auch wetterfest machen. Verzichten Sie dabei aber auf Farben und Lacke, da diese mitunter giftige Dämpfe ausdünsten und der Gesundheit der Hasen schaden kann. Verwenden Sie am besten nur biologische Öle oder Harze, die den Tieren nicht schaden, wenn diese an dem Holz des Geheges nagen.

Um auch ein Durchdringen der Feuchtigkeit über das Dach vorzubeugen, können Sie (selbsklebende) Dachpappe als Schindeln auf dem Dach des Geheges befestigen. So kann unter anderem kein Regen von oben in das Heim der Hasen eindringen. Zudem wird das Gehege auch vor der schnellen Schimmelbildung durch eben besagte Feuchtigkeit geschützt.

FAQ

Hier finden Sie nun die häufigsten Fragen zum Thema Hasenstall und ähnlichem. Was in diesem Artikel noch nicht behandelt wurde, finden Sie in kurzen Antworten in diesem Bereich zusammengefasst.

✅ Wie viele Hasen sollte man zusammen in einem Gehege halten?

Gerade Hasen lieben Gesellschaft und leben in der Regel nicht allein. Bereits aus diesem Grund ist es ratsam, mindestens 2 Tiere zu halten. Am besten stammen diese auch noch aus demselben Wurf, sodass es nicht zu Rivalitäten untereinander kommen kann. Ansonsten sollten die Tiere noch kastriert werden, was vor allem bei unterschiedlichen Geschlechtern empfehlenswert ist. Aber auch bei gleichen Geschlechtern kann dies Spannungen nehmen. Eine feste Regel, wie viele Tiere in einem Gehege gehalten werden sollten, gibt es dabei nicht. Wichtig ist nur, dass die Größe des Geheges natürlich der Anzahl an Tieren angepasst werden wollte. 4 - 6 qm² für 2 Hasen ist zwingend erforderlich. Für jedes weitere Tier sollten Sie 20 % mehr Fläche einberechnen.

✅ Was ist das beste Holz für einen Hasenstall?

Wie bereits richtig erkannt und im Artikel auch schon erwähnt, sollte der Hasenstall im besten Fall und idealerweise aus Holz gefertigt werden, welches unbehandelt ist. Im Grunde bieten sich alle Naturhölzer an, egal ob weich oder hart. Länger halten natürlich Harthölzer, vor allem weil die Tiere auch gern daran nagen. Vor allem beim Rahmen sollten Sie Harthölzer verwenden. Hier bieten sich in erster Linie Buche, Esche, Birke oder Eiche an, da diese Hölzer sehr robust und in gewissem Maße wetterfest sind.

✅ Welchen Draht sollte ich verwenden?

Eine Umzäunung für den Hasenstall ist in jedem Fall ein wichtiger Bestandteil. Das allein deshalb, weil die Sprungkraft der niedlichen Hasen oftmals unterschätzt wird. Mit Vorliebe springen diese über Hindernisse hinweg, was mehr oder weniger als eine Art Herausforderung angesehen wird. In diesem Fall sollte der Draht mindestens 50 cm oder höher sein. Zudem verwenden Sie bei dieser Art der Umzäunung keinen gewöhnlichen Draht, sondern sogenannten Kaninchendraht. Dieser ist sehr feinmaschig und dünn, dennoch robust genug, dass die Tiere sich nicht hindurch drücken oder beißen können. Der Draht sollte zudem nicht mit Kunststoff ummantelt sein, damit die Tiere kein giftiges Plastik aufnehmen, wenn sie an dem Draht nagen.

✅ Kann Wasserlack verwendet werden?

Wenn Sie den Stall der Hasen unbedingt streichen wollen, sollten Sie wie bereits erwähnt, keine giftigen Farben verwenden. Sie können durchaus Farben auf Wasserbasis verwenden, diese sollten dennoch gewisse Standards erfüllen. Das Siegel Öko-Tex kann zum Beispiel ein Orientierungspunkt sein. Ansonsten können Sie sich im Fachhandel auch darüber beraten lassen, welche Farbe für Ihr Vorhaben geeignet wäre.

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