Die Rasenkanten in Form bringen

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Eine scharfe Rasenkante lässt den ganzen Garten gepflegter wirken, auch wenn der Rasen selbst nur mittelmäßig ist. Drei Wege führen dorthin: die offene englische Kante, die regelmäßig nachgestochen wird, eine gepflasterte Mähkante oder ein eingeschlagenes Profil aus Metall oder Kunststoff. Die englische Kante sieht am schönsten aus, die Mähkante macht am wenigsten Arbeit.
Die drei Wege im Vergleich
| Kante | Aufwand beim Anlegen | Pflege | Wirkung |
| Englische Rasenkante | gering | alle 4–6 Wochen nachstechen | natürlich, klar |
| Gepflasterte Mähkante | hoch | kaum, Mäher fährt darüber | architektonisch |
| Metallprofil | mittel | gelegentlich Überstand schneiden | schlank, fast unsichtbar |
| Kunststoffband | gering | mittel, kann sich hochdrücken | unauffällig, weniger haltbar |
Die englische Rasenkante
Bei der englischen Kante endet der Rasen an einer senkrecht abgestochenen Erdkante, dahinter beginnt das Beet. Es gibt keine Einfassung, nur einen kleinen Graben von einigen Zentimetern Tiefe, über den die Graswurzeln nicht hinwegwachsen.
Das Werkzeug dafür ist der Rasenkantenstecher: ein halbmondförmiges, flaches Blatt mit scharfer Schneide. Ein normaler Spaten geht zur Not auch, schneidet aber keine so gerade Linie, weil sein Blatt gerade ist und bei jedem Stich eine kleine Stufe entsteht.
So stechen Sie die Kante ab
- Linie festlegen. Bei geraden Kanten eine Schnur spannen, bei Bögen einen Gartenschlauch als Schablone auslegen.
- Senkrecht abstechen. Den Kantenstecher etwa 5 bis 10 cm tief senkrecht einstechen, ein Stich neben dem anderen, leicht überlappend.
- Grasnarbe abheben. Den abgestochenen Streifen auf der Beetseite mit einem Spaten oder der Hand herauslösen.
- Graben formen. Auf der Beetseite die Erde schräg abfallen lassen. So entsteht eine kleine Rinne zwischen Rasen und Beet.
- Überstehende Halme schneiden. Mit der Rasenkantenschere die Halme kürzen, die über die Kante hängen.
Stechen Sie beim ersten Mal lieber etwas zu wenig ab. Zu viel abgenommener Rasen wächst nicht wieder heran, und jedes Jahr wandert die Kante sonst ein Stück weiter in den Rasen.

Die englische Kante pflegen
Die Graswurzeln versuchen ständig, ins Beet zu wachsen. Alle vier bis sechs Wochen während der Wachstumszeit stechen Sie die Kante deshalb nach, dabei nur wenige Millimeter. Dazwischen reicht es, überhängende Halme zu schneiden. Wer das regelmäßig macht, braucht jeweils nur wenige Minuten pro zehn Meter.
Für lange Kanten ist ein Rasenkantenschneider mit Rad oder ein Rasentrimmer mit schwenkbarem Kopf eine Arbeitserleichterung. Die präziseste Linie bekommt man aber von Hand.
Die gepflasterte Mähkante
Eine Mähkante ist ein Streifen aus Pflastersteinen oder Platten zwischen Rasen und Beet, auf dem ein Rad des Rasenmähers fahren kann. Damit fällt das Nachschneiden weitgehend weg. Entscheidend ist die Höhe: Die Oberkante der Steine liegt auf Höhe der Rasennarbe oder knapp darunter, sonst kann der Mäher nicht darüberrollen.
- Einen Graben von etwa 20 cm Tiefe und der Breite der Steine plus einige Zentimeter ausheben.
- Eine Schicht Schotter oder Splitt einbringen und verdichten.
- Die Steine in ein Bett aus erdfeuchtem Beton oder Splitt setzen, zunächst 1 bis 2 cm höher als der Rasen.
- Mit einem Pflasterhammer mit Gummiaufsatz auf die richtige Höhe herunterklopfen, dabei mit der Schnur ausrichten.
- Fugen mit Sand oder Mörtel füllen.
Geeignet sind Kleinpflaster aus Granit, Klinker oder fertige Rasenborde. Einzelheiten stehen bei der Rasenmähkante.
Die Rasenkante aus Metall
Schmale Profile aus Edelstahl, Aluminium, verzinktem Stahl oder Cortenstahl sind kaum zu sehen und trennen Rasen und Beet exakt. Sie werden als Bänder in Höhen von etwa 10 bis 30 cm verkauft, miteinander verschraubt oder gesteckt und in den Boden geschlagen.
Vor dem Einschlagen die Linie mit dem Kantenstecher vorstechen, dann das Profil mit einem Gummihammer und einem aufgelegten Holzbrett einklopfen. Es soll etwa 1 cm über die Rasenoberfläche ragen, nicht mehr – sonst schleift der Mäher daran. Achten Sie auf abgerundete Oberkanten, gerade bei Kindern und Hunden im Garten; scharfe Blechkanten können Verletzungen verursachen. Mehr dazu bei der Rasenkante aus Edelstahl.
Kunststoffbänder und andere Lösungen
Rasenkanten aus Kunststoff sind günstig und leicht zu verlegen, drücken sich aber bei Frost gern nach oben und wirken nach einigen Jahren unordentlich. Holzpalisaden sehen rustikal aus, verrotten aber im Bodenkontakt. Welche Einfassungen es darüber hinaus gibt, zeigt Rasenbegrenzung.
Typische Fehler
- Schräg abgestochen. Eine schräge Kante bröckelt und wächst schneller zu. Immer senkrecht einstechen.
- Mähkante zu hoch. Der Mäher bleibt hängen oder rasiert den Rasen neben den Steinen ab.
- Kein Unterbau. Ohne Schotter sacken Pflastersteine nach dem ersten Winter ab.
- Nur gerade Linien gezogen. Bögen müssen fließend sein; einzelne Ecken in einer Kurve fallen sofort auf.
- Zu spät angefangen. Hat der Rasen das Beet schon erobert, erst die Wurzeln aus dem Beet entfernen, dann die Kante setzen.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit zum Abstechen?
Im Frühjahr, wenn der Boden feucht ist, und dann regelmäßig bis zum Herbst. In knochentrockenem Boden bröckelt die Kante.
Wie breit sollte eine Mähkante sein?
Mindestens so breit wie ein Mäherrad, also etwa 10 bis 15 cm. Bei Mährobotern ist eine Mähkante besonders nützlich, weil sie sonst einen Streifen ungemäht lassen.
Muss ich die Metallkante einbetonieren?
Nein, bei den meisten Systemen genügt Einschlagen. Nur an Stellen mit viel Druck, etwa an Wegen, lohnt sich eine Rückenstütze aus Beton.


