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Heimwerker-Berater

Einen Wegweiser aus Holz selber bauen und gestalten

Haus & Bauvon Andreas4 Min. · 10 Abschnitte
Einen Wegweiser aus Holz selber bauen und gestalten
Inhalt10 Abschnitte
  1. Das richtige Holz
  2. Material und Werkzeug
  3. Pfosten setzen
  4. Schilder zuschneiden
  5. Die Schilder befestigen
  6. Schrift mit Schablone und Farbe
  7. Schrift brennen oder fräsen
  8. Erhabene Buchstaben
  9. Wetterschutz
  10. Häufige Fragen

Ein Wegweiser aus Holz ist ein dankbares Wochenendprojekt: ein Pfosten, ein paar Bretter mit Pfeilspitze, eine Beschriftung. Die meiste Arbeit steckt nicht im Bau, sondern in einer Schrift, die gut aussieht und draußen ein paar Jahre übersteht. Ob er zum Gartenhaus, zur Grillecke oder ironisch nach „Rom 1432 km“ zeigt, bleibt Ihnen überlassen.

Das richtige Holz

Draußen braucht es Holz, das Nässe verträgt. Lärche und Douglasie sind harzreich, recht wetterfest und bezahlbar. Eiche und Robinie halten noch länger, sind aber hart zu bearbeiten. Kesseldruckimprägnierte Kiefer ist günstig, hat aber einen grünlichen Stich, der unter heller Farbe durchscheinen kann. Fichte ohne Schutz fault im Außenbereich schnell.

Altholz aus Paletten, Zaunlatten oder alten Dielen gibt dem Wegweiser Charakter. Achten Sie bei Paletten auf die Kennzeichnung: HT steht für hitzebehandelt und ist unbedenklich, MB für Methylbromid – solche Paletten gehören nicht in den Garten.

Wegweiser aus altem Holz
Es ist möglich, einen Wegweiser aus Holz selbst zu bauen, indem man altes Holz wiederverwendet und aufwertet. | Foto: jamroen1 / Depositphotos.com

Material und Werkzeug

  • Pfosten, 7 × 7 oder 9 × 9 cm, Länge je nach gewünschter Höhe plus Einbautiefe
  • Bretter für die Schilder, 18–24 mm stark, 10–15 cm breit
  • Edelstahlschrauben, zwei je Schild
  • Einschlagbodenhülse oder Pfostenträger mit Beton
  • Säge, Akkuschrauber, Schleifpapier in 80er und 120er Körnung
  • Wetterfeste Farbe oder Lasur, Pinsel
  • Für die Schrift: Schablone, Brandmalkolben oder Oberfräse

Pfosten setzen

Ein Wegweiser steht im Wind wie ein Segel. Setzen Sie den Pfosten deshalb nicht einfach in die Erde, wo er in wenigen Jahren fault, sondern in eine Einschlagbodenhülse oder einen Pfostenträger im Betonfundament. So hat das Holz keinen direkten Erdkontakt. Die Oberkante des Pfostens schneiden Sie schräg oder spitz zu oder decken sie mit einer Kappe ab, damit Regen nicht ins Hirnholz zieht.

Schilder zuschneiden

Legen Sie die Länge der Schilder nach der längsten Beschriftung fest und geben Sie links und rechts einige Zentimeter Rand. Die Pfeilspitze entsteht durch zwei Schnitte im Winkel von etwa 45 Grad. Das andere Ende bleibt gerade oder wird als Schwalbenschwanz eingeschnitten. Schleifen Sie alle Kanten leicht rund – scharfe Kanten nehmen Farbe schlecht an und platzen zuerst ab.

Für gerade Schnitte genügt eine Handsäge oder Kappsäge, für Rundungen und Schwalbenschwänze eine Stichsäge.

Die Schilder befestigen

Schrauben Sie jedes Schild mit zwei Edelstahlschrauben von vorn an den Pfosten, vorgebohrt, damit das Holz nicht spaltet. Wer die Schrauben verstecken will, setzt sie von hinten durch ein Montageholz. Versetzen Sie die Schilder in der Höhe um etwa ihre Breite plus 2 cm und drehen Sie sie in die Richtungen, in die sie zeigen sollen. Das wirkt lebendiger als ein Stapel paralleler Bretter.

Schrift mit Schablone und Farbe

Die einfachste Methode: Buchstaben am Computer in passender Größe ausdrucken, ausschneiden und als Schablone nutzen. Mit Kohlepapier lässt sich die Schrift auch direkt aufs Holz durchpausen und anschließend mit Pinsel ausmalen. Verwenden Sie wetterfeste Acryl- oder Lackfarbe und einen feinen Rundpinsel. Grobe Schriften mit wenig Details funktionieren draußen am besten; filigrane Schreibschrift verwittert zuerst.

Schablonen aus Klebefolie, mit einem Schneideplotter geschnitten, geben die saubersten Kanten. Farbe tupfen statt streichen, damit sie nicht unter die Folie läuft.

Schrift brennen oder fräsen

Mit einem Brandmalkolben brennen Sie die Buchstaben ins Holz. Das wirkt rustikal und hält lange, weil nichts abblättern kann. Üben Sie auf einem Reststück, denn verbrannte Linien lassen sich nicht korrigieren.

Mit der Oberfräse und einem Nutfräser werden die Buchstaben vertieft, entweder freihand entlang einer Vorzeichnung oder mit einer Buchstabenschablone. Die vertieften Buchstaben lassen sich farbig ausmalen; danach schleifen Sie die Oberfläche plan, und nur die Schrift bleibt farbig.

Erhabene Buchstaben

Für einen plastischen Effekt schneiden Sie die Buchstaben aus dünnem Sperrholz mit der Laubsäge aus und leimen sie auf das Schild. In einer Kontrastfarbe gestrichen wirken sie aus der Entfernung am besten lesbar. Achten Sie auf wasserfesten Leim der Klasse D3 oder D4 und kleine Edelstahlstifte zusätzlich.

Wetterschutz

Egal welche Methode: Zum Schluss braucht der Wegweiser einen Schutzanstrich. Eine Dünnschichtlasur mit UV-Schutz oder farbloser Außenlack verhindert, dass das Holz vergraut und die Schrift ausbleicht. Streichen Sie auch Rückseiten und Hirnholzkanten. Rechnen Sie mit einem Auffrischungsanstrich alle zwei bis drei Jahre.

Häufige Fragen

Welche Säge brauche ich?

Für gerade Schnitte und die Pfeilspitze eine Hand- oder Kappsäge, für Formen eine Stichsäge, für ausgeschnittene Buchstaben eine Laubsäge.

Wie hoch sollte der Wegweiser sein?

Für die Lesbarkeit liegt das oberste Schild etwa auf Augenhöhe, also 1,60 bis 1,80 m. Im Beet genügen auch 1 bis 1,20 m.

Kann ich weitere Elemente anbringen?

Ja: ein kleines Dach, ein Vogelhaus oder eine Laterne auf dem Pfosten. Für ein passendes Möbelstück daneben siehe Holzbank selber bauen.

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