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Heimwerker-Berater

Faltbarer Bollerwagen

Gartenvon Andreas4 Min. · 9 Abschnitte
Faltbarer Bollerwagen
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wofür er sich eignet
  2. Die wichtigsten Kennwerte
  3. Die Räder entscheiden
  4. Kinder im Bollerwagen?
  5. Ausstattung, die sich lohnt
  6. So falten und benutzen Sie ihn
  7. Pflege
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen

Ein faltbarer Bollerwagen ist ein Transportwagen mit Stoffwanne auf einem klappbaren Stahl- oder Aluminiumgestell. Zusammengefaltet passt er in den Kofferraum oder hinter die Tür, aufgeklappt trägt er Einkäufe, Getränkekisten, Strandausrüstung oder Gartenmaterial. Über die Alltagstauglichkeit entscheiden vor allem die Räder – und die Frage, ob er Kinder transportieren darf.

Wofür er sich eignet

  • Strand, See und Campingplatz. Kühlbox, Sonnenschirm, Decken und Taschen in einem Gang.
  • Einkauf und Getränkekisten, besonders ohne Auto oder mit weitem Weg vom Parkplatz.
  • Garten. Blumenerde, Pflanzen, Werkzeug oder kleinere Mengen Grünschnitt.
  • Ausflüge und Feste, etwa Wandertag, Flohmarkt oder Picknick.

Für schwere Gartenarbeit mit Steinen und nasser Erde ist er dagegen nicht gebaut. Dafür gibt es die Schubkarre oder die Elektroschubkarre.

Die wichtigsten Kennwerte

TragkraftMeist 70 bis 100 kg, robuste Modelle mehr. Ein Kasten Wasser wiegt rund 15 kg.
VolumenÜblich sind etwa 80 bis 120 Liter.
EigengewichtMeist 10 bis 16 kg. Das spüren Sie beim Einladen ins Auto.
FaltmaßWie tief und breit der Wagen gefaltet ist – vor dem Kauf am Kofferraum messen.
RäderSchmal aus Kunststoff, breit aus Kunststoff oder mit Luftreifen.

Die Räder entscheiden

Schmale Kunststoffräder rollen gut auf Asphalt und Pflaster, versinken aber in Sand und Kies. Sie sind laut und geben jede Unebenheit weiter. Breite Räder mit Profil kommen auf Wiese, Waldweg und festem Sand zurecht. Luftbereifte Räder federn und schonen die Ladung, müssen aber aufgepumpt werden und können platt werden. Für den Strand gibt es Modelle mit extrabreiten Ballonrädern.

Achten Sie außerdem auf drehbare Vorderräder – sie machen den Wagen wendig – und auf eine Feststellbremse. Ohne Bremse rollt ein beladener Wagen auf abschüssigem Parkplatz von allein los.

Kinder im Bollerwagen?

Viele Eltern möchten müde Kinder im Wagen ziehen. Das ist nur bei Modellen vorgesehen, die der Hersteller ausdrücklich dafür zulässt, mit Sitzfläche, Rückenlehne und Gurten. Die meisten faltbaren Transportwagen sind reine Lastenwagen: Die Stoffwanne ist nicht als Sitz gebaut, und bei einem Kippen gibt es keinen Halt. Lesen Sie die Bedienungsanleitung, bevor ein Kind hineinklettert, und ziehen Sie niemals ein Kind in einem Wagen am Straßenrand oder auf Gefälle.

Ausstattung, die sich lohnt

  • Sonnendach. Schützt Ladung und Kinder, wo zugelassen, vor Sonne und leichtem Regen.
  • Teleskopgriff. Lässt sich an die Körpergröße anpassen und verkürzt das Faltmaß.
  • Abnehmbarer Stoff. Waschbar, wenn Sand, Erde oder ausgelaufene Getränke den Boden verschmutzt haben.
  • Seitentaschen und Getränkehalter. Klein, aber praktisch für Handy und Schlüssel.
  • Staufach oder Hülle für den gefalteten Wagen.

So falten und benutzen Sie ihn

  1. Aufklappen. Wagen auf die Räder stellen, an den Seiten auseinanderziehen, bis das Gestell hörbar einrastet.
  2. Boden einlegen. Viele Modelle haben eine feste Bodenplatte, die erst eingelegt werden muss. Ohne sie hängt die Wanne durch.
  3. Gleichmäßig beladen. Schweres nach unten und in die Mitte, damit der Wagen nicht kippt.
  4. Ziehen, nicht schieben. Über Bordsteine rückwärts ziehen, dann heben die Vorderräder leichter an.
  5. Falten. Boden herausnehmen, Mittelgriff im Boden nach oben ziehen, das Gestell klappt zusammen.

Pflege

Sand und Erde nach jedem Einsatz ausschütteln, den Stoff bei Bedarf abnehmen und waschen. Den Wagen nur trocken zusammenfalten und lagern, sonst schimmelt der Stoff und das Gestell rostet an den Gelenken. Achsen und Gelenke freuen sich gelegentlich über einen Tropfen Öl. Luftreifen vor der Saison aufpumpen.

Typische Fehler

  • Faltmaß nicht gemessen. Der Wagen passt dann gerade nicht in den Kofferraum.
  • Überladen. Die Tragkraftangabe gilt auf ebenem Boden. Auf Wiese oder über Bordsteine belastet eine volle Ladung Gestell und Räder deutlich stärker.
  • Schmale Räder für den Strand. Der Wagen gräbt sich nach zehn Metern ein.
  • Nass eingelagert. Stockflecken im Stoff sind danach nicht mehr herauszubekommen.

Häufige Fragen

Was kostet ein faltbarer Bollerwagen?

Einfache Modelle beginnen bei etwa 40 Euro. Gut ausgestattete Wagen mit breiten Rädern, Bremse und Dach liegen meist bei 70 bis 150 Euro.

Welche Größen gibt es?

Die meisten Wagen haben eine Ladefläche von rund 80 bis 100 cm Länge. Es gibt auch kompakte Modelle für den Stadteinkauf und große Wagen mit Verlängerung.

Wie viel passt hinein?

Mehr, als man denkt: Zwei Getränkekisten, eine Kühlbox oder vier bis sechs Säcke Blumenerde sind für die meisten Modelle kein Problem. Achten Sie auf das Gewicht, nicht auf das Volumen – Erde und Getränke erreichen die Tragkraft lange bevor der Wagen voll ist.

Stahl- oder Aluminiumgestell?

Stahl ist günstiger und stabiler, aber schwerer. Aluminium spart einige Kilo beim Heben in den Kofferraum und rostet nicht. Für den Strand mit Salzluft ist Aluminium die bessere Wahl.

Kann man ihn am Fahrrad ziehen?

Nur wenn der Hersteller eine Kupplung dafür anbietet und es ausdrücklich erlaubt. Ein normaler Bollerwagen ist dafür weder gebremst noch beleuchtet.

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