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Heimwerker-Berater

Filter Balls - Filterbälle für Sandfilteranlage

Haus & Bauvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Filter Balls - Filterbälle für Sandfilteranlage
Inhalt10 Abschnitte
  1. Was Filterbälle sind
  2. Wo sie eingesetzt werden
  3. Filterbälle, Sand und Glas im Vergleich
  4. Die Vorteile
  5. Die Nachteile
  6. Einfüllen Schritt für Schritt
  7. Reinigen statt Rückspülen
  8. Wann Sand die bessere Wahl bleibt
  9. Worauf beim Kauf achten
  10. Häufige Fragen

Filterbälle sind lockere Knäuel aus feinen Kunststofffasern, die in den Kessel einer Sandfilteranlage gefüllt werden, statt Sand. Sie sind extrem leicht und lassen sich waschen – dafür klappt das Rückspülen, der eigentliche Vorteil einer Sandfilteranlage, nur eingeschränkt. Für kleine Aufstellpools und Kartuschenfilter-Umsteiger sind sie eine bequeme Lösung, für große Becken mit viel Schmutz eher nicht.

Was Filterbälle sind

Die Bälle bestehen aus Polyethylen- oder Polyesterfasern, die zu flauschigen Kugeln von meist 4 bis 6 cm Durchmesser verdreht sind. Das Wasser strömt durch das Fasergeflecht, und Schmutzpartikel bleiben in den Fasern hängen. Laut Herstellern ersetzen etwa 700 Gramm Filterbälle rund 25 Kilogramm Filtersand. Wer schon einmal einen Sandkessel geleert hat, versteht, warum das reizt.

Wo sie eingesetzt werden

Hauptsächlich in Sandfilteranlagen für Aufstell- und Framepools, seltener in Einbaupools. Einige Aquarien- und Teichfilter nutzen ähnliche Fasermedien. Die Grundlagen der Anlage selbst finden Sie unter Sandfilteranlage für den Pool.

ein Mann macht den Pool sauber mit einem Netz
Den groben Schmutz im Pool muss man mit einem Netz rausfischen, der Rest wird von der Filteranlage und den Filterbällen erledigt! | Foto: olesiabilkei / Depositphotos.com

Filterbälle, Sand und Glas im Vergleich

FiltersandFilterglasFilterbälle
Gewichtschweretwas leichter als Sandsehr leicht
Rückspülenja, das Standardverfahrenja, sehr gutnur eingeschränkt
ReinigungRückspülenRückspülenWaschen in der Maschine
Wechselalle 2–3 Jahrenach mehreren Jahrenjede oder jede zweite Saison
Kostenniedrigmittelmittel, aber häufiger

Mehr zur Glas-Variante finden Sie unter Filterglas für den Pool.

Die Vorteile

  • Leichtes Handling. Kein Schleppen von Sandsäcken, kein Ausschaufeln.
  • Gute Filterleistung bei feinen Schwebstoffen, sofern die Bälle sauber sind.
  • Waschbar. Viele Modelle lassen sich im Wäschenetz in der Waschmaschine reinigen und wiederverwenden.
  • Kein Sand im Pool, wenn ein Seitenarm im Kessel bricht.

Die Nachteile

  • Rückspülen funktioniert kaum. Beim Umkehren der Strömung werden die Bälle zusammengedrückt oder aufgewirbelt, lösen den Schmutz aber nicht so zuverlässig wie Sand. Gelegentlich werden Fasern ausgespült.
  • Verfilzen. Mit der Zeit verklumpen die Fasern, der Druck steigt, die Filterleistung sinkt.
  • Häufigerer Wechsel. Die Bälle halten meist eine, höchstens zwei Saisons.
  • Fasern in der Pumpe. Lose Fasern können in Pumpe oder Rückschlagventil gelangen, wenn die Anlage nicht dafür ausgelegt ist.

Einfüllen Schritt für Schritt

  1. Pumpe ausschalten, Ventile schließen, Druck ablassen.
  2. Deckel des Filterkessels öffnen, alten Sand komplett entfernen und den Kessel ausspülen.
  3. Seitenarme und Steigrohr prüfen, dann das Steigrohr mit dem Deckel oder einem Tuch abdecken, damit keine Bälle hineinfallen.
  4. Bälle locker einfüllen. Die Menge nennt der Hersteller für die jeweilige Kesselgröße. Nicht pressen: Das Wasser muss durch das Geflecht strömen können.
  5. Deckel schließen, Ventil auf Filtern stellen, Pumpe starten und den Druck beobachten.

Reinigen statt Rückspülen

Steigt der Druck am Manometer deutlich an, sind die Bälle voll. Nehmen Sie sie heraus, stecken Sie sie in ein Wäschenetz und waschen Sie sie bei niedriger Temperatur, meist 30 bis 40 °C, ohne Weichspüler und mit wenig oder ohne Waschmittel. Danach an der Luft trocknen lassen. Bei starkem Schmutz, etwa nach einem Algenausbruch, lohnt die Wäsche kaum; dann neue Bälle. Zum Rückspülen einer Sandanlage siehe Sandfilteranlage richtig spülen.

Wann Sand die bessere Wahl bleibt

Bei großen Einbaupools, Becken unter Bäumen mit viel Laub und Pollen und bei Anlagen, die über Wochen durchlaufen, spielt Sand seine Stärke aus: Er wird mit ein paar Minuten Rückspülen wieder sauber und hält mehrere Jahre. Filterbälle verlangen dagegen Handarbeit, sobald der Druck steigt – bei hoher Schmutzlast womöglich jede Woche. Auch wer Flockungsmittel einsetzt, fährt mit Sand oder Glas besser, weil die Flocken die Fasern schnell verkleben. Für kleine Aufstellbecken, die nur im Sommer laufen und im Herbst abgebaut werden, gleicht die Leichtigkeit der Bälle diese Nachteile dagegen oft aus.

Worauf beim Kauf achten

Prüfen Sie, ob der Hersteller Ihrer Filteranlage Filterbälle freigibt – einige tun es ausdrücklich nicht. Achten Sie auf eine Mengenangabe je Kesselgröße und darauf, dass die Bälle fest gedreht sind und nicht beim Auspacken fusseln. Günstige Bälle verfilzen schneller.

Häufige Fragen

Was kosten Filterbälle?

Eine Packung, die 25 kg Sand ersetzt, kostet meist 15 bis 30 Euro. Das ist mehr als Sand, rechnet sich aber für viele durch den Wegfall der Schlepperei.

Wie oft muss ich sie wechseln?

Je nach Nutzung jede oder jede zweite Saison. Werden sie grau, verfilzt oder lässt der Druck sich durch Waschen nicht mehr senken, sind neue fällig.

Kann ich Filterbälle und Sand mischen?

Nein. Der Sand setzt sich zwischen den Fasern fest, und beides verliert seine Wirkung.

Wohin mit alten Filterbällen?

Sie bestehen aus Kunststoff und gehören in den Restmüll, nicht in den Gartenkompost und nicht ins Abwasser.

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