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Heimwerker-Berater

Kellerschachtabdeckung / Kellerschachtgitter

Haus & Bauvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Kellerschachtabdeckung / Kellerschachtgitter
Inhalt9 Abschnitte
  1. Was ein Kellerschachtgitter leisten muss
  2. Materialien im Vergleich
  3. Die richtige Größe finden
  4. Einbruchschutz: das lose Gitter
  5. Schutz gegen Laub, Regen und Tiere
  6. Wasser im Schacht
  7. Montage
  8. Selbst bauen
  9. Häufige Fragen

Ein Kellerschacht, auch Lichtschacht genannt, bringt Licht und Luft in den Keller und wird oben von einem Gitterrost abgedeckt. Das Gitter trägt Füße, manchmal Autoreifen, hält aber weder Laub noch Mäuse noch Einbrecher ab. Eine gute Abdeckung besteht deshalb aus zwei Teilen: einem tragenden Rost und einer Sicherung gegen das, was durch den Rost fällt oder ihn hochhebt.

Was ein Kellerschachtgitter leisten muss

Der Rost liegt in einem Rahmen oder einem Falz am Schachtrand. Er muss begehbar sein, also das Gewicht einer Person sicher tragen, und darf dabei nicht klappern oder sich verschieben. Die üblichen Roste bestehen aus verzinktem Stahl in Maschen von etwa 30 × 10 mm oder 30 × 30 mm. Engere Maschen sind angenehmer für Absätze und kleine Gegenstände, lassen aber weniger Licht durch.

Für Schächte an Einfahrten gibt es befahrbare Roste in höherer Belastungsklasse. Ein normaler Rost, auf den regelmäßig ein Auto rollt, verbiegt sich innerhalb kurzer Zeit.

Materialien im Vergleich

MaterialStärkenSchwächen
Stahl verzinktgünstig, tragfähig, StandardZink verwittert über Jahrzehnte
Edelstahlrostfrei, langlebig, schöne Optikteurer
Kunststoff (Schacht und Rost)leicht, bei Fertigschächten üblichweniger tragfähig, UV-empfindlich
Glas (ESG) oder Acrylglas als Abdeckunghält Regen und Laub ab, Licht bleibtnicht allein tragend, braucht Rost darunter

Die richtige Größe finden

Kellerschächte sind nicht genormt, die Maße schwanken je nach Baujahr und Hersteller. Häufige Außenmaße sind 100 × 40 cm, 100 × 60 cm, 110 × 55 cm oder 125 × 60 cm, bei Altbauten auch Zwischengrößen wie 107 × 45 cm. Gemessen wird die Auflage des Rostes, nicht die Innenkante des Schachts. Messen Sie an zwei Stellen, weil ältere Schächte selten rechtwinklig sind, und ziehen Sie ringsum etwa 5 mm Spiel ab.

Passt keine Standardgröße, fertigen Metallbauer Roste nach Maß. Das kostet mehr, bringt aber einen sauberen Sitz ohne Kippeln. Viele Händler bieten dafür Konfiguratoren an, bei denen Sie Länge und Breite frei eingeben.

Kellerschachtabdeckung-Kellerschachtgitter
Hier sehen wir ein Kellerschachtgitter ohne Kellerschachtabdeckung... besser wäre die Verwendung einer Abdeckung aus Acrylglas.

Einbruchschutz: das lose Gitter

Ein Kellerschachtgitter, das nur aufliegt, ist für Einbrecher eine Einladung. Hochheben, in den Schacht steigen, Kellerfenster aufhebeln – das Kellerfenster ist oft der schwächste Punkt eines Hauses. Abhilfe schafft eine Abhebesicherung, die den Rost fest mit dem Schacht verbindet:

  • Ketten- oder Bandsicherung. Eine kurze Kette oder ein Stahlband mit Schrauben, von unten nicht zugänglich.
  • Gitterrostsicherung mit Spannschraube. Eine Klemmplatte greift unter den Schachtrand und wird durch den Rost festgezogen. Von oben nur mit Werkzeug lösbar.
  • Querriegel. Ein Stahlprofil, das unter dem Schachtrand verkeilt wird.

Solche Sicherungen kosten 10 bis 30 Euro je Schacht. Denken Sie daran, dass der Schacht im Brandfall auch ein Rettungsweg sein kann – eine Sicherung sollte von innen ohne Schlüssel lösbar sein. Mehr zum Thema unter Einbruchschutz am Fenster nachrüsten.

Schutz gegen Laub, Regen und Tiere

Durch einen offenen Rost fallen Laub, Zigarettenkippen, Kröten und Mäuse. Der Schacht wird zum Biotop und das Kellerfenster verschmutzt. Zwei Lösungen haben sich bewährt:

Gewebe unter oder auf dem Rost. Ein Edelstahl- oder Aluminiumgewebe hält Laub und Insekten ab, lässt aber Licht und Luft durch. Regen fällt weiter durch.

Geschlossene Abdeckung aus Glas oder Kunststoff. Eine Platte aus Acrylglas, Polycarbonat oder Einscheiben-Sicherheitsglas auf Abstandshaltern über dem Rost hält auch Regen ab. Wichtig ist ein seitlicher Luftspalt, sonst staut sich Feuchtigkeit im Schacht. Details dazu unter Lichtschachtabdeckung.

Wasser im Schacht

Jeder Lichtschacht braucht einen Ablauf, entweder in einen Sickerschacht oder an die Entwässerung. Ist der Ablauf verstopft, steht nach einem Starkregen Wasser am Kellerfenster, im schlimmsten Fall im Keller. Kontrollieren Sie den Ablauf einmal im Jahr, am besten nach dem Laubfall. Eine geschlossene Abdeckung verringert das Problem, ersetzt aber den Ablauf nicht, weil bei Starkregen auch Oberflächenwasser seitlich in den Schacht laufen kann.

Montage

  1. Alten Rost ausbauen und Auflage reinigen, lose Mörtelreste entfernen.
  2. Auflage prüfen. Ein beschädigter Rahmen lässt jedes Gitter kippeln. Bei Betonschächten mit Reparaturmörtel ausbessern.
  3. Neuen Rost einlegen und auf festen Sitz prüfen. Kippelt er, mit Unterlegplättchen aus Kunststoff ausgleichen.
  4. Abhebesicherung montieren nach Anleitung des Herstellers, meist mit zwei Befestigungspunkten.
  5. Gewebe oder Abdeckung ergänzen und prüfen, ob der Luftspalt frei bleibt.

Selbst bauen

Ein Rost aus Winkelstahl und Streckmetall lässt sich mit Schweißgerät selbst fertigen. Ohne Schweißerfahrung ist es aber keine gute Idee, weil ein Rost, der nachgibt, zur Sturzfalle wird. Eine Abdeckung aus Acrylglas auf Abstandshaltern ist dagegen auch ohne besondere Kenntnisse machbar: Platte zuschneiden lassen, Löcher bohren, mit Gummipuffern auf den Rost setzen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Kellerschachtabdeckung?

Einfache Gewebeabdeckungen und Standardroste kosten etwa 15 bis 70 Euro, Edelstahl- und Maßanfertigungen deutlich mehr. Eine Abdeckung aus Sicherheitsglas liegt meist darüber.

Wie oft muss der Schacht gereinigt werden?

Mit Abdeckung einmal im Jahr, ohne Abdeckung nach jedem Herbst.

Muss ich den Rost gegen Einbruch sichern?

Pflicht ist es nicht, aber sinnvoll, wenn ein Kellerfenster darunter liegt. Viele Hausratversicherungen fragen bei der Schadensregulierung nach dem Einbruchweg.

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