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Photovoltaik FAQ für Selbsterzeuger

In Zeiten steigender Energiepreise für fossile Energieträger, wie Erdöl, Erdgas und Kohle und angesichts staatlicher Subventionierungs- und Förderprogramme, greifen auch private Investoren zur Photovoltaik-Anlage, um ihr disponibles Kapital damit sinnvoll anzulegen.

Die Technik, die sich immer häufiger heute auch auf privaten Dachflächen findet, wird seit 1958 beherrscht und immer weiter verbessert. Sogenannte Solarmodule, wandeln dabei das auftreffende Sonnenlicht in elektrischen Strom um, sowie bei der Solaranlage für den Garten oder der Solarpumpe.

Dieser wird entweder im Haushalt selbst genutzt, für Bedarfsspitzen gespeichert oder auch, gegen entsprechend Entgeltzahlungen, in das öffentliche Stromnetz eingespeist

Strom selbst erzeugen mit Photovoltaik: eine Einführung

Strom selbst mit Photovoltaik zu erzeugen, bedeutet heute Unabhängigkeit von den Strompreisen des jeweiligen Anbieters. Außerdem stellt es jedoch noch eine sinnvolle Investition dar, die sich irgendwann amortisieren wird.

Photovoltaik, gilt heute als eine der preiswertesten Möglichkeiten und Optionen für private Interessenten, in die Stromerzeugung per erneuerbaren Energien, zu investieren. Die Erzeugungskosten von einer einzigen Kilowattstunde an elektrischer Energie durch Photovoltaik-Anlagen, sind in den letzten Jahren um sage und schreibe bis zu insgesamt 75 % gesunken.

Damit werden der Kauf und die Installation einer solchen modernen Photovoltaik-Anlage, auf dem Dach von privaten Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, für praktisch jeden Interessenten erschwinglich. Staatliche Förderprogramme tun dabei ein Übriges.

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses. | Foto: Trike27 / Depositphotos.com

Warum sollte man eine Photovoltaik-Anlage betreiben?

Jahrhundertelang, basierte die Energieversorgung der Erde auf de Nutzung und Verbrennung sogenannter fossiler Energieträger. Dies waren Holz, Kohle, Erdöl und Erdgas. Diese sind nicht nur umweltschädlich, indem sie den Treibhauseffekt und damit die globale Erwärmung der Erde befeuern. Sie gehen auch irgendwann einmal zur Neige. Vorher jedoch, werden sie wohl für die Masse der Menschen, zu einem unerschwinglichen Wirtschaftsgut werden.

Wer jedoch eine moderne Photovoltaik-Anlage auf seinem privaten Dach betreibt, der ist vollkommen autark und kann sich praktisch zum Nulltarif mit sauberer und erneuerbarer Energie versorgen. Obendrein leistet er jedoch auch einen Beitrag zur Bewahrung unserer natürlichen Umwelt.

Wann lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage?

Bereits schon ab einem Stromverbrauch von nur etwa 2.000 Kilowattstunden pro Jahr, wie er für die meisten bundesdeutschen Zwei-Personen-Haushalte typisch und relevant ist, kann sich solch eine Photovoltaik-Anlage durchaus lohnen.

Da moderne Photovoltaik-Anlagen heute durchaus eine individuelle Nutzungsdauer von ist zu insgesamt jeweils 30 Jahren erzielen und erreichen können, ist die Amortisation der Investition schon recht bald vollzogen. Je größer der Haushalt und je höher damit der jährliche Stromverbrauch sich beziffert, desto lohnenswerter ist die Investition in eine Photovoltaik-Anlage, die von hohen Stromrechnungen unabhängig werden lässt.

Eine Photovoltaik-Anlage lohnt sich unter diesem Gesichtspunkt also immer. Rechner im Internet, geben Auskunft, ab wann die Amortisation einer solchen Investition vollzogen ist und wie die entsprechenden Renditeerwartungen ausfallen können.

Welche Arten von Photovoltaik-Anlagen gibt es?

Angesichts massiver Forschungen, die gerade in den letzten Jahren und Jahrzehnten und vor dem Hintergrund es Verschwindens der fossilen Energieträger, betrieben worden sind, gibt es heute bereits unterschiedliche Arten oder Typen der Photovoltaik-Anlage zur Auswahl.

  • Die häufigste Form de aktuell anzutreffenden Photovoltaik-Anlage, ist stets die sogenannte Aufdachanlage, bei der entsprechende Solarpaneele auf der Dachschräge montiert und installiert worden sind.
  • Daneben gibt es die Indach-Anlage oder die sogenannte Gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlage, bei der die Paneele in das Dach oder in die Fassade vollständig integriert und einbezogen werden. Diese Art der Photovoltaik-Anlage, gilt als unauffälliger und als ästhetischer. Jedoch bleibt ihr Ertrag deutlich hinter demjenigen der klassischen Aufdach-Anlage zurück.
  • Eine weitere bekannte Form der modernen Photovoltaik-Anlage, stellt die sogenannte Plug-In-Anlage dar. Sie dient ausschließlich der Minimierung der privaten Stromrechnung und nicht der Einspeisung von privat erzeugtem Solarstrom in das öffentliche Stromnetz. Ihr Kernstück ist dabei ein sogenannter Mikrowechselrichter.
  • Schließlich existiert als weitere Möglichkeit der modernen Photovoltaik-Anlage, heute auch noch die Freiland-Anlage. Diese ist meist großflächig, so auf Brachland oder auf einstigen Truppenübungsplätzen, professionell installiert worden und mit entsprechend hohen Erstinvestitionen verbunden. Sie garantiert jedoch, aufgrund der großen Anzahl der jeweils nutzbaren Solarpaneele, auch einen hohen jährlichen Ertrag an Sonnenenergie.

Wie kann man eine Photovoltaik-Anlage richtig dimensionieren?

Jeder Bürger, der letztendlich in eine solche Photovoltaik-Anlage investieren möchte, muss hierbei die optimale Dimensionierung stets im Auge behalten. Ist de Anlage zu klein und dient sie gerade einmal der Minimierung der privaten Stromrechnung, so sind lange Amortisationszeiten zu erwarten und Geld verdienen, kann man mit der Anlage nicht wirklich.

Ist die Anlage zu groß dimensioniert, so wird häufig das disponible Budget gesprengt. Die erste Frage muss also stets lauten: Was will ich mit der Photovoltaik-Anlage erreichen? Will ich nur meine Stromrechnung dadurch senken oder will ich durch Einspeisungen in das öffentliche Stromnetz mit der Anlage auch noch Geld verdienen?

Die zweite wesentliche Frage, ist dann diejenige nach dem vorhandenen Kapital, welches zur Finanzierung einer solchen Anlage zur Verfügung steh oder als teures Fremdkapital extern beschafft werden muss.

Letztendlich sollte man sich, zu der hier nur grob umrissenen Problematik, intern und in der Familie, eine Meinung bilden und sich dann fach- und sachkundigen externen Rat holen. Eine einmal auf dem Dach installierte Photovoltaik-Anlage, die als zu klein und als unterdimensioniert empfunden wird, lässt sich bei entsprechendem Bedarf dann auch im Nachgang noch erweitern und vergrößern.

Wie groß ist ein PV Modul?

Die standardmäßigen Abmessungen von handelsüblichen PV Modulen oder Photovoltaik Modulen, betragen heute entweder 1.650 mm x 992 mm (mit insgesamt jeweils 60 Solarzellen) oder 1.960 mm x 992 mm (mit insgesamt jeweils 72 Solarzellen).

Daneben gibt es individuelle Sondergrößen oder auch Zwischengrößen, die zum Beispiel für den Schluss von bestehenden Lücken zwischen bereits auf dem Dach verbauten Solarmodulen, in Frage kommen könne oder auch für das Dach vom Wohnmobil, genutzt werden können.

Wie viel Strom produziert eine PV Anlage?

Eine moderne und handelsübliche PV Anlage, die auf dem Dach jeweils eine Gesamtfläche von etwa 7 Quadratmetern an Platz einnimmt, produziert im Jahr einen sogenannten Kilowattpeak, also 1.000 Watt an Strom.

Dies entspricht einem Viertel des jährlichen Stomverbrauchs einer vierköpfigen bundesdeutschen Familie.

Was ist eine Kilowattstunde (kWh)?

Die Kilowattstunde, abgekürzt als kWh, ist die Maßeinheit für die Strom- und Heizkosten in der Bundesrepublik Deutschland und die Basis sämtlicher offizieller Strom und Heizkostenzähler. Sie ist das Tausendfache (Kilo) einer Wattstunde und entspricht 1.000 Mal 3,6 Kilojoule oder 3,6 Megajoule.

Die Kilowattstunde ist in der Bundesrepublik Deutschland eine sogenannte gesetzliche Maßeinheit. Eine moderne PV Anlage mit einer Leistungscharakteristik von 1 kW, kann 1 Stunde lang das Licht der Sonne in elektrischen Strom transformieren. Sie hat damit damit Energie im Maß von 1kWh produziert und erzeugt.

Was ist kWp Leistung?

1 kWp (Kilowattpeak) steht für die standardmäßig genormte Leistungsabgabe einer modernen PV Anlage. Dieser Wert wird auch als die sogenannte Nennleistung einer PV Anlage bezeichnet. Ob er letztendlich von de Anlage überhaupt erreicht und realisiert werden kann, hängt dabei aber auch von verschiedenen Umweltvariablen ab. So zum Beispiel auch vom Wetter vor Ort.

Die Nennleistungsangabe oder Einheitsdefinition als 1 kWp, bezieht sich jedoch stets auf eine Gleichstromabgabe, da alle heute handelsüblichen modernen PV Anlagen, heute ganz ausschließlich nur Gleichstrom abgeben können und keinen Wechselstrom.

Um 1 kWp Leistung erzeugen und aus dem Sonnenlicht generieren zu können, werden heute noch annähernd 7 Quadratmeter an Dachfläche benötigt.

Techniker montiert die Solarmodule einer PV-Anlage

Techniker montiert die Solarmodule einer PV-Anlage. | Foto: elenathewise / Depositphotos.com

Was ist ein Kilowatt Peak?

1 Kilowatt Peak, kurz 1 kWp, ist die genormte Leistungsabgabe oder Nennleistung, die unter optimalen Wetterbedingungen von einer modernen PV Anlage erreicht werden kann, wie sie auf insgesamt 7 Quadratmetern an Dachfläche heute montiert werden kann.

1 Kilowatt Peak oder 1 kWp, entspricht einem Viertausendstel des Jahresbedarfes an elektrischem Strom, einer vierköpfigen deutschen Familie.

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Selbstverständlich sind die Erstinstallation und dann natürlich auch der laufende Betrieb (Wartung und Instandhaltung) einer solchen modernen PV Anlage, mit entsprechenden Kosten verbunden.

Entsprechende Rechner im Internet, ermöglichen die kostenseitige Konfiguration einer individuellen PV Anlage für praktisch Jedermann.

Für eine moderne PV Anlage der Nennleistung von insgesamt jeweils 4 kWp, muss heute mit einer durchschnittlichen Erstinvestition in Höhe von etwa 6.300 Euro, gerechnet und kalkuliert werden. Je größer die PV Anlage, desto höher werden dann auch die Kosten.

Die laufende Wartung und Reinigung einer PV Anlage, ist eine gesetzliche Verpflichtung. Hier sollte man sich individuelle Kostenvoranschläge der jeweiligen Anbieter vor Ort einholen.

Was kostet eine PV Anlage mit Speicher?

Eine PV Anlage mit Speicher, ist teurer, da das Speichermodul als kostenintensiv und als ein komplexes Stück Technik gilt. Es ermöglicht es, produzierten Strom zwischen zu speichern, bis er bedarfsseitig abgerufen werden kann.

Ein solcher Stromspeicher, kostet heute zwischen jeweils 7.000 Euro und maximal 20.000 Euro. Wer eine PV Anlage mit Speicher für ein Einfamilienhaus plant, muss mit Kosten von bis zu 16.000 Euro für die Erstinvestition rechnen. Solche Anlagen lassen sich allerdings auch schon kostengünstig mieten.

Welche ist die Lebensdauer einer Photovoltaik-Anlage?

Sogenannte amorphe Solarzellen, halten heute 20 bis maximal 25 Jahre. Kristalline Solarzellen, weisen hingegen bereits eine Nutzungsdauer von bis zu insgesamt 30 Jahren auf.

Wie kann man den erzeugten Strom verkaufen?

Hierzu kann man sich an sogenannte EEG Direktvermarkter für Solarstrom wenden, die sich zum Beispiel auch im Internet finden lassen. Sie organisieren die Abnahme und den Verkauf und alle vertraglichen Details für die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.

Bekommt man eine Abnahme- bzw. Preisgarantie?

Ja, es gibt derzeit noch eine staatliche Einspeisegarantie für PV Anlagen von bis zu insgesamt jeweils 10 kWp. Diese beträgt aktuell 11,11 Cent pro Kilowattstunde.

Muss man ein Gewerbe anmelden?

Nur in seltenen Fällen muss beim privaten Betrieb einer PV Anlage bei der Gemeinde ein Gewerbe angemeldet werden. Zum Beispiel dann, wenn der erzeugte Strom ausschließlich gegen Entgelt ins öffentliche Netz eingespeist und nicht privat verbraucht wird.

Man sollte sich am besten bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung nach der Gewerbepflicht bei einer privaten PV Anlage erkundigen.

Muss man Steuer bezahlen?

Man muss auf den Betrieb einer privaten PV Anlage, bei Einspeisung ins öffentliche Netz und entsprechender Vergütung, je nach Umsatzgröße, Umsatzsteuer und Einkommenssteuer abführen.

Die Hinzuziehung eines Steuerberaters ist hier sinnvoll und zu empfehlen.

Ist es besser den Strom zu verkaufen oder zu speichern?

Wer mit der PV Anlage Gewinne erwirtschaften möchte, der sollte den Strom verkaufen. Will man hingegen unabhängig von hohen Stromrechnungen seitens des Stromversorgers werden, sollte stattdessen in entsprechende Speichertechnik investiert werden, die es ermöglicht, den gespeicherten Strom bei Bedarf abrufen zu können.

Kann man die Photovoltaik-Anlage selbst montieren und anschließen?

Installation und Anschluss der PV Anlage, zumal an das öffentliche Netz, sind schwierig und mit Risiken verbunden. Die Prozedur sollte daher tunlichst einem Fachbetrieb überlassen werden.

Welche Wartung muss man betreiben?

Der Gesetzgeber hat die Pflicht zur Wartung von PV Anlagen verbindlich kodifiziert. Ohne Wartung, lässt sich der Ertrag der Anlage nicht auf Dauer sichern. PV Anlagen sind kaum wartungsintensiv.

Reinigung und Reparaturen sind die Inhalte der Wartung. Es sollte ein Wartungsvertrag mit einem Fachbetrieb abgeschlossen werden.

Was sind die flexiblen Solarmodule?

Flexible Solarmodule eignen sich speziell für Wohnmobile oder auch für Boote. Sie sind extrem witterungsunempfindlich und verfügen meist über eine sogenannte ETFE-Beschichtung. Flexible Solarmodule sind monokristallin.

Quelle und weitere Informationen: https://www.strom-magazin.de/photovoltaik-uebersicht


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