Solarpumpe

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Eine Solarpumpe wird von einem eigenen Solarmodul angetrieben und braucht keine Steckdose. Im Garten bewegt sie Wasser in Springbrunnen, Vogeltränken und kleinen Teichen; in größerer Ausführung fördert sie Wasser aus Brunnen fernab jedes Stromanschlusses. Wichtig ist, ihre Grenzen zu kennen – denn Sonne ist nicht immer da.
Zwei Bedeutungen
Mit Solarpumpe ist meist eine solar betriebene Wasserpumpe gemeint, um die es hier geht. In der Haustechnik heißt aber auch die Umwälzpumpe einer Solarthermieanlage so: Sie bewegt die Wärmeträgerflüssigkeit zwischen Kollektor und Speicher. Wer im Handel sucht, sollte deshalb genau hinsehen, was angeboten wird.
Der Aufbau
Eine Solarpumpe besteht aus drei Teilen: dem Solarmodul, der Pumpe und bei vielen Modellen einem Akku mit Laderegler. Kleine Sets für den Gartenbrunnen haben ein Modul von wenigen Watt und eine Pumpe mit einigen hundert Litern pro Stunde. Größere Systeme arbeiten mit 12 oder 24 V Gleichspannung und Modulen zwischen 20 und über 100 Watt.
Die Kleinspannung macht den Betrieb am Wasser sicher, weil keine 230 V am Teich anliegen. Das ist einer der größten Vorteile gegenüber einer Netzpumpe.
Direktbetrieb oder Akku
Ohne Akku läuft die Pumpe nur, wenn die Sonne scheint. Zieht eine Wolke vorbei, sinkt der Wasserstrahl oder die Pumpe steht. Für einen Springbrunnen, der tagsüber sprudeln soll, reicht das oft. Für eine Teichbelüftung, die gerade nachts Sauerstoff liefern soll, nicht.
Mit Akku puffert die Pumpe Schwankungen aus und läuft auch abends einige Stunden weiter. Der Akku braucht allerdings Platz, ist das Teil, das zuerst altert, und macht das Set teurer.

Wofür sie taugt
| Einsatz | Solarpumpe geeignet? |
| Vogeltränke, Zierbrunnen | ja, das klassische Einsatzgebiet |
| Bachlauf, kleiner Wasserfall | ja, mit ausreichend großem Modul |
| Teichfilter | nur bei kleinen Teichen und mit Akku |
| Brunnen oder Zisterne fernab vom Netz | ja, mit passender Tiefbrunnen-Solarpumpe |
| Pool-Filteranlage | in aller Regel nein |
Im Teich
Für einen Teich zählt vor allem eine gleichmäßige Umwälzung. Eine kleine Solarpumpe kann einen Wasserspeier oder eine Fontäne betreiben, als Filterpumpe für einen Fischteich reicht sie selten. Fische brauchen die Sauerstoffzufuhr gerade in warmen Nächten, und da liefert das Modul nichts. Für Fischteiche ist eine Netzpumpe mit Filter die sichere Lösung, siehe Teichfilter und Teichbelüfter.
Im Pool
Eine Sandfilteranlage für einen Aufstellpool braucht je nach Größe einige hundert Watt und läuft täglich mehrere Stunden. Das leistet ein kleines Solarmodul nicht. Solar sinnvoll ist beim Pool eher die Wärme: Eine solare Poolheizung nutzt die vorhandene Filterpumpe und erwärmt das Wasser über Absorbermatten.
Brunnen fernab vom Stromnetz
In Gärten ohne Stromanschluss, auf Weiden oder in Kleingärten fördern größere Solarpumpen Wasser aus Brunnen oder Zisternen in einen Hochbehälter. Von dort läuft es mit Schwerkraft zu den Gießstellen. Hersteller von Pumpentechnik wie Grundfos und Wilo haben dafür eigene Solarsysteme im Programm. Der Hochbehälter ist dabei der Speicher – er ersetzt den Akku, weil Wasser sich billiger speichern lässt als Strom.
Das Modul richtig aufstellen
- Nach Süden ausrichten, mit einer Neigung von etwa 30 bis 40 Grad.
- Schatten meiden. Schon ein Ast auf dem Modul kann die Leistung stark senken.
- Kabellänge nutzen. Mit einem Verlängerungskabel steht das Modul in der Sonne, die Pumpe im Schatten am Teich.
- Modul sauber halten. Blütenstaub, Laub und Vogelkot mindern die Leistung spürbar.
Die passende Größe finden
Maßgeblich sind zwei Werte: wie hoch das Wasser steigen soll und wie viel davon. Für einen Zierbrunnen mit 50 cm Fontäne genügt ein kleines Set, für einen Bachlauf mit zwei Metern Höhenunterschied braucht es eine deutlich stärkere Pumpe und ein größeres Modul. Planen Sie mit Reserve, denn die Herstellerangaben gelten bei voller Sonne und sauberem Modul. An einem hellen, aber diesigen Tag liefert das Modul oft nur die Hälfte. Schläuche sollten kurz und möglichst dick sein, jeder Meter und jeder Knick kostet Förderhöhe.
Pflege und Winter
Pumpen mit Kunststoffgehäuse sind nicht frostfest. Nehmen Sie die Pumpe vor dem ersten Frost aus dem Wasser, reinigen Sie den Vorfilter und lagern Sie sie frostfrei. Den Akku im Winter geladen und kühl, aber frostfrei aufbewahren. Das Laufrad lässt sich meist herausnehmen und von Algen und Kalk befreien; das verlängert die Lebensdauer deutlich.
Häufige Fragen
Wie hoch kann eine Solarpumpe fördern?
Kleine Gartensets schaffen oft nur einen halben bis einen Meter Förderhöhe. Größere Brunnenpumpen mit entsprechendem Modul fördern deutlich höher. Maßgeblich ist die Förderkurve des Herstellers.
Warum läuft meine Solarpumpe nur stoßweise?
Meist ist das Modul zu klein, verschmutzt oder zeitweise im Schatten. Manche Pumpen starten erst ab einer Mindestleistung.
Was kostet eine Solarpumpe?
Kleine Sets für Vogeltränken gibt es ab etwa 20 Euro, Sets mit Akku und größerem Modul für 80 bis 250 Euro. Solare Brunnenpumpen für die Wasserversorgung liegen deutlich darüber.

