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Heizen mit Infrarot – Vergleich mit Gas und Öl

Eine neue Heizung muss her? Was soll es diesmal sein? Eine Ölheizung? Eine Gasheizung? (Siehe auch unseren Öl- und Gasheizungs Vergleich) Gibt es da nicht etwas mit erneuerbaren Energien? Wie wäre es mit einer Infrarotheizung? Die lassen sich flexibel nutzen und können Ihre Heizkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Zudem verbreiten sie eine gemütliche Wärme in Ihren vier Wänden. Was die Vor- und Nachteile einer Infrarotheizung ist, wie sie funktioniert und wo man sie am Besten einsetzen kann, haben wir für Sie zusammengetragen.

Wie funktionieren Infrarotheizungen?

Vor allem im Winter ist eine effektive Heizung wichtig. Doch bei einem plötzlichen Einbruch der Temperaturen dauert es meist viel zu lange, bis die Öl- oder Gasheizung auf Touren kommt und wirklich Wärme verbreitet. Der ideale Moment, um sich eine Erkältung einzufangen.

Mit Infrarotheizungen geht das Aufwärmen eines Raumes ziemlich schnell von Statten. Und das liegt an ihrer Technologie. Infrarotheizungen werden auch Strahlungs- oder Wärmewellenheizungen genannt, da sie über elektromagnetische Wellen funktionieren. Diese Wellen sind für Menschen sowohl unsichtbar als auch ungefährlich, so dass Gesundheitsbedenken wegen Elektrosmog unbegründet sind.

Infrarotheizungen heizen nicht – wie herkömmliche Heizungen – die Luft auf, sondern feste Körper und Objekte wie zum Beispiel Möbel, die erst die Wärme annehmen und sie dann an die Luft abgeben. Dadurch wird die Raumluft erwärmt – und das gleichmäßig und angenehm.

Die meisten Infrarotheizungen können Sie über ein Funk- bzw. WLAN-Thermostat steuern, was besonders dann praktisch ist, wenn Sie Ihre Infrarotheizung an der Decke montiert haben. Außerdem verfügen Infrarotheizungen über einen Überhitzungsschutz und schalten sich bei zu hohen Temperaturen automatisch ab.

Infrarotheizung

Hier im Wellness-Bereich kann man gut sehen, was eine Infrarotheizung alles leisten kann! | Foto: Kzenon / Depositphotos.com

Vorteile von Infrarotheizungen

Infrarotheizungen bieten Ihnen einige Vorteile.

  • Zu den Vorteilen zählen nicht nur die lange Lebensdauer der Systeme – es dauert also länger, bis Sie sich um die Modernisierung Ihrer Heizung kümmern sollten – und die geringe Brandgefahr, sondern auch der kaum vorhandene Aufwand.
  • Die Installation ist verhältnismäßig simpel, es gibt wenige gesetzliche Auflagen für den Einbau einer Infrarotheizung und die Anschaffungskosten vergleichsweise niedrig.
  • Sie können sich zwischen verschiedenen Größen entscheiden – die Größe bestimmt, wie viel Leistung in dem Heizkörper schlummert.
  • Die durch Infrarotheizungen hervorgebrachte Wärme ist zudem freundlicher zu den Schleimhäuten als die typische Heizungsluft.
  • Durch verschiedene Designmöglichkeiten nehmen sie wenig Platz ein, können frei stehen, an der Wand oder sogar an der Decke montiert werden. Eine Montage an der Decke hat den Vorteil, dass dadurch neben der Luft auch der Fußboden angewärmt wird, was vor allem für Ihr Badezimmer eine gute Idee ist.
  • Infrarotheizungen können kurzfristig angestellt werden und verbreiten schon nach kurzer Zeit eine angenehme Wärme. Das bietet sich vor allem für wenig genutzte Räume an wie Partykeller, Gästezimmer, Ferienwohnungen, Konferenzräume, Wintergarten und Gartenhäuschen.
  • Je nach Design können Infrarotheizungen übrigens richtige Schmuckstücke sein und dem Raum zusätzlich Flair verleihen.

Infrarotheizungen können übrigens mit „grünem Strom” betrieben werden und sind dadurch sogar nachhaltig. Passend zu Ihrer Infrarotheizung können Sie überprüfen, ob der aktuelle Tarif wirklich der beste ist, den Sie zurzeit bekommen können. Um einen Überblick über aktuelle Angebot zu erhalten, nutzen Sie optimalerweise ein Vergleichsportal. Sie geben dort Ihre Postleitzahl und die Anzahl an Personen in Ihrem Haushalt ein. Anhand eines geschätzten Verbrauchs können Sie dann direkt die Tarife vergleichen – und gegebenenfalls zu Ökostrom oder einem regionalen Anbieter wechseln.

Nachteile von Infrarotheizungen

Natürlich gibt es auch ein paar Nachteile.

  • Infrarotheizungen zählen zu den Elektroheizungen und werden mit Strom betrieben. Der ist allerdings meist teurer als die herkömmlichen Heizstoffe wie Pellets, Gas oder Öl.
  • Außerdem lohnt sich der Einbau einer Infrarotheizung nur bei gut gedämmten Wänden, die die Wärme wirklich halten können. Sollten Sie langfristig daran interessiert sein, Ihren Wohnraum mit Infrarotheizungen zu wärmen, sollten Sie sich zuvor darüber informieren, welche Energieeffizienzklasse Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung hat. Eine Infrarotheizung in einem Altbau zu betreiben, ist meist eher teuer als effizient.
  • Ein weiterer Nachteil: für den Einbau von Infrarotheizungen und ihren Betrieb gibt es bisher keine staatlichen Fördermaßnahmen. Jegliche Kosten und Verluste fallen auf Ihre Geldbörse zurück.

Einsatz von Infrarotheizungen

Wie bereits erwähnt, eignen sich Infrarotheizungen für die schnelle Erwärmung unregelmäßig genutzter Räume, aber auch für den stetigen Gebrauch. So können Infrarotheizungen nicht nur in Wohn- und Badezimmer, sondern auch in Wohnwagen und Wohnmobilen zum Einsatz kommen. Über Zeitschaltuhren programmiert können sie bei Kälte vor Frostschäden schützen.

Auch Werkstätten können von der Technologie der Infrarotheizungen profitieren, sie kurz vor Beginn der Arbeitszeit anschalten und über Nacht wieder ausmachen. Für kurze Einsätze auf der Terrasse ist eine Infrarotheizung ebenfalls geeignet – dennoch sollte man sich bewusst machen, dass die Wärme dort nicht lange gehalten wird.

Eine Infrarotheizung im Kinderzimmer lässt sich fernab von Kinderhänden installieren und wird Ihre Kleinen stets warmhalten.

Umstellen auf Infrarotheizungen

Das Umstellen auf Infrarotheizungen ist gar nicht so schwer. Allerdings sollten Sie sich vor der Anschaffung ein paar Dinge überlegen:

  • Wie leistungsstark soll die Infrarotheizung sein?
  • Wie soll sie wo montiert werden?
  • Welches Zubehör brauche ich? Zubehör kann ein Handtuchhalter sein, ein Funkthermostat, ein Stecker-Thermostat oder eine Zeitschaltuhr.
  • Mit welchem Stromtarif fahre ich am Besten?
  • wie gut ist mein Haus isoliert?

Außerdem können Sie sich fragen, wie die Infrarotheizung im Bestfall aussehen soll. Soll sie mit einer natürlichen Natursteinoptik kommen, aus Glas oder verspiegelt, mit einem Foto von einem ruhigen See, einem grünen Wald, einem Gänseblümchen, prächtigen Palmen oder Bambus versehen?

Alternativ finden Sie auch Infrarotheizungen in neutralem Weiß oder einfarbig. Je nach Motiv sieht Ihre Heizung dann überhaupt nicht nach Heizung aus, sondern vielmehr nach einem schönen Bild, das sich über dem Sofa oder in der Nähe der Essecke ganz besonders gut macht. Für das Kinderzimmer gibt es außerdem Bauernhofmotive, Abbildungen von Planeten oder Unterwasserwelten.

Infrarotheizung auch als Fußbodenheizung empfehlenswert

Infrarotheizung: auch als Fußbodenheizung empfehlenswert! | Foto: ronstik / Depositphotos.com

Infrarotheizung oder Öl-bzw. Gasheizung?

Für beide Heizungen gibt es ein Für und ein Wider. Infrarotheizungen sind umweltfreundlicher, wenn sie mit grünem Strom betrieben werden, Öl-bzw. Gasheizungen sind deutlich teurer in der Anschaffung, aber in der Regel günstiger in Betrieb.

Am Ende sollten Sie die laufenden Kosten kalkulieren und überlegen, wie viel Sie überhaupt heizen werden. Dadurch sollte sich eine Tendenz zur Infrarotheizung, zur Öl- oder zur Gasheizung ergeben. Sollten Sie sich unsicher sein, scheuen Sie sich nicht, Beratung in Anspruch zu nehmen.


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