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Heimwerker-Berater

Pool mit Sandfilteranlage

Gartenvon Andreas4 Min. · 9 Abschnitte
Pool mit Sandfilteranlage
Inhalt9 Abschnitte
  1. Welche Pooltypen es im Set gibt
  2. Sand statt Kartusche
  3. Passt die Anlage zum Becken?
  4. Aufstellen und anschließen
  5. Wasserpflege: Filter allein reicht nicht
  6. Sauberkeit im Alltag
  7. Laufende Kosten
  8. Erwärmen
  9. Häufige Fragen

Viele Aufstellpools werden als Set mit Sandfilteranlage verkauft: Becken, Pumpe, Filterkessel und Schläuche in einem Karton. Das ist praktisch, weil die Teile zueinander passen. Ob die mitgelieferte Anlage aber zum Becken passt, lohnt einen zweiten Blick – oft ist sie knapp bemessen, und dann wird das Wasser trotz langer Laufzeit nicht klar.

Welche Pooltypen es im Set gibt

PooltypAufbautypische Größe
Quick-up-Poolaufblasbarer Ring, füllt sich selbst auf2,4–4,6 m Durchmesser
Frame-PoolStahlrohrgestell mit Folienbecken3–5,5 m rund oder rechteckig
StahlwandpoolStahlblechwand mit Innenfolie, auch teilversenkt3,5–6 m rund, oval, eckig

Quick-up- und Frame-Pools werden im Frühjahr aufgestellt und im Herbst abgebaut. Stahlwandpools bleiben meist dauerhaft stehen und werden oft teilweise oder ganz eingegraben; Einzelheiten stehen unter Einen Stahlwandpool aufbauen.

Sand statt Kartusche

Einfache Sets enthalten eine Kartuschenfilterpumpe: Eine Papierkartusche im Gehäuse hält den Schmutz zurück. Sie ist günstig, aber die Kartusche setzt sich schnell zu und muss oft ausgespült und regelmäßig ersetzt werden.

Eine Sandfilteranlage filtert feiner, braucht kaum Verbrauchsmaterial und wird einfach rückgespült. Der Sand hält zwei bis drei Jahre. Ab einer Beckengröße von etwa 10 m³ ist sie die bessere Wahl, und für die meisten Pools über 3,6 m Durchmesser lohnt der Aufpreis. Grundlagen stehen unter Sandfilteranlage für den Pool.

Passt die Anlage zum Becken?

Faustregel: Der gesamte Inhalt sollte zweimal am Tag umgewälzt werden. Die Rechnung ist einfach:

  1. Beckeninhalt bestimmen. Rundpool: Radius × Radius × 3,14 × Wasserhöhe. Ein Frame-Pool mit 4,57 m Durchmesser und 1,1 m Wasserstand fasst etwa 18 m³.
  2. Tagesbedarf: zweimal umwälzen, also 36 m³.
  3. Tatsächliche Leistung der Pumpe: etwa zwei Drittel der Herstellerangabe, weil Sand und Schläuche bremsen.
  4. Laufzeit: 36 m³ geteilt durch die tatsächliche Leistung. Bei einer Anlage mit 6 m³/h Nennleistung sind das rund 4 m³/h und damit 9 Stunden täglich.

Liegt die nötige Laufzeit über 12 Stunden, ist die Anlage zu klein. Dann lieber eine Nummer größer kaufen, auch wenn das Set eine kleinere mitliefert.

Aufstellen und anschließen

Der Pool braucht einen ebenen, festen Untergrund. Schon wenige Zentimeter Gefälle drücken bei tausenden Litern Wasser einseitig gegen die Wand und können einen Frame-Pool umkippen lassen. Unter das Becken gehört eine Schutzschicht; welche sich eignet, steht bei Poolunterlage.

Die Filteranlage steht neben dem Becken auf einer festen Platte, möglichst unter dem Wasserspiegel und mindestens 2 m vom Pool entfernt, mit Anschluss an eine Steckdose mit FI-Schutzschalter. Wie die Schläuche richtig verlaufen, beschreibt Sandfilteranlage und Sandfilterpumpe anschließen.

Wasserpflege: Filter allein reicht nicht

Die Filteranlage holt Schmutz und Schwebstoffe heraus, aber keine Keime. Dafür braucht es Desinfektion, in Aufstellpools meist Chlor. Der pH-Wert sollte zwischen 7,0 und 7,4 liegen; nur dann wirkt das Chlor zuverlässig und reizt Haut und Augen wenig. Welche Chlorwerte sinnvoll sind, erklärt Chlorwert im Pool. Gemessen wird mindestens zweimal in der Woche, bei Hitze und viel Badebetrieb öfter.

Wird das Wasser trotzdem grün oder trüb, ist meist die Desinfektion zu schwach oder der pH-Wert verrutscht. Die Lösung Schritt für Schritt steht unter Das Poolwasser ist grün.

Sauberkeit im Alltag

  • Abdecken, wenn der Pool nicht genutzt wird. Das hält Laub, Insekten und Wärme drin; siehe Pool richtig abdecken.
  • Oberfläche abkeschern, bevor Blätter absinken.
  • Boden absaugen einmal pro Woche.
  • Füße abspülen vor dem Einstieg; Gras und Sand landen sonst im Filter.
  • Rückspülen, sobald der Druck am Manometer deutlich über dem Ausgangswert liegt.

Laufende Kosten

Wasser: Das Füllen eines 18-m³-Beckens kostet je nach Gemeinde einige Dutzend bis über hundert Euro, weil meist Abwassergebühren dazukommen. Manche Versorger rechnen Poolwasser über einen Gartenwasserzähler ohne Abwasser ab; das vorher erfragen.

Strom: Eine Pumpe mit 250 bis 400 W, die 10 Stunden am Tag läuft, braucht 2,5 bis 4 kWh täglich. Über eine Saison von 100 Tagen sind das 250 bis 400 kWh. Eine Zeitschaltuhr, die die Pumpe in günstigen Stunden laufen lässt, hilft beim Sparen.

Pflegemittel: Chlor, pH-Regulierung und Teststreifen kosten über die Saison meist 50 bis 150 Euro.

Erwärmen

Ohne Heizung erreicht ein Aufstellpool in Mitteleuropa im Sommer oft 22 bis 26 °C. Eine Abdeckung bringt einige Grad mehr, eine Solare Poolheizung weitere. Die Filterpumpe kann den Solarabsorber gleich mitversorgen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Pool mit Sandfilteranlage?

Kleine Sets beginnen bei etwa 150 bis 250 Euro. Frame-Pools für Familien mit 4 bis 5 m Durchmesser und Sandfilter liegen meist bei 300 bis 800 Euro, Stahlwandpools im Set darüber.

Kann ich die Sandfilteranlage nachrüsten?

Ja. Die Schlauchanschlüsse der meisten Aufstellpools haben 32 oder 38 mm; mit passenden Adaptern lässt sich fast jede Anlage anschließen. Beispiele beschreiben Intex und Bestway.

Wie lange muss die Pumpe laufen?

So lange, bis der Beckeninhalt zweimal am Tag durch den Filter gelaufen ist. Die Rechnung oben zeigt, wie man das bestimmt.

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