Einen Sandkasten selber bauen

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Ein Sandkasten ist eines der einfachsten Bauprojekte im Garten: vier Bretterwände, ein durchlässiger Boden, gewaschener Spielsand und ein Deckel. Mit einem Wochenende und 150 bis 300 Euro für Holz und Sand ist er fertig. Die zwei Punkte, die über Freude oder Ärger entscheiden, sind der Unterbau und die Abdeckung – sonst steht der Sand im Wasser oder dient der Nachbarkatze als Toilette.

Bausatz oder ganz selbst gebaut
Bausätze aus Holz gibt es ab etwa 60 Euro. Die Bretter sind zugeschnitten und gebohrt, Sie schrauben nur zusammen. Das ist schnell erledigt, aber die Bretter sind oft nur 18 bis 22 mm stark und die Maße klein. Eine Gartenmuschel aus Kunststoff ist die schnellste Lösung für Balkon und Terrasse, fasst aber nur wenig Sand.
Selbst gebaut bestimmen Sie Größe, Holzstärke und Extras – und bekommen für dasselbe Geld einen deutlich stabileren Kasten. Die Arbeit ist überschaubar: sägen, schrauben, schleifen.
Die richtige Größe
Als Untergrenze gelten etwa 1,5 × 1,5 m, besser sind 2 × 2 m, wenn zwei Kinder gleichzeitig spielen sollen. Kleiner wird es schnell eng, und der Sand landet im Rasen. Die Wandhöhe liegt bei 30 bis 40 cm über dem Boden, dazu kommt ein Teil, der in die Erde eingelassen wird.
Die Sandschicht sollte mindestens 30 cm tief sein, damit die Kinder richtig graben können, ohne gleich auf den Boden zu stoßen.
Wie viel Sand Sie brauchen
| Innenmaß | Sandtiefe 30 cm | Gewicht etwa |
| 1,5 × 1,5 m | 0,68 m³ | 1 t |
| 2 × 2 m | 1,2 m³ | 1,8 t |
| 2,5 × 2,5 m | 1,9 m³ | 2,8 t |
Trockener Sand wiegt rund 1,5 t je Kubikmeter. Ab etwa einem Kubikmeter ist Lose-Ware vom Baustoffhandel deutlich günstiger als Sackware aus dem Baumarkt – planen Sie dann aber ein, wie die Tonne Sand vom Straßenrand in den Garten kommt.
Nehmen Sie gewaschenen Spielsand, keinen Bausand. Spielsand ist gesiebt, frei von Lehm und Steinen und klebt feucht gut zusammen, ohne die Kleidung zu verfärben. Bausand enthält oft Lehm- und Kalkanteile, Quarzsand für den Pool ist zu grob und rieselt nur.
Das passende Holz
Gut geeignet sind Lärche und Douglasie. Beide sind harzreich und von Natur aus recht witterungsfest, auch unbehandelt. Kesseldruckimprägnierte Kiefer hält länger im Erdkontakt; wer sie verwendet, sollte die Innenseite mit Noppenfolie abdecken, damit der Sand nicht ständig am Holz scheuert. Wie man solches Holz behandelt, steht unter kesseldruckimprägniertes Holz streichen.
Die Bretter sollten mindestens 28 mm stark sein, besser 40 mm. Dünnere Bretter beulen unter dem Sanddruck aus. Anstriche nur mit Mitteln, die ausdrücklich für Kinderspielzeug geeignet sind, und nur außen oder auf der Sitzfläche.
Der Unterbau
- Fläche abstecken und ausheben, etwa 10 bis 15 cm tief. Grasnarbe und Wurzeln entfernen.
- Eine Schicht Kies oder Schotter einbringen, 5 bis 10 cm, und verdichten. Sie sorgt dafür, dass Regenwasser abläuft.
- Wasserdurchlässiges Unkrautvlies darüberlegen. Es trennt Sand und Erde und hält Wühlmäuse und Wurzeln ab.
- Keine Folie. Eine geschlossene Folie verwandelt den Sandkasten nach dem ersten Regen in eine Wanne, der Sand fault und riecht.
Und so wird gebaut
- Bretter zuschneiden und die Kanten brechen, damit sich niemand Splitter holt.
- Eckpfosten setzen, etwa 7 × 7 cm, die 20 cm in den Boden reichen.
- Wandbretter von innen an die Pfosten schrauben, mit Edelstahl- oder verzinkten Holzschrauben.
- Ausrichten mit der Wasserwaage und den Unterbau einbringen.
- Sitzbretter aufsetzen, ringsum oder an zwei Ecken als Dreieck. Sie steifen den Rahmen aus und dienen als Kuchentheke.
- Alles glatt schleifen, Schraubenköpfe versenken.
- Sand einfüllen und leicht anfeuchten.
Der Deckel – nicht optional
Katzen nutzen offenen Sand als Toilette, und ihr Kot kann Spulwurmeier und Toxoplasmose-Erreger enthalten. Ein Sandkasten ohne Abdeckung ist deshalb keine gute Idee. Am praktischsten ist ein zweiteiliger Holzdeckel, der sich zu zwei Sitzbänken mit Lehne aufklappen lässt. Einfacher geht es mit einer straff gespannten Plane oder einem engmaschigen Netz, das mit Gummispannern gehalten wird. Eine Plane sollte leicht gewölbt sein, sonst steht das Regenwasser darauf.
Der richtige Standort
Halbschatten ist ideal: In praller Sonne wird der Sand mittags zu heiß, unter dichten Bäumen bleibt er dauerhaft feucht und bekommt Laub und Harz ab. Der Kasten sollte vom Haus oder der Terrasse aus einsehbar sein. Ein Sonnensegel oder ein Schirm über dem Kasten hilft im Hochsommer.
Pflege
Nach jedem Spielen abdecken, Spielzeug herausnehmen. Einmal im Jahr den Sand grob durchharken und nachfüllen, was im Rasen gelandet ist. Nach zwei bis drei Jahren ist ein kompletter Sandwechsel sinnvoll, früher, wenn der Sand riecht, verklumpt oder grün wird.
Häufige Fragen
Welches Werkzeug brauche ich?
Eine Handkreissäge oder Stichsäge, einen Akkuschrauber, Schleifpapier oder einen Schleifer, einen Spaten, eine Wasserwaage und ein Maßband. Für die Kiesschicht hilft eine Handstampfe.
Was kann man anbauen?
Beliebt sind eine Sitzbank mit Stauraum für Spielzeug, ein Sonnendach auf vier Pfosten, eine Matschküche mit Wasserschale oder ein Übergang zum Spielhaus. Alles, was höher als ein Tisch ist, braucht einen sicheren Stand.
Ab welchem Alter ist ein Sandkasten sinnvoll?
Ab dem Zeitpunkt, an dem Kinder sicher sitzen, meist gegen Ende des ersten Lebensjahres. Ab dann gilt: Aufsicht, und Sand gehört nicht in den Mund.
Was mache ich mit dem Sandkasten, wenn die Kinder groß sind?
Sand entfernen, Vlies herausnehmen, und der Rahmen wird zum Hochbeet oder Kräuterbeet. Dafür lohnt sich stabiles Holz von Anfang an.



