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Schlafsysteme zum Selberbauen – Inspirationen für ambitionierte Heimwerker

Für eine wohltuende Nachtruhe braucht es ein durchdachtes Schlafsystem mit einer bedarfsgerechten Matratze. Diejenigen, die kein Vermögen für das Bettgestell ausgeben und dennoch von einem attraktiven Möbelstück profitieren möchten, finden nachfolgend individuelle Anregungen für den Eigenbau aus Holz. Zudem praktische Tipps für einen gesunden Schlaf.

Schlafzimmer mit selbstgebautem Bett | Foto: Max Vakhtbovych / pexels.com

Informatives zu Matratze und Lattenrost

Damit der Bau des eigenen Bettes nicht zulasten der Gesundheit geht, sollte der Auswahl von Matratze und Lattenrost die volle Aufmerksamkeit gewidmet werden. Schließlich nehmen beide Elemente Einfluss auf die Schlafqualität. Bei der Matratze spielen Faktoren wie Punktelastizität und Formstabilität eine große Rolle. Sie muss zu Körpergewicht, Körpergröße und Schlafgewohnheiten passen. Die Wirbelsäule sollte durch punktuelles Einsinken des Körpers stets optimal gelagert und die Bandscheiben entlastet werden. Aber auch das Schlafklima ist nicht zu vernachlässigen. Während beispielsweise Kaltschaummatratze ideal für Menschen sind, die schnell frieren, eignen sich Matratzen mit Federkern gut für alle, die nachts verstärkt Schwitzen.

Der Lattenrost übernimmt ebenfalls zentrale Aufgaben für einen angenehmen Schlaf: Zum einen sorgt er für die nötige Belüftung der Matratze. Durch die Zwischenräume zwischen den Latten kann Feuchtigkeit nach unten entweichen, was Schimmel vorbeugt. Zum anderen stellt ein stabiler Lattenrost sicher, dass die Vorteile der Matratze dem Körper auch tatsächlich zugutekommen. Ein minderwertiger Unterbau kann hingegen dafür verantwortlich sein, dass die vorteilhaften Eigenschaften der Matratze zunichtegemacht werden. Worin sich die verschiedenen Lattenroste unterscheiden und welche Modelle empfehlenswert sind, lässt sich unter Lattenrost.org nachlesen. Das Beratungsportal klärt unter anderem über Rollroste, Tellerlattenroste, 7-Zonen-Produkte und elektrisch verstellbare Bauweisen auf.

Geschlossene Holzplatten oder Ähnliches eignen sich nicht als Unterbau für Matratzen. Matratzen müssen belüftet sein, um der Schimmelpilzbildung vorzubeugen und ein gesundheitlich unbedenkliches Schlafklima zu gewährleisten. Deshalb ist beim Bau von Betten auch davon abzuraten, die Matratzen direkt auf dem Boden zu platzieren. Stattdessen muss die Luft unter dem Bett zirkulieren können.

Paletten-Bett: Ideal, wenn es schnell gehen muss

Bett aus Paletten gebaut | Foto: Daria Shevtsova / pexels.com

Paletten eignen sich aufgrund ihrer hohen Stabilität und Langlebigkeit hervorragend für ein DIY-Bett. Allerdings sollte bei der Auswahl der Paletten kritisch auf deren Herkunft geachtet werden. Je nach dem, für welche Waren die Paletten zuvor verwendet wurden, können Schadstoffe enthalten sein. Gut zu wissen:

  • Früher wurden Europaletten teilweise mit Methylbromid (MB) behandelt. Eine Substanz, die das zentrale Nervensystem schädigt und hochtoxisch wirkt.
  • Seit 2016 ist MB in diesem Zusammenhang verboten.
  • Heute werden sie hingegen nur noch mit Hitze behandelt: Ist die Palette mit dem Kürzel HT gekennzeichnet, steht das für Heat Treatment, womit die „Wärmebehandlung“ gemeint ist.

Die simpelste Art ein Bett aus Paletten zu bauen, gelingt mit insgesamt acht Stück: Hierfür jeweils zwei Paletten übereinanderstapeln und diese Stapel wiederum nebeneinander aufstellen, so dass ein Rechteck mit den Maßen 240 x 160 Zentimeter entsteht. Darauf haben dann beispielsweise zwei Matratze à 80 Zentimeter Breite nebeneinander Platz – aber auch eine 1,4 Meter große Matratze lässt sich auf einem derartigen Palettenbett platzieren. Damit nichts verrutscht, ist es empfehlenswert, die Paletten durch Schrauben miteinander zu verbinden. Sollen die Matratzen nicht aufliegen, sondern in die Paletten-Konstruktion eingelassen werden, lässt sich mit einer Stichsäge eine Aussparung in die oberste Paletten-Reihe sägen.

Zum Verständnis: Europaletten sind genormt und von den Abmessungen 120 x 80 Zentimeter geprägt. Aus welchem Holz sie hergestellt werden, wird unter schrammpalette.de erklärt – der Internetseite eines hessischen Herstellers, der sich auf Paletten und Holzverpackungen spezialisiert hat.

Bett aus Vollholz

Für den Bau von Betten lassen sich sowohl weiche Holzsorten wie Fichte als auch Harthölzer wie Eiche verwenden. Hartholz hat jedoch den Vorteil, dass es weniger schnell Dellen und Kratzer aufweist. Weichholz lässt sich aber einfacher verarbeiten. Vollholz ist generell ideal, weil diese Hölzer am Stück aus einem Baumstamm gesägt werden und somit nicht geleimt sind. Das senkt das Risiko von enthaltenen Wohngiften auf ein Minimum.

Stehen die Maße für das gewünschte Bett fest, werden die Holzbretter oder Balken passgenau gesägt. Vieles wird direkt in Baumärkten oder vom Schreinerbetrieb vorbereitet, damit es Zuhause schneller geht. Nachfolgend eine Bauanleitung für ein massives Bettgerüst aus Holzplatten und Konstruktionsvollholz:

Bett aus Holzbalken für Fortgeschrittene Heimwerker

Wer vor schweren Holzbalken nicht zurückschreckt und die rustikale Optik mag, findet auch dahingehend tolle Anleitungen im Internet. Betten aus massiven Holzbalken sind deutlich schwerer als alternative Möbelstücke aus dünnen Holzplatten, bieten aber ein Höchstmaß an Strapazierfähigkeit, Standfestigkeit und Langlebigkeit. Ein 220 Kilogramm schweres und überaus ästhetisches Massivholzbett lässt sich mit der nächsten Videoanleitung selber bauen:

Tipp: Wie sich die lästige Besucherritze im Bett vermeiden lässt, haben wir in unserem separaten Beitrag erläutert.


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