Spülmaschine stinkt - was tun?

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Eine stinkende Spülmaschine ist fast nie defekt, sondern schmutzig oder falsch angeschlossen. Der Geruch kommt von Essensresten, Fett und Bakterien, die sich an Stellen sammeln, die kein Programm erreicht. Die Reihenfolge der Suche ist entscheidend: erst Sieb, dann Dichtungen, dann Programmwahl, zuletzt der Ablauf.
Woher der Geruch kommt
Muffig, faulig, nach Kanal: Die Geruchsart verrät oft die Ursache.
| Geruch | Wahrscheinliche Ursache |
| muffig, modrig | Feuchtigkeit bei geschlossener Tür, Biofilm in Dichtungen |
| faulig, nach Essen | volles Sieb, Reste in Sprüharmen oder Türfalz |
| nach Abwasser, Kanal | Ablaufschlauch ohne Bogen, verstopfter Siphon |
| verbrannt, nach Plastik | Kunststoffteil auf dem Heizelement – sofort abschalten |
Das Sieb: Ursache Nummer eins
Am Boden der Maschine sitzt ein Siebsystem, meist aus einem groben Zylinder und einem feinen Flächensieb. Es hält Essensreste von der Pumpe fern und ist bei den meisten Stinkmaschinen die Quelle.
- Unteren Korb herausziehen.
- Sieb herausdrehen, meist eine Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn.
- Unter fließend warmem Wasser ausspülen, Fett mit einer alten Zahnbürste und etwas Spülmittel lösen.
- Den Sumpf darunter prüfen – dort liegen oft Glasscherben, Etiketten oder Kerne.
- Wieder einsetzen und auf festen Sitz achten.
Machen Sie das alle ein bis zwei Wochen, bei vielen Töpfen mit Soßenresten öfter.
Dichtungen und Türfalz
Die Gummidichtung an der Tür und der untere Falz, wo die Tür auf den Rahmen trifft, bekommen vom Spülwasser wenig ab. Dort sammelt sich eine schmierige Schicht. Wischen Sie Dichtung und Falz mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel aus, auch unter der Dichtlippe. Schwarze Punkte sind Schimmel und gehören sofort weg.
Sprüharme
Die Düsen der Sprüharme können sich mit Speiseresten und Kalk zusetzen. Die Arme lassen sich in den meisten Geräten abziehen oder abschrauben. Spülen Sie sie aus und stechen Sie verstopfte Düsen mit einem Zahnstocher frei.
Falsche Sparsamkeit
Eco-Programme sparen Strom, weil sie mit niedrigeren Temperaturen und dafür länger laufen. Das ist sinnvoll und reinigt das Geschirr. Laufen aber über Monate nur Programme mit 45 bis 50 °C, bildet sich in Schläuchen und im Sumpf ein Fettfilm, in dem Bakterien gut leben.
Die Abhilfe: etwa einmal im Monat ein heißes Programm mit 65 bis 70 °C laufen lassen, gern leer und mit Maschinenreiniger. Das löst Fett und Biofilm und ist die wirksamste Einzelmaßnahme gegen Gerüche.
Das Verhalten nach dem Spülen
Nach dem Programm steht die Maschine warm und feucht. Bleibt die Tür geschlossen, beginnt es schnell zu müffeln. Öffnen Sie die Tür nach dem Ende einen Spalt, damit die Feuchtigkeit entweicht. Viele neue Geräte machen das automatisch.
Auch dreckiges Geschirr, das tagelang in der Maschine auf die nächste Ladung wartet, riecht. Grobe Reste gehören vorher in den Müll, Vorspülen unter fließendem Wasser ist aber unnötig. Wer selten spült, nutzt das Programm zum Vorspülen oder lässt die Tür einen Spalt offen.
Wenn es nach Kanal riecht
Riecht es nach Abwasser, liegt die Ursache fast immer unter der Spüle. Der Ablaufschlauch braucht einen Bogen, der höher liegt als der Wasserstand in der Maschine. Fehlt der, kann Abwasser aus dem Siphon zurücklaufen. Mehr zur richtigen Verlegung unter Spülmaschine anschließen.
Ist der Siphon teilweise verstopft, staut sich das Abwasser beim Abpumpen und drückt in die Maschine. Den Siphon abschrauben und reinigen hilft, wie bei jedem stinkenden Abfluss.
Hausmittel: was hilft, was nicht
- Maschinenreiniger aus dem Handel ist die sichere Wahl. Er ist auf Dichtungen und Material abgestimmt.
- Natron oder Backpulver, eine Handvoll auf den Boden gestreut und ein kurzes Programm, neutralisiert leichte Gerüche.
- Essig löst Kalk, greift bei regelmäßigem Einsatz aber Gummidichtungen an. Ab und zu ist er vertretbar, als Dauerlösung nicht.
- Zitronensäure in heißen Programmen ist ungünstig: Mit Kalk bildet sie bei Hitze schwer lösliche Ablagerungen.
- Duftspender überdecken den Geruch nur. Sinnvoll erst, wenn die Ursache beseitigt ist.
Die Kontroll-Routine
| Wöchentlich | Sieb ausspülen, Türfalz abwischen |
| Monatlich | heißes Leerprogramm mit Maschinenreiniger, Dichtung reinigen |
| Alle paar Monate | Sprüharme abnehmen, Düsen prüfen, Salz und Klarspüler kontrollieren |
Häufige Fragen
Riecht das Geschirr auch?
Wenn die Maschine stark riecht, oft ja. Nach der Grundreinigung verschwindet das. Kunststoffdosen nehmen Gerüche besonders leicht an.
Kann eine stinkende Maschine gesundheitsschädlich sein?
Das Geschirr wird bei heißen Programmen trotzdem sauber. Unangenehm bleibt es, und Schimmel in der Dichtung sollte nicht bleiben.
Die Maschine ist neu und riecht trotzdem – normal?
In den ersten Wochen riechen manche Geräte nach Kunststoff oder nach dem Fett aus der Produktion. Ein heißes Leerprogramm vor der ersten Benutzung hilft. Riecht eine neue Maschine nach Abwasser, liegt es am Anschluss, nicht am Gerät: Prüfen Sie den Bogen im Ablaufschlauch und ob die Schlauchtülle am Siphon richtig geöffnet wurde.
Wann muss der Kundendienst kommen?
Wenn trotz sauberer Siebe Wasser im Boden stehen bleibt oder die Pumpe brummt, aber nicht abpumpt. Dann ist eher ein Defekt die Ursache.



