Trasszementmörtel

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Trasszementmörtel ist ein Werktrockenmörtel aus Trasszement und abgestuftem Sand. Sie geben nur noch Wasser dazu. Er ist die richtige Wahl überall dort, wo Naturstein, Feuchtigkeit und sichtbare Fugen zusammenkommen – weil er weniger Kalk ausschwitzt als gewöhnlicher Zementmörtel und dadurch keine weißen Ränder hinterlässt.
Wofür er gedacht ist
- Mauern aus Naturstein, etwa Gartenmauern, Hochbeete, Stützmauern mit geringer Höhe.
- Verlegen von Natursteinplatten auf Terrasse, Weg und Treppe im Mörtelbett.
- Setzen von Pflaster, Palisaden und Randsteinen in Mörtel.
- Verfugen von Natursteinmauern und -belägen.
- Arbeiten am Wasser: Teichrand, Brunnen, Bachlauf.
Warum Trass Ausblühungen verhindert, steht ausführlich beim Trasszement.

Anmischen
Die Wassermenge steht auf dem Sack und liegt bei den gängigen Produkten meist bei etwa 3 bis 4 Litern je 25-kg-Sack, je nach Anwendung.
- Sauberes Wasser vorlegen, zuerst etwa drei Viertel der Menge.
- Mörtel einstreuen und mit dem Rührquirl auf niedriger Drehzahl mischen.
- Restwasser nach Bedarf zugeben, bis die Konsistenz stimmt: zum Mauern geschmeidig und standfest, zum Verlegen erdfeucht bis steifplastisch.
- Kurz ruhen lassen und noch einmal durchrühren.
Nur so viel anmischen, wie Sie in etwa zwei Stunden verarbeiten können. Angesteiften Mörtel nicht mit neuem Wasser wieder „aufrühren“ – er verliert Festigkeit. Eine Mörtelwanne und ein Mörtelrührer machen die Arbeit deutlich leichter.
Mauern mit Trasszementmörtel
Natursteine werden vor dem Mauern angefeuchtet, damit sie dem Mörtel nicht das Wasser entziehen. Tropfnass sollten sie aber nicht sein. Die Lagerfuge wird vollflächig aufgetragen, der Stein eingedrückt und ausgerichtet. Mörtel, der aus der Fuge quillt, lassen Sie leicht anziehen und kratzen ihn dann bündig oder leicht zurückliegend aus.
Mörtelflecken auf der Steinfront sofort mit feuchtem Schwamm entfernen. Angetrocknet lassen sie sich nur noch mit Säure lösen – und Säure verträgt kalkhaltiger Naturstein nicht.
Platten im Mörtelbett verlegen
Für Terrassen- und Wegplatten aus Naturstein wird der Mörtel erdfeucht auf einen tragfähigen, frostsicheren Unterbau aufgezogen, meist in 3 bis 5 cm Dicke. Die Plattenrückseite erhält eine Haftschlämme, damit die Platte sich mit dem Bett verbindet. Dann einklopfen, ausrichten und auf ein Gefälle von 1,5 bis 2 % vom Haus weg achten.
Im Außenbereich hat sich zusätzlich das Drainmörtel-Prinzip durchgesetzt: Ein wasserdurchlässiges Mörtelbett, durch das Regenwasser nach unten abläuft. Das verhindert Frostschäden durch aufgestautes Wasser. Fragen Sie beim Kauf gezielt nach, ob das gewählte Produkt dafür geeignet ist.
Verfugen
Fugen in Natursteinmauern werden mit einem Fugeisen eingebracht, wenn der Mauermörtel angezogen hat. Bei Plattenbelägen im Mörtelbett nimmt man meist einen speziellen Fugenmörtel oder einen fließfähigen Trass-Fugenmörtel. Bei ungebundener Verlegung im Splittbett eignet sich eher Fugensand.
Nachbehandlung
Trasszement härtet langsamer als reiner Portlandzement. Deshalb ist die Pflege danach besonders wichtig:
| Temperatur | Nicht unter 5 °C verarbeiten, Frost in den ersten Nächten abhalten. |
| Feuchte | Einige Tage vor Sonne und Wind schützen, bei Bedarf leicht benetzen oder mit Folie abdecken. |
| Regen | Frische Fugen vor Schlagregen schützen, sonst wird Bindemittel ausgewaschen. |
| Belastung | Leicht begehbar nach etwa zwei bis drei Tagen, voll belastbar frühestens nach einer Woche. |
Trasszement- oder Trasskalkmörtel?
Trasskalkmörtel enthält Kalk statt Zement als Hauptbindemittel. Er ist weicher, diffusionsoffener und passt zu historischem Mauerwerk, Lehm- und Kalkputzen, Fachwerk und alten Bruchsteinmauern. Ein harter Zementmörtel in einer alten Kalkmauer lässt die Steine drumherum zerbröseln, weil sich Feuchtigkeit und Bewegung dann im weicheren Stein austoben. Mehr dazu beim Kalkmörtel.
Trasszementmörtel ist fester und passt zu neuen Mauern, Betonfundamenten und belasteten Belägen.
Typische Fehler
- Zu nasser Mörtel. Er läuft aus den Fugen, verschmiert die Steine und wird schwächer.
- Trockene, heiße Steine. Sie saugen dem Mörtel das Wasser weg, er „verdurstet“ und haftet schlecht.
- Kein Gefälle unter Platten. Stehendes Wasser friert, und die Platten lösen sich im ersten Winter.
- Unterbau vergessen. Ein Mörtelbett auf ungebundenem, nicht verdichtetem Boden reißt, sobald der Boden sich setzt.
Sicherheit und Reinigung
Frischer Mörtel ist stark alkalisch und verätzt Haut und Augen. Handschuhe, Schutzbrille und lange Kleidung gehören dazu. Werkzeug sofort mit Wasser reinigen, bevor der Mörtel anzieht. Mörtelreste nicht in den Abfluss kippen, sondern aushärten lassen und mit dem Bauschutt entsorgen.
Häufige Fragen
Wie viel Mörtel brauche ich?
Ein 25-kg-Sack ergibt je nach Produkt rund 13 bis 15 Liter Frischmörtel. Für ein Mörtelbett von 4 cm Dicke brauchen Sie damit etwa drei Säcke je Quadratmeter.
Wie lange muss Trasszementmörtel trocknen?
Er ist nach ein bis zwei Tagen fest, belastbar nach etwa einer Woche und erreicht seine Endfestigkeit nach vier Wochen oder später.
Kann ich Trasszementmörtel für Klinker verwenden?
Ja, gerade bei Sichtmauerwerk mit hellen Fugen verringert er Kalkschleier. Achten Sie auf die vom Klinkerhersteller empfohlene Mörtelgruppe.



