Vordach für die Haustür - Welches Material eignet sich?

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Ein Vordach über der Haustür schützt Sie beim Aufschließen vor Regen, die Tür vor Witterung und den Eingangsbereich vor Nässe und Laub. Welches Material passt, hängt von Architektur, Budget und davon ab, ob die Fassade gedämmt ist. Die Unterschiede liegen in Pflege, Lebensdauer und Lichtdurchlass.
Lohnt sich ein Vordach?
Fast immer. Die Haustür ist das am stärksten beanspruchte Bauteil der Gebäudehülle. Ein Vordach hält Schlagregen von Tür und Schloss fern, verlängert die Lebensdauer von Holz- und Kunststofftüren und sorgt dafür, dass die Stufe vor der Tür im Winter seltener vereist. Und wer mit Einkäufen vor der Tür steht, freut sich über jede trockene Minute.
Die Materialien
| Material | Stärken | Schwächen |
| Glas (VSG) | hell, modern, langlebig | teuer, zeigt Schmutz |
| Polycarbonat/Acryl | leicht, günstig, lichtdurchlässig | kann vergilben und verkratzen |
| Holz | warm, passt zu Landhaus und Fachwerk | braucht Pflege und Holzschutz |
| Metall (Edelstahl, Alu, Zink) | robust, wartungsarm | dunkel darunter, Blech kann bei Regen klingen |
| Beton | dauerhaft, massiv | muss beim Bau eingeplant werden |
Glas: nur Verbundsicherheitsglas
Glasvordächer sind heute am beliebtesten. Für Überkopfverglasungen ist Verbundsicherheitsglas (VSG) vorgeschrieben: Bricht die Scheibe, halten die Folien die Splitter zusammen, und nichts fällt herab. Reines Einscheibensicherheitsglas zerfällt in kleine Krümel, die dann nach unten regnen. Die Befestigung erfolgt mit Punkthaltern oder Wandprofilen aus Edelstahl, dazu oft Zugstangen.
Kunststoff: Polycarbonat und Acryl
Stegplatten und Massivplatten aus Polycarbonat oder Acrylglas sind leichter und günstiger als Glas. Polycarbonat ist nahezu bruchsicher, Acrylglas klarer, aber spröder. Plattenstärken ab etwa 5 mm sind sinnvoll, damit sich die Fläche unter Schnee nicht durchbiegt. Achten Sie auf UV-geschützte Qualitäten, sonst vergilben die Platten nach einigen Jahren.
Holz

Ein Holzvordach passt zu Häusern mit Holzelementen, Fachwerk oder Landhausstil. Die Konstruktion aus Balken und Pfetten wird mit Schindeln, Ziegeln, Blech oder Dachpappe eingedeckt. Geeignet sind dauerhafte Hölzer wie Lärche, Douglasie oder Eiche, alternativ Fichte mit konstruktivem Holzschutz und Anstrich. Einfache Bausätze gibt es ab etwa 400 Euro. Für die Eindeckung eignet sich zum Beispiel Titanzinkblech oder selbstklebende Dachpappe.
Metall und Beton
Metallvordächer aus Edelstahl, Aluminium oder beschichtetem Stahl sind robust und fast wartungsfrei. Sie wirken modern und sachlich. Blechdächer können bei Regen hörbar trommeln; bei einem kleinen Vordach stört das selten.

Ein Betonvordach ist meist eine auskragende Platte, die mit der Decke verbunden ist. Es wird beim Rohbau geplant, nachträglich ist es aufwendig und wegen der Wärmebrücke problematisch.
Größe und Form
Das Vordach sollte auf beiden Seiten der Tür etwa 20 bis 30 cm überstehen und mindestens 80 bis 100 cm tief sein, damit Sie wirklich im Trockenen stehen. Bei Schlagregen aus der Wetterrichtung sind Seitenteile hilfreich. Ein leichtes Gefälle nach vorn oder zur Seite leitet Wasser ab; bei größeren Dächern gehört eine Rinne dazu, damit das Wasser nicht auf die Stufe tropft.
Befestigung
Das Vordach muss seine eigene Last plus Schnee und Wind sicher in die Wand leiten. In Mauerwerk und Beton werden Schwerlast- oder Injektionsanker verwendet. Bei gedämmten Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem braucht es spezielle Montagesysteme, die durch die Dämmung bis ins Mauerwerk reichen, ohne die Putzschicht zu belasten. Einfach durch die Dämmung geschraubt, reißt der Putz und Wasser dringt ein.
Genehmigung
Kleine Vordächer sind in vielen Bundesländern verfahrensfrei, oft bis zu einer bestimmten Tiefe oder Fläche. Denkmalschutz, Bebauungsplan und Abstandsflächen gelten trotzdem. In Eigentumswohnanlagen ist die Zustimmung der Gemeinschaft nötig, als Mieter die des Vermieters. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach, bevor gebohrt wird.
Selbst bauen oder Handwerker
Bausätze aus Holz, Polycarbonat oder Glas mit Wandhaltern kann ein geübter Heimwerker zu zweit an einem Tag montieren. Arbeiten auf der Leiter über Kopf, schwere Glasscheiben und Montage an einer gedämmten Fassade sprechen für einen Fachbetrieb. Einfache Vordächer gibt es ab etwa 350 Euro, mit Montage kommen je nach Material und Aufwand 1000 bis 2500 Euro zusammen.
Häufige Fragen
Welches Holz eignet sich?
Lärche und Douglasie sind dauerhaft und günstig, Eiche noch haltbarer. Fichte nur mit gutem Anstrich und konstruktivem Holzschutz.
Welches Plexiglas nehme ich?
UV-stabilisiertes Acrylglas oder besser Polycarbonat ab etwa 5 mm Dicke. Polycarbonat ist schlagfester, etwa bei Hagel.
Wie viel Schnee muss ein Vordach tragen?
Das hängt von der Schneelastzone ab, in der Ihr Haus steht, und von der Höhe über dem Meeresspiegel. Seriöse Hersteller geben an, für welche Schneelast ihr Vordach ausgelegt ist. In schneereichen Gegenden sollten Sie darauf achten und größere Schneemengen im Winter vorsichtig abräumen.
Wie reinige ich ein Glasvordach?
Mit Wasser, weichem Schwamm und etwas Spülmittel. Ein Teleskopstiel spart die Leiter.



