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Heimwerker-Berater

Haustürvordach

Haus & Bauvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Haustürvordach
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wozu ein Vordach wirklich dient
  2. Welche Größe sinnvoll ist
  3. Die Formen
  4. Glas, Polycarbonat oder Acrylglas
  5. Das Tragwerk
  6. Befestigung am Mauerwerk
  7. Der Wandanschluss
  8. Brauche ich eine Genehmigung?
  9. Montage in Kürze
  10. Häufige Fragen

Ein Vordach über der Haustür hält Regen und Schnee vom Eingang fern, schützt Tür und Schwelle und gibt Ihnen einen trockenen Platz zum Schlüsselsuchen. Die Kaufentscheidung hängt an drei Fragen: Wie groß muss es sein, woraus soll es bestehen, und woran wird es befestigt? Die dritte wird am häufigsten unterschätzt.

Wozu ein Vordach wirklich dient

Neben dem offensichtlichen Regenschutz entlastet ein Vordach die Haustür selbst. Schlagregen und direkte Sonne setzen Dichtungen, Beschlägen und besonders Holztüren zu. Unter einem Dach bleibt die Schwelle trocken und im Winter weniger glatt, Pakete bleiben im Trockenen, und die Klingelanlage bekommt weniger Wasser ab.

Gestalterisch ist das Vordach ein Teil der Fassade. Ein zu kleines Modell wirkt verloren, ein wuchtiges erschlägt einen schmalen Eingang.

Welche Größe sinnvoll ist

Als Faustregel sollte das Vordach die Tür seitlich auf jeder Seite um 20 bis 40 cm überragen. Bei einer Tür mit 1,10 m Außenmaß landen Sie damit bei 1,50 bis 2 m Breite. Die Tiefe entscheidet über den Schutz: Unter 80 cm bleibt man bei Wind nur bedingt trocken, 90 bis 120 cm sind ein guter Wert. Bei Türen mit Seitenteil zählt die gesamte Breite des Elements.

Die Montagehöhe liegt meist 20 bis 40 cm über der Türoberkante. Dazu kommt das Gefälle von der Wand weg, damit Wasser nicht zur Fassade läuft. Messen Sie außerdem nach, ob Lampe, Hausnummer oder Rollladenkasten im Weg sind.

Die Formen

  • Pultvordach: eine gerade, leicht geneigte Fläche. Modern, schlicht, einfach zu montieren.
  • Satteldach-Vordach: zwei Flächen mit First, oft mit Giebelfeld. Passt zu traditionellen Häusern.
  • Bogenvordach: gebogene Platte auf einem Rahmen. Leitet Wasser gut ab und wirkt leicht.
  • Vordach mit Seitenwand: eine oder zwei Seitenblenden aus Glas oder Kunststoff halten Wind und Schlagregen von der Wetterseite ab.

Seitenblenden lohnen sich vor allem, wenn der Eingang zur Hauptwindrichtung zeigt, meist nach Westen. Sie sind häufig nachrüstbar.

Glas, Polycarbonat oder Acrylglas

MaterialEigenschaftenZu beachten
Verbundsicherheitsglaskratzfest, dauerhaft klar, hochwertigschwer, teuer, Pflicht bei Überkopfverglasung
Polycarbonatnahezu unzerbrechlich, leicht, biegbarkratzempfindlich, kann mit den Jahren vergilben
Acrylglassehr klar, preiswerter als Glasspröder als Polycarbonat, bei Hagel bruchgefährdet
Metall/Holzblickdicht, robustdunkel, Holz braucht Pflege

Glas über Köpfen muss nach den technischen Regeln Verbundsicherheitsglas sein, damit bei einem Bruch keine Scherben herabfallen. Einfaches Einscheibenglas hat über dem Eingang nichts verloren. Kunststoffplatten sind die leichte und günstige Lösung; auf ausgewiesenen UV-Schutz achten, sonst werden sie trüb. Welches Material zu welchem Haus passt, vertieft der Beitrag Vordach für die Haustür: welches Material.

Das Tragwerk

Die Halterung trägt nicht nur das Eigengewicht, sondern auch Schnee und Windsog. Edelstahl ist wartungsfrei, pulverbeschichteter Stahl oder Aluminium ebenfalls weitgehend. Bei Konstruktionen mit Zugstangen oder Punkthaltern verteilen sich die Kräfte auf mehrere Befestigungspunkte – gut für die Optik, aber jeder Punkt muss sicher im Mauerwerk sitzen.

Achten Sie auf die vom Hersteller angegebene Schneelast. In schneereichen Regionen und in höheren Lagen liegen im Winter schnell 100 kg und mehr auf einem Vordach von 2 m².

Befestigung am Mauerwerk

Der kritische Teil ist der Anker in der Wand. Die mitgelieferten Dübel passen oft nur für massives Mauerwerk aus Beton oder Vollziegel. Bei Lochziegeln, Kalksandlochstein oder Porenbeton sind Injektionsanker mit Siebhülse die sichere Wahl; mehr dazu unter Schwerlastdübel.

Ist das Haus mit einem Wärmedämmverbundsystem gedämmt, darf das Vordach nicht einfach durch die Dämmung in den Putz geschraubt werden. Die Last muss ins tragende Mauerwerk, und zwar mit Abstandsmontagesystemen oder druckfesten Montageelementen, die die Wärmebrücke klein halten und die Putzschicht abdichten. Sonst drückt der Hebel des Vordachs den Dämmstoff zusammen, und Wasser dringt an den Bohrlöchern ein.

Der Wandanschluss

Zwischen Vordach und Fassade entsteht eine Fuge, in die Regenwasser läuft. Viele Bausätze haben ein Wandanschlussprofil oder eine Abdeckleiste; die Fuge darüber wird mit einer passenden, dauerelastischen Dichtmasse geschlossen. Verzichten Sie darauf, läuft das Wasser hinter das Dach die Wand hinunter – mit Algen und Feuchteflecken als Folge.

Brauche ich eine Genehmigung?

Ein kleines Vordach über dem Hauseingang ist in den meisten Bundesländern verfahrensfrei, solange es eine bestimmte Größe und Auskragung nicht überschreitet. Die Grenzen stehen in der jeweiligen Landesbauordnung und unterscheiden sich. Genehmigungspflichtig werden kann es bei großen Überdachungen, bei Denkmalschutz, wenn Abstandsflächen berührt werden oder das Vordach über den öffentlichen Gehweg ragt. In Eigentümergemeinschaften braucht es zusätzlich einen Beschluss, weil die Fassade Gemeinschaftseigentum ist.

Montage in Kürze

  1. Position anzeichnen, Wasserwaage an die Oberkante, Gefälle einplanen.
  2. Wandmaterial prüfen und passende Anker wählen.
  3. Löcher bohren, Bohrmehl ausblasen, Anker setzen, Aushärtezeit abwarten.
  4. Halterungen montieren und ausrichten.
  5. Dachplatte auflegen und nach Anleitung befestigen, Schutzfolie abziehen.
  6. Wandanschluss abdichten.

Zu zweit und mit einer stabilen Leiter geht das an einem Vormittag.

Häufige Fragen

Was kostet ein Haustürvordach?

Einfache Pult- oder Bogenvordächer mit Kunststoffplatte gibt es ab etwa 80 bis 150 Euro. Modelle mit Edelstahlhalterung und Sicherheitsglas liegen meist bei 300 bis 1000 Euro, Maßanfertigungen mit Seitenteilen darüber.

Wie reinige ich das Vordach?

Mit Wasser, mildem Spülmittel und einem weichen Tuch. Polycarbonat verkratzt schnell, deshalb keine Scheuermittel, keine Mikrofaser mit Schmutzpartikeln und keinen Hochdruckreiniger aus kurzer Distanz.

Kann ich eine Regenrinne anbringen?

Bei vielen Pultvordächern ja, als Zubehör oder nachträglich. Das lohnt sich, wenn das Wasser sonst genau dort herunterläuft, wo man steht. Mehr zum Thema Haustür unter Haustürkauf: häufig gestellte Fragen.

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Ein Leserkommentar

  1. Hans

    Es gibt viele Arten von Zahnträgerdächern, vielen Dank für den Vergleich. Ich glaube, ich kaufe mir ein aus Glas. Ich denke, es ist hübscher und solide.

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