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Haustürvordach

Das Haustürvordach ist heute aus dem Bild der Fassaden unserer Ein- oder auch Mehrfamilienhäuser in den Dörfern und den Städten kaum mehr weg zu denken. Es erfüllt hier weniger dekorative, sondern stattdessen eher rein funktionale Zwecke. Tatsächlich weist das Haustürvordach eine überaus lange Tradition auf und hat sich aus den baulichen Besonderheiten der bäuerlichen Wohnhäuser heraus entwickelt.

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Der Ursprung vom Haustürvordach

Es wurde bereits erwähnt, dass unser heutiges Haustürvordach seinen Ursprung bei den bäuerlichen Wohnhäusern vergangener Jahrhunderte hat. Hier wurde es auch oft als „Unterstand“ bezeichnet und hatte eine Vielzahl von sinnvollen Zwecken zu erfüllen. So ermöglichte ein breit dimensioniertes Haustürvordach es dem Bauern beispielsweise, sein frisch geschlagenes Holz darunter griffbereit zum Trocknen abzulagern. Überdies konnten unter dem traditionellen Haustürvordach der Bauernhäuser auch Tiere angebunden werden, um sie beispielsweise vor dem Nasswerden infolge einer kurzen Regenschauer zu schützen. Oftmals war unter dem Haustürvordach eines solchen Bauernhauses auch eine Bank platziert, auf welcher der Hausherr Schutz vor Wind und Regen finden konnte. Im Allgemeinen jedoch diente das Haustürvordach schon damals vor allem dem Schutz des empfindlichen und sensiblen Eingangsbereiches eines Hauses vor der Gewalt der Elemente. Der meist hölzerne Bodenbelag des Eingangsbereiches, die Dielung, fand so zusätzlichen Schutz vor dem Regen und dem Schnee. Der Eingangsbereich konnte durch ein Haustürvordach frei von Schnee, von Eis oder von Pfützen gehalten werden. Und trat man bei schlechtem Wetter aus dem Haus, so konnte man unter dem Haustürvordach zunächst erst einmal seine Kleidung ordnen oder bei Bedarf auch den Regenschirm noch im Trockenen aufspannen. An diesen hier beispielhaft aufgeführten Funktionalitäten vom Haustürvordach hat sich im Grunde genommen bis auf den heutigen Tag nur sehr wenig geändert. Noch immer repräsentiert es ein überaus willkommenes Komfortmerkmal eines jeden Hauses.

Die Anbringung am Mauerwerk des Hauses

Ein sehr wesentliches Merkmal eines solchen Haustürvordaches ist und bleibt jedoch bis auf den heutigen Tag auch die Tatsache, dass es grundsätzlich nicht zum Haus und z dessen Bauhülle gehört, sondern lediglich nachträglich an der Fassade, beziehungsweise am Mauerwerk direkt oberhalb der Öffnung für die Haustür, angebracht werden kann. Ein Haustürvordach kann man demzufolge auch als sogenanntes Komfortmerkmal bei Bedarf jederzeit nachrüsten. Es kann aus den unterschiedlichsten Materialien, wie zum Beispiel aus Glas, aus PVC oder auch aus Fiberglas, bestehen. Meist ist, zur zusätzlichen Absicherung gegen Witterungsunbilden wie Sturm und Hagelschlag, noch ein zusätzlicher Metallrahmen am Haustürvordach angebracht worden, welcher für eine längere Lebensdauer des Konstruktes sorgt. Demzufolge wird das Haustürvordach lediglich oberhalb der Haustür vor das Mauerwerk der Fassade gesetzt und dann anschließend an diesem mit Schrauben und Dübeln befestigt.

Die Wichtigkeit der Wandanschlüsse

Würde man das Haustürvordach ganz einfach nur mit dem Mauerwerk oberhalb der Haustür verschrauben, so wäre es zwar fest. Allerdings würde bei Schlagregen, welcher von vorn gegen die Fassade des Hauses trommelt, dieser durch den schmalen Spalt zwischen Hausfassade und vorgesetztem Haustürvordach hindurch laufen und den darunter Schutz suchenden Personen auf den Kopf oder in den Kragen tropfen können. Jedes nachträglich an einer Hausfassade angebrachte Haustürvordach muss demzufolge nachträglich wasserdicht gemacht werden, indem der Spalt zwischen Haustürfassade und Haustürvordach professionell verschlossen wird. Der Dachdecker spricht hier vom sogenannten Wandanschluss, welcher von der Fassade herab fließendes Wasser von der Wand weg leitet und es über die Schräge des Haustürvordaches abtropfen lässt. Ein solcher Wandanschluss wird in de Regel durch einen Dachdecker mittels Rollblei, Wandanschlussleisten zur Verschraubung an der Hausfassade und einer abschließenden Silikonfuge, hergestellt. Damit ist dann das Haustürvordach abgedichtet und auch bei von der Hausfassade herab rinnenden Wassermengen bleibt der Schutz Suchende unter dem so abgedichteten Haustürvordach stets angenehm trocken. Da jedoch insbesondere die aufgebrachten Silikonfugen eines solchen Wandanschlusses der UV-Strahlung und den Witterungsunbilden ausgesetzt bleiben, empfiehlt es sich unbedingt, diese regelmäßig durch einen Dachdeckerbetrieb kontrollieren und dann auch turnusmäßig erneuern zu lassen. Ansonsten kann Regenwasser hinter das Haustürvordach und in den Spalt zwischen der Konstruktion und der Hauswand gelangen. Bei Frost gefriert dieses Wasser und kann die Verbindung zwischen Haustürvordach und Hausfassade dann im Extremfall sogar vollständig sprengen.

Der Übergang zum Windfang

Ein klassisches Haustürvordach schützt üblicherweise die Personen, die ein- oder auch austreten wollen, nur von oben gegen Schnee, Hagel, Regen oder auch Sturm. Es gibt das Haustürvordach heute jedoch auch schon in einer erweiterten Form. Bei dieser werden zusätzlich zum reinen Haustürvordach oberhalb der Eingangstür auch noch seitliche Konstruktionen an der Hauswand befestigt. Der Schutz durch das obere Haustürvordach wird dadurch also praktisch links und rechts der Haustür noch erweitert und bis auf den Erdboden herab gezogen. Somit ist das Türblatt der Eingangstür gegen Witterungsunbilden zusätzlich geschützt und Personen können hier auch Schutz und Deckung gegen seitlich einfallende Niederschläge oder Windböen finden. Ist das Haustürvordach dann jedoch vollständig zu einem kleinen eigenständigen und abgeschlossene Raum erweitert worden, der sich vor der Eingangstür eines Hauses befindet und diese zusätzlich schützt, so spricht der Architekt hier vom sogenannten Windfang. Dabei gilt es jedoch, festzustellen, dass die Übergänge zwischen dem reinen Haustürvordach bis hin zum Windfang bereits fließend sind. In den Baumärkten und auch bei den etablierten Versandhäusern gibt es inzwischen Bausätze zur Selbstmontage an der Hausfassade, die vom reinen klassischen Haustürvordach bis hin zum veritablen Windfang reichen können. Der Windfang wird vor allem in Abhängigkeit vom Klima und auch vom Wind und dessen Stärke hin geplant und dimensioniert. In sehr windigen und unwirklichen Gegenden ist daher der Windfang anstelle des bloßen Haustürvordaches relativ häufig anzutreffen. Der Windfang erfüllt hier vor allem auch die wichtige Aufgabe, die Bewohner des betreffenden Gebäudes vor dem unangenehmen Durchzug zu schützen, wie er beim gleichzeitigen Öffnen von Türen und Fenstern oder auch von mehreren Türen entstehen kann. Bei einem installierten Windfang ist es deshalb stets besonders wichtig, dass niemals die Tür vom Windfang und die gleich dahinter befindliche Eingangstür des betreffenden Gebäudes gleichzeitig geöffnet werden.

Letzte Aktualisierung am 15.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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