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Der neue Wintergarten – ein Traum wird wahr! Alles Wissenswerte von der Planung über die Kreditfinanzierung bis hin zur Durchführung

Ein eigener Garten ist wunderschön, bedeutet aber auch jede Menge Arbeit. Viele Menschen haben daran eigentlich keinen Spaß und setzen daher vor allem auf eine schöne Terrasse, um den Feierabend zu genießen oder mit Freunden zu feiern.

Leider ist das Wetter in Deutschland trotz (oder vor allem wegen) des Klimawandels alles andere als stabil. Hat man das Glück, eine überdachte Terrasse zu besitzen, ist es dennoch häufig viel zu kalt, um lange Abende im Freien genießen zu können, oft trotz Einsatz eines Terrassenheizstrahlers!

Die Lösung ist ein Wintergarten. Hier kann unterschieden werden zwischen einem Kaltwintergarten und einem Warmwintergarten. Wir möchten hier nicht nur auf die Unterschiede eingehen, sondern auch die komplette Planung, Finanzierung und Möglichkeiten der Durchführung erläutern.

Vor dem Kreditantrag steht die genaue Planung

Auch wenn der talentierte Heimwerker den kompletten Bau selbst durchführt, wird ein Wintergarten einiges kosten. Durch den Vergleich verschiedener Kredite kann der Gartenliebhaber jedoch zusätzlich einiges sparen.

Doch zuvor ist es wichtig, eine wirklich realistische Einschätzung der Gesamtkosten zu bekommen, damit nicht mitten im Bau das Geld ausgeht.

Bei der Wahl des Standortes sind viele Immobilieneigentümer eingeschränkt, weil nicht an jeder Seite des Hauses freie Flächen zur Verfügung stehen oder der Zugang zum neuen Domizil über einen bestimmten Raum erfolgen soll. Wer jedoch die Wahl hat, sollte sich selbst einige Fragen stellen.

Wintergarten

Foto: monkeybusiness / Depositphotos.com

Wichtig ist dabei vor allem, wofür der Wintergarten genutzt werden soll:

  • Geht es um ein sonniges Frühstück am Wochenende, wäre der Anbau im Osten ratsam. So können bereits die ersten Sonnenstrahlen am Morgen den Start in den Tag erleichtern.
  • Wer lieber seinen Feierabend auf der „Winterterrasse“ genießen möchte, könnte sich eher Richtung Westen orientieren.
  • Ein Kaltwintergarten wird nicht gesondert beheizt. Liegt er im Schatten, wird es also eher ungemütlich. In diesem Fall bietet sich also definitiv eine Südlage an. Doch Vorsicht: Hier sollte unbedingt auf eine ausreichende Möglichkeit der Beschattung Wert gelegt werden. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann sich der Raum (vor allem im Sommer) nämlich extrem aufheizen.
  • Ist aufgrund der äußeren Gegebenheiten nur eine Nordlage möglich, dann sollte ein Warm- oder Wohnwintergarten (also mit Heizung) geplant werden. Auch wenn die Sonne im Winter selbstverständlich den Raum um ein paar Grad erwärmen kann, reicht es vielen nicht, um wirklich ein paar Stunden die Ruhe genießen zu können. Daher sind beheizte Wintergärten in der Regel beliebter.

Die genaue Ermittlung der Gesamtkosten

Um festzustellen, wie groß das Budget sein muss, ist es wichtig, wirklich alle Kosten zu berücksichtigen. Dies fängt bereits mit der Vorbereitung des Untergrundes an:

  • Muss hier vielleicht noch Boden abgetragen werden?
  • Besteht in dem Bundesland eventuell sogar eine Genehmigungspflicht?

In dem Fall müssen möglicherweise bestimmte Vorgaben eingehalten werden. Diese Auskünfte können beim zuständigen Amt eingeholt werden.

Der Boden des Wintergartens sollte, ähnlich wie bei jedem anderen Anbau auch, über ein vernünftiges Fundament und eine entsprechende Abdichtung nach unten verfügen. Der Bundesverband-Wintergarten hat auf seinen Internetseiten umfangreiche Informationen dazu veröffentlicht.

Grundsätzlich steht es jedem Heimwerker frei, ob ein Bausatz verwendet oder lieber alles komplett selbst geplant und gebaut werden soll. Ein Bausatz hat den Vorteil, dass mit dem Anbieter ein Komplettpreis vereinbart werden kann und so keine bösen Überraschungen lauern.

Wer selber planen möchte, muss viel beachten. Die Zusammenarbeit mit einem Architekten ist da ratsam. Auch ein Statiker sollte sich die Pläne ansehen und aktiv mitwirken. Ein Wintergarten ist keine kleine Angelegenheit und je nach verwendeten Materialien können Dach und Wände einiges wiegen.

Wintergartenbau-Aufwand

Der Bau eines Wintergartens bedeutet einen größeren Arbeitsaufwand. | Foto: Elnur_ / Depositphotos.com

Auch die verbauten Glasscheiben müssen viel aushalten, seien es Wind, Starkregen oder Hagelschauer. Wird hier nicht korrekt gearbeitet, ist der Besitzer auch bei Schäden an fremdem Eigentum oder gar bei Personenschäden haftbar.

Die Gesamtkosten für einen Wintergarten können nicht pauschalisiert werden. Zu unterschiedlich sind die Ansprüche der Bauherren und zu vielfältig die Möglichkeiten. Die Frage kann also genau so wenig beantwortet werden wie die Frage: „Was kostet ein Haus?“ Doch ein neues Haus bekommt man nicht für 30.000,- Euro.

Ebenso klar ist: Für einen neuen Wintergarten sollten mindestens 10.000,- Euro eingeplant werden. Zwar gibt es günstige Bausätze schon für unter 4.000,- Euro. Doch die notwendigen Vorarbeiten und der Bau des Fundaments können leicht eine genauso hohe Summe  verschlingen.

Die Finanzierung – warum ein Darlehen sinnvoll sein kann

Der Vorteil der Finanzierung über einen Kredit liegt in der sofortigen Nutzung. Bis die benötigte Gesamtsumme angespart ist, vergehen einige Jahre. Soll selbst Hand angelegt werden, kann diese Zeit bereits einen großen Unterschied in der Arbeitskraft ausmachen.

Heimwerker kennen das: Jedes Jahr wird die Arbeit im Eigenheim anstrengender. Je eher das Vorhaben also in die Tat umgesetzt wird, desto länger kann die neue Sonnenoase genossen werden.

Was für Autos, Fernseher und Wintergärten gilt, ist auch für Kredite wichtig: Vergleichen lohnt sich.

Wer nur bei seiner Hausbank anfragt, bekommt in der Regel ein einziges Angebot. Die meisten Kunden haben gar keine Lust oder Zeit, die Konditionen der Wettbewerber zu vergleichen. Aus diesem Grund – und weil die Bauarbeiten schnellstmöglich beginnen sollen – wird das erstbeste Angebot gleich angenommen.

Wintergarten-Beispiel

Foto: davidmartyn / Depositphotos.com

Wer Zeit sparen möchte, kann sich direkt an einen Kreditvermittler wenden. Auch hier genügt eine einzige Anfrage. Jedoch ist das Ergebnis ein Potpourri verschiedener Kreditangebote, aus denen der Vermittler das passendste für den Kunden heraussucht.

Doch auch wenn das Geld für den Anbau eigentlich bereits angespart wurde, kann es sinnvoll sein, auf ein Darlehen zu setzen. Zum einen könnte das Geld anderweitig mehr Rendite einbringen als für einen Kredit gezahlt werden müsste, zum anderen steht so noch eine Reserve für eventuelle Mehrkosten zur Verfügung.

Wird das Geld nicht benötigt, kann die Rücklage auch für eine schöne und passende Einrichtung genutzt werden. Denn billige, alte Plastikstühle werten auch den schönsten Wintergarten nicht gerade auf.

Kein echter Wintergarten, aber eine ansprechende Alternative: das Gartenhaus

Wenn partout kein Anbau möglich ist, kann alternativ auch ein Pavillon oder ein Gartenhaus mitten im eigenen Grün platziert werden. Es gibt inzwischen bereits viele schöne Modelle mit viel Glas, die zumindest das Flair eines Wintergartens versprühen können. Selbstverständlich ist es ein wenig unpraktischer, da zum Betreten zunächst das Haus ganz verlassen werden muss.

Gartenhaus als Alternative zum Wintergarten

Das Gartenhaus als Alternative zum Wintergarten. | Foto: stu99 / Bigstockphoto.com

Aber beispielsweise für Grillpartys eignet sich ein solches Modell auch im Winter allemal. Bereits vorhandene Gartenhäuser können gegebenenfalls mit dem nachträglichen Einbau zusätzlicher Fenster enorm aufgewertet werden. So steht auch bei schwierigen Raumverhältnissen der neuen Indoor-Oase nichts im Wege.


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