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Heimwerker-Berater

Gartengeräteschrank

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Gartengeräteschrank
Inhalt10 Abschnitte
  1. Die richtige Größe
  2. Holz, Metall oder Kunststoff
  3. Kippsicher aufstellen
  4. Belüftung und Feuchtigkeit
  5. Ordnung im Schrank
  6. Diebstahlschutz
  7. Einen Geräteschrank selbst bauen
  8. Standort
  9. Häufige Fragen
  10. Video zum Thema

Ein Gartengeräteschrank ist ein schmaler, hoher Schrank für draußen, in dem Spaten, Rechen, Besen, Schlauch und Kleinwerkzeug stehen. Er ist die Lösung für Gärten ohne Platz für ein Gerätehaus. Die wichtigste Maßangabe ist die Innenhöhe: Passt der Rechen nicht aufrecht hinein, stehen die Geräte bald wieder an der Hauswand.

Die richtige Größe

Gartengeräte mit Stiel sind meist 1,4 bis 1,8 m lang. Ein Schrank mit mindestens 1,7 bis 1,9 m Innenhöhe nimmt sie aufrecht auf. Die Tiefe bestimmt, wie viel daneben Platz hat: Mit 40 bis 60 cm passen auch Eimer, Gießkannen und ein aufgerollter Schlauch hinein. Breite Modelle mit Doppeltür bieten Raum für Regalböden auf der einen und lange Geräte auf der anderen Seite.

Zählen Sie vor dem Kauf, was hinein soll. Ein Schrank ist schnell zu klein, sobald Rasenmäher-Zubehör, Dünger und Pflanzschutzmittel dazukommen.

Holz, Metall oder Kunststoff

MaterialStärkenSchwächen
HolzNatürliche Optik, gut zu bearbeiten, eigene Haken leicht anzubringenBraucht Anstrich, kann sich verziehen
MetallStabil, einbruchhemmend, langlebigKondenswasser, heizt sich in der Sonne auf
KunststoffPflegeleicht, verrottet nicht, leichtWeniger stabil, verblasst, Regale tragen wenig
RattanoptikWohnliche Optik für TerrasseMeist Kunststoff, eher für Kissen als für Werkzeug

Holzschränke sind oft aus Kiefer oder Fichte, gute Modelle aus Lärche oder kesseldruckimprägniert. Bei Metallschränken sollte das Blech verzinkt und pulverbeschichtet sein. Kunststoffschränke aus Polypropylen haben häufig eine Holz- oder Rattanoptik.

Ob aus Holz, Metall oder Kunststoff: auch lange Geräte sollten gut verstaut werden können im Gartengeräteschrank
Ob aus Holz, Metall oder Kunststoff: auch lange Geräte sollten gut verstaut werden können im Gartengeräteschrank. | Foto: davidgn / Depositphotos.com

Kippsicher aufstellen

Ein hoher, schmaler Schrank kippt, besonders wenn schwere Geräte oben im Regal stehen oder ein Kind an der Tür hängt. Befestigen Sie ihn deshalb mit Winkeln an der Hauswand oder am Zaunpfosten, oder verschrauben Sie ihn mit dem Boden. Das schützt auch gegen Sturm, der einen leeren Schrank umwerfen kann.

Der Untergrund muss eben sein, am besten Platten oder ein Fundament aus Randsteinen. Steht der Schrank schief, klemmen die Türen. Etwas Abstand zur Hauswand, einige Zentimeter, verhindert Feuchteschäden an Wand und Rückwand.

Belüftung und Feuchtigkeit

Gartengeräte kommen oft feucht und mit Erde in den Schrank. Ohne Lüftung rosten Metallteile, und Holzstiele schimmeln. Lüftungsschlitze oben und unten sorgen für Luftaustausch. Geräte vor dem Einräumen grob abbürsten und abtrocknen lassen. Ein Lattenrost oder Gitterboden unten hält Eimer und Säcke aus dem Kondenswasser.

Ordnung im Schrank

  • Wandhalter und Hakenleisten für Spaten, Rechen und Besen – kopfüber aufgehängt schonen sie die Zinken und stehen nicht im Weg.
  • Regalböden für Handschuhe, Scheren, Schnüre und Dünger.
  • Türinnenseite für kleine Haken und Taschen.
  • Oben Leichtes, unten Schweres: Das senkt den Schwerpunkt.

Pflanzenschutzmittel und Dünger gehören in verschlossene Behälter und außerhalb der Reichweite von Kindern.

Diebstahlschutz

Ein Geräteschrank enthält genau das, was ein Einbrecher braucht: Leiter, Spaten, Brechstange. Schließen Sie ihn ab, und stellen Sie Leitern nie offen an die Hauswand. Metallschränke mit Zylinderschloss sind am sichersten; bei Holz- und Kunststoffschränken hilft ein Vorhängeschloss an einer verschraubten Überfalle.

Einen Geräteschrank selbst bauen

Ein einfacher Schrank ist an einem Wochenende gebaut: Rahmen aus Kanthölzern etwa 45 × 45 mm, Seiten und Rückwand aus Profilholz oder wetterfesten Platten, eine oder zwei Türen aus Profilholz mit Z-Strebe. Das Dach bekommt Gefälle nach hinten und einen Überstand, gedeckt mit selbstklebender Dachpappe. Unter den Schrank kommen Füße oder Kanthölzer, damit der Boden nicht im Nassen steht. Alles Außenholz mit einer Lasur schützen.

Standort

Ideal ist die wettergeschützte Seite des Hauses oder ein Platz unter einem Dachüberstand, in der Nähe von Beeten und Rasen. Wer mehr Platz braucht, kombiniert den Schrank mit einer Gartenbox für Auflagen oder weicht auf einen Gartenschrank für den Außenbereich mit mehr Regalfläche aus.

Häufige Fragen

Was kostet ein Gartengeräteschrank?

Einfache Kunststoff- oder Holzschränke gibt es ab etwa 100 Euro, stabile Metall- oder Hartholzschränke liegen bei 200 bis 600 Euro.

Holz oder Metall für Werkzeug?

Für reines Gartenwerkzeug ist Metall die robustere Wahl, weil es Stöße von Spaten und Hacken besser verträgt und sich kaum verzieht. Holz lässt sich dafür leichter nach eigenen Vorstellungen ausbauen: Haken, Leisten und zusätzliche Regalböden sind in wenigen Minuten angeschraubt.

Brauche ich eine Genehmigung?

Für einen Geräteschrank in der Regel nicht. Bei Aufstellung direkt an der Grundstücksgrenze oder bei Vorgaben im Bebauungsplan lohnt eine kurze Nachfrage.

Wie schütze ich Holzstiele im Schrank?

Stiele vor dem Einräumen trocknen lassen und einmal im Jahr mit Leinöl einreiben. So bleiben sie glatt, splittern nicht und nehmen weniger Feuchtigkeit auf. Rissige oder lockere Stiele tauschen Sie besser rechtzeitig aus, bevor sie bei der Arbeit brechen.

Dürfen Akkugeräte im Schrank überwintern?

Die Geräte ja, die Akkus besser nicht. Sie gehören frostfrei und trocken ins Haus.

Video zum Thema

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