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Kalkmörtel

Kalkmörtel ist ein auch heute noch in der Praxis vielfach verwendeter und eingesetzter traditioneller Baustoff zur Erstellung von Bauwerken, zumeist im Hochbau. Generell besteht jede Art von Kalkmörtel aus den beiden Hauptbestandteilen Sand und gelöschtem Kalk. Gelöschter Kalk ist dabei stets das Calciumhydroxid, welches auch als Weißkalkhydrat im Baustoffhandel bekannt geworden ist. Es kommt als Mineral Portlandit in natürlicher Form vor und kann im Tagebau abgebaut und dann anschließend der weiteren Verarbeitung zugeführt werden. Alternativ kann Calciumhydroxid jedoch auch als wichtiger Bestandteil von Kalkmörtel künstlich dargestellt werden. Hierzu wird Calciumoxid großtechnisch mit Wasser versetzt, was eine heftige exotherme Reaktion nach sich zieht, in deren Ergebnis dann schließlich das gewünschte Weißkalkhydrat zur Verarbeitung zum Kalkmörtel vorliegt.

Aktuelle Kalkmörtel Bestseller

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gräfix 51 · Kalk-Mauermörtel a 30 kg
  • Mörtelgruppe M1 nach DIN EN 998-2 Für den biologischen Bau
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  • Ohne chemische Zusätze
Bestseller Nr. 2
Elektriker-Kalkmörtel (Schnell). Fixiermörtel / Montagemörtel anstelle unerwünschten Baugips in historischer Bausubstanz. 4 kg
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Elektriker-Kalkmörtel (Schnell). Fixiermörtel / Montagemörtel anstelle unerwünschten Baugips in historischer Bausubstanz. 4 kg
  • Ersetzt den in historischer Bausubstanz und bei Bausalzbelastung unerwünschten Gips
  • Fixier- und Montagemörtel bei allen gängigen Installationsarbeiten (Dosen+Leitungen)
  • Wasser + Mörtel = FERTIG
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Einfluß der chemischen Zusammensetzung des Anmachewassers auf die Festigkeit von Kalkmörteln (Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen) (German Edition)
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Gräfix 61 Luftkalkgrundputz a 30 kg ohne Zementzusatz
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Mischen von Kalkmörtel
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Der zweite wichtige und elementare Bestandteil von Kalkmörtel ist Sand. Dieser Sand kann als sogenannter nicht bindiger Boden unterschiedlich Korngrößen aufweisen. Er bleibt jedoch grundsätzlich stets weitaus feinkörniger als der ebenfalls als Baustoff begehrte und vielfach verwendete Kies. Besonders beliebt und begehrt ist im Bauwesen jedoch der sogenannte Quarzsand. Dieser besteht, was bereits schon der Name des Produktes verrät, überwiegend aus Quarzkörnern.

Im modernen Bauwesen ist Kalkmörtel jedoch nicht gleich Kalkmörtel. Je nach seiner individuellen Zusammensetzung und Struktur, wird der Kalkmörtel heute in unterschiedlichste Arten von sogenannten Mörtelgruppen eingeteilt und klassifiziert. Für diese Mörtelgruppen hat sich das Kürzel MG eingebürgert.

Die Unterteilung von Kalkmörtel in die Mörtelgruppen

Die Mörtelgruppen gelten vor allem für Putzmörtel für die Neuerstellung von Bauwerken im Hochbau und sie werden seit 2003 in de Praxis intensiv genutzt und verwendet. Die DIN-EN 998-1 (09/2003) bezieht sich dabei grundsätzlich auf sämtliche Mörtelgruppen für den Mauerwerksbau. Diese aktuelle Norm ersetzt demzufolge die traditionellen Putzgruppen PI, PII und auch PIII. Die neue Norm unterscheidet die Mörtelgruppen stattdessen nach ihren jeweiligen dominierenden Eigenschaften und nach ihrem letztendlich vorgesehenem Verwendungszweck. Es erfolgt demzufolge eine Unterteilung in den Normalmörtel (GP), in den Leichtmörtel (LW), in den Edelputzmörtel (CR), in den Einlagenputzmörtel für den Außenbereich (OC), in den Sanierputzmörtel (R) und schließlich dann auch in den Wärmedämmputzmörtel (W).

Weitere Unterteilungen der vielfältigen Arten von traditionellen Mörtelgruppen wurden früher im Allgemeinen vorgegeben durch die Norm DIN 18550. Diese erfasste den Kalkmörtel zunächst erst einmal unter der Kurzbezeichnung als MG1. MG1 beschrieb den Kalkmörtel stets als ein standardisierbares Gemisch aus Sand und aus gelöschtem Kalk. Die Möglichkeiten des gelöschten Kalks waren dabei recht vielfältig angegeben. Sie umfassten nämlich den sogenannten Sumpfkalk, den Fettkalk oder aber alternativ auch die Kalkmilch. Unter de Gruppe MG2 wurde dann der sogenannte Kalkzement Mörtel oder hydraulische Mörtel erfasst und beschrieben. MG2a beinhaltete ebenfalls spezielle Arten vom Kalkzementmörtel, während MG3 und MG3a ausschließlich den Zementmörtel erfassten. In der Mörtelgruppe MG4 wurde dann schließlich der Gipsmörtel erfasst und klassifiziert.

Die Besonderheiten vom Kalkmörtel

Im Bauwesen spricht man oft vom sogenannten verarbeitungsfähigen Kalkmörtel. Dieser ist standardisiert und muss daher grundsätzlich in besonderer Art und Weise zusammengesetzt und strukturiert sein.

Verarbeitungsfähiger Kalkmörtel wird auch als Luftkalkmörtel beschrieben und bezeichnet, weil er unter der Umgebungsluft verarbeitet werden kann und dort schließlich auch völlig problemlos aushärtet. Verarbeitungsfähiger Kalkmörtel oder Luftkalkmörtel muss gemäß Normierung und Standardisierung heute grundsätzlich Weißkalkhydrat enthalten. Beim standardmäßig heute im modernen Baustoffhandel erhältlichen Kalkmörtel handelt es sich zumeist um einen sogenannten Putz- und Maurermörtel. Dieser wäre in der Klassifizierung und Einteilung der Mörtelgruppen unter dem Kürzel MG2a zu finden.

Er muss generell eine Druckfestigkeit von etwa 2,5 MN pro Quadratmeter aufweisen, wenn er der Norm entsprechen soll. Wird dem Kalkmörtel dann durch den Handwerker jedoch zusätzlich auch noch der Baustoff Zement beigemischt, so verändert sich dadurch nicht nur die Struktur und die individuelle chemische Zusammensetzung, sondern auch die spezifischen bauphysikalischen Eigenschaften werden entsprechend modifiziert und verändert.

Kalkmörtel mit dem mehr oder minder umfangreichen Zusatz des Baustoffes Zement gilt daher bereits schon als sogenannter Zementmörtel und wäre in der Mörtelgruppe MG2b einzuordnen. Im Unterschied zum reinen Kalkmörtel weist dieser Zementmörtel dann jedoch bereits eine Druckfestigkeit auf, die im Allgemeinen auf den Wert von 5 MN pro Quadratmeter beziffert werden kann.

Es ist in der Praxis jedoch auch durchaus nicht unüblich, dass heute moderner Kalkmörtel weitere sogenannte Binde- und Hilfsstoffe in unterschiedlichen Mengen und Laborierungen enthalten kann. Hierzu gehören heute zum Beispiel der Gips, unterschiedlichste Arten vom Mauerbinder und Kunstharzbindemittel.

Das Abbinden vom Kalkmörtel

Wesentlich und ganz enorm wichtig für die Herstellung einer glatten und rißfreien Oberfläche nach der Verarbeitung vom Kalkmörtel ist und bleibt stets der Abbindevorgang. Da dieser Prozess unter dem Hinzutreten von Luft zu schnell vonstatten gehen kann, kann es im praktischen Baubetrieb durchaus erforderlich sein, die Oberfläche, die aus Kalkmörtel besteht, kontinuierlich feucht zu halten. Auf diese recht einfache Art und Weise soll verhindert werden, dass der Abbindevorgang zu schnell einsetzt und zu rasant vonstatten geht, so dass dadurch feine und feinste Haarrisse in der frischen Oberfläche entstehen könnten, die später die Stabilität und die Optik des Bauwerkes beeinträchtigen könnten.

Durch entsprechende Zuschlagsstoffe wie zum Beispiel Kalke, Dolomite und quarzhaltige Sande kann der Prozess der Aushärtung einer solchen Oberfläche letztendlich übe viele Jahre hinweg verzögert werden, so dass eine entsprechend hohe Elastizität des Bauwerkes gewährleistet werden kann.

Auf diese Art und Weise ist es schließlich sogar möglich, den Prozess des Aushärtens eines solchen Bauwerkes über viele Jahre hin zu verzögern. Analog kann der Aushärtungsprozeß von modernem Kalkmörtel jedoch auch recht drastisch beschleunigt werden. Hierzu ist es ganz einfach erforderlich, den Kohlendioxidgehalt der Umgebungsluft eines solchen Bauwerkes recht drastisch zu erhöhen.

Dies lässt sich traditionell recht einfach dadurch erzielen, indem in der Umgebung des betreffenden Bauwerkes offene Feuer entfacht werden. Historische Bauwerke mit dicken Mauern, wie zum Beispiel Burgen und andere Arten von Wehrbauten, die im Mittelalter errichte worden sind, weisen jedoch zum Teil bis auf den heutigen Tag noch Schichten aus Kalkmörtel auf, die noch nicht vollständig ausgehärtet sind.

Letzte Aktualisierung am 9.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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