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Kesseldruckimprägniertes Holz streichen – so macht man das!

Kesseldruckimprägniertes Holz streichen: Das Holz gilt traditionell als einer der beliebtesten, am leichtesten zu bearbeitenden und auch am günstigsten einzukaufenden, Werkstoffe für den menschlichen Gebrauch. Nachteilig am Holz, ist und bleibt dann allerdings seine teils gravierende Anfälligkeit für Witterungs- und Umwelteinflüsse, sofern es im unbehandelten Zustand im Außenbereich von Gebäuden verbaut und genutzt wird.

Aber auch das im Innenbereich von Gebäuden genutzte und entsprechend installierte Holz, erweist sich als anfällig für Tierfraß und auch für Schimmelbefall, sofern es in den sogenannten Nassräumen zum Einsatz kommt und dort entweder direktem Wassereinfluss oder auch einer signifikant hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt bleibt.

Die Lösung für all dies mit Umwelteinflüssen verbundenen Verwitterungs- und Verfallserscheinungen am Bauholz, besteht heute im Allgemeinen in einer entsprechend sinnvollen und effektiven Art und Weise der industriellen Aufbereitung und Vorbehandlung.

Diese industrielle Aufbereitung und Vorbehandlung vom späteren Bauholz, bezieht sich dabei in der Regel auf die unmittelbare Außenfläche des Brettes oder des Balkens des Rundholzes oder auch der Latte oder Bohle.

Mit entsprechenden chemisch-physikalischen Verfahren, wie der im späteren Textverlauf noch genauer vorzustellenden und zu besprechenden sogenannten Kesseldruckimprägnierung, wird die ansonsten unbehandelte und anfällige Holzoberfläche dauerhaft gemacht, so dass sie auch über einen längeren Zeitraum hinweg, den Witterungserscheinungen im Außenbereich von Gebäuden zu trotzen und im Inneren, in Feuchträumen, zu überdauern vermag.

Kesseldruckimprägniertes Holz wird gestrichen

Kesseldruckimprägniertes Holz wird gestrichen. | Foto: francescomoufotografo / Depositphotos.com

Will man die Nutzungs- und Lebensdauer von Holzbauteilen im Innen- und m Außenbereich von Gebäuden also definitiv erhöhen und verlängern, so ist es sinnvoll und zweckmäßig, dazu am besten gleich das kesseldruckimprägnierte Holz um Baumarkt oder im Holzfachhandel (Holzhof) zu beschaffen und einzukaufen.

Wie bereits auch eingangs schon mehrfach erwähnt worden ist, stellt die sogenannte Kesseldruckimprägnierung von Bauholz, jedoch nur eine initiale industrielle Form einer Vorbehandlung zum Oberflächenschutz des Holzes dar. Ganz selbstverständlich, kann solches kesseldruckimprägniertes Bauholz, in welcher Form und Größe auch immer, durch den jeweiligen Nutzer noch in unterschiedlichster Art und Weise und ganz nach individuellen Wünschen und Bedürfnissen, weiter nachbehandelt werden.

Es ist also generell möglich, kesseldruckimprägniertes Holz auch zusätzlich noch zu lackieren oder es mit den dazu entsprechend geeigneten Farben, zu überstreichen. Hierdurch erfolgt dann eine zusätzliche Versiegelung der Poren des Holzes, indem diese nämlich mit einer weiteren Lack- oder auch Farbschicht überzogen werden können.

Natürlich hat das Streichen oder auch das Lackieren von kesseldruckimprägniertem Holz, dann auch immer eine positiven optischen Effekt zu zeitigen. Die Oberflächen werden glatt und ansehnlich und sind geeignet, in der jeweiligen Wohnumgebung als ein integrierter Blickfang wirken und erscheinen zu können.

Was ist kesseldruckimprägniertes Holz?

Wie eingangs im Textverlauf schon erwähnt und beschrieben worden ist, so stellt das hier zu präsentierende und zu charakterisierende sogenannte kesseldruckimprägnierte Holz, ein mit modernen Verfahren und Methoden haltbar gemachtes Bauteil dar, welches für gewöhnlich mit ähnlichem Erfolg im Innen- und im Außenbereich von Gebäuden verbaut und zum Einsatz gebracht werden kann.

Die Kesseldruckimprägnierung, gilt heute als eines von vielen unterschiedlichen Verfahren und Anwendungen, die im Rahmen des sogenannten chemischen Holzschutzes im industriellen Maßstab großtechnisch zur Anwendung und zum Einsatz gelangen, um dadurch vor allem die Haltbarkeit und die Lebens- und Nutzungsdauer von Bauholz verlängern und strecken zu können.

Die Kesseldruckimprägnierung von späterem Bauholz, wie es zu Beispiel im Holzfachhandel oder auch im Baumarkt angeboten werden soll ist also eine sinnvolle und effektive Art von Investition, die angesichts der dadurch deutlich zu steigernden Lebenserwartung und Nutzungsdauer, ganz allmählich amortisieren und bezahlt machen wird.

Die Kesselduckimprägnierung, gern und oft auch als KDI abgekürzt und die sogenannte Kesselvakuumdruckimprägnierung (KVI) sind zwei heute im großtechnischen und im industriellen Maßstab angewendete und eingesetzte Verfahren und Prozeduren, über die ein möglichst tiefes und letztendlich stets auch immer gleichmäßiges Eindringen, von entsprechend geeigneten Holzschutzmitteln in die Struktur des Bauholzes ermöglicht werden soll.

Es geht also letztendlich beim kesseldruckimprägnierten Holz darum, dass das genutzte, aufgetragene und applizierte Holzschutzmittel nicht auf der Oberfläche aufgestrichen werden kann, wo es durch Regen und Kondenswasser schnell wieder abgewaschen und wirkungslos gemacht werden kann, sondern es gilt, im Interesse der höheren Lebens- und Nutzungsdauer der dergestalt behandelten Bauteile, eine möglichst tiefe, gleichmäßige und umfassende Durchtränkung und Durchnässung der gesamten Struktur zu erzielen.

Nicht alle bekannten und in der Nutzung befindlichen Holzarten, eignen und empfehlen sich jedoch für die Durchführung des Verfahrens der Kesseldruckimprägnierung. Schwierig oder gar unmöglich, wird es in der Regel stets, sofern Holzarten wie die Fichte, die Douglasie oder auch die Lärche, der Kesseldruckimprägnierung mit Erfolg unterzogen werden sollen.

Alle übrigen bekannte und in der menschlichen Nutzung als Bauholz befindlichen Arten von Holz, sind recht gut geeignet, um die ganz unterschiedlichen Verfahren der Kesseldruckimprägnierung an ihnen vollziehen zu können und dann auch den jeweils gewünschten Effekt der möglichst gleichmäßige und natürlich maximalen Durchtränkung der Oberfläche und der tieferen Schichten, erzielen zu können.

Kesseldruckimprägniertes Holz, ist und bleibt also stets ein solches Material, dessen sogenannte Mikrostruktur erfolgreich und langfristig mit entsprechenden chemisch-physikalischen Mittel und Methoden im Sinne der Haltbarkeitsverlängerung, behandelt und konserviert worden ist.

Hinsichtlich der Kesseldruckimprägnierung von den dazu jeweils geeigneten Holzarten, wird heute im Allgemeinen zwischen mehreren unterschiedlichen Verfahren unterschieden. Bekannt sind die drucklosen Verfahren und die Druckverfahren, zur erfolgreiche Kesseldruckimprägnierung von entsprechendem Bauholz.

Zu den sogenannten drucklosen Verfahren zur Kesseldruckimprägnierung, werden heute im Allgemeinen hinzu gerechnet: das Streichen und das Spritzen, das Tauchen und die diversen Verfahren der sogenannten Trogtränkung von Holz, nämlich das Kyanisieren, das Trogsaugverfahren und die heiß oder auch kalt durchgeführte und realisierte Trogtränkung sowie das Osmoseverfahren und Saftverdrängungsverfahren.

Die Druckverfahren bei der modernen Art und Weise der Kesseldruckimprägnierung, werden hingegen repräsentiert durch das sogenannte Volltränkverfahren, ferner auch durch die beiden Spartränkverfahren (einfaches oder dann alternativ auch doppeltes Rüppingverfahren) durch das Wechseldruckverfahren, durch das Boucherieverfahren.

Der eigentliche Begriff des sogenannten Kesseldruckverfahrens zur Konservierung und Haltbarkeitsverlängerung von Bauholz, ist demzufolge an sich irreführend, da hierzu nicht in jedem Falle zwingend Druck oder auch Überdruck eingesetzt werden muss, um die entsprechenden Holzschutzmittel gleichmäßig in die Mikrostruktur des Werkstoffes hinein zu pressen.

Ebenso sind in der Praxis, wie eingangs dargestellt werden konnte, dann auch die ganz unterschiedlichen drucklosen Verfahren bekannt und erprobt, mit denen sich letztendlich ein ähnlicher Effekt der Beeinflussung und Veränderung der Mikrostruktur des dergestalt behandelten Holzes mit dem Holzschutzmittel, erzielen lassen kann.

Kann man kesseldruckimprägniertes Holz streichen oder nicht…?

Jeder Bauherr, der sich heute kesseldruckimprägniertes Holz auf dem Holzhof oder auch im Baumarkt besorgt und eingekauft hat und der letztendlich mit der Idee befasst ist, das kesseldruckimprägnierte Holz auch noch lackieren oder streichen zu wollen, wird natürlich durch die Überlegung umgetrieben, ob dies am Ende überhaupt noch möglich, beziehungsweise sinnvoll, ist.

Schließlich handelt es sich bei hier vorzustellenden und zu präsentierenden kesseldruckimprägnierten Holz um eine modernen Werkstoff, bei dem nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Mikrostruktur, ganz entscheidend modifiziert und verändert worden ist.

Kesseldruckimprägniertes Holz gilt in der Praxis heute als sogenanntes mäßig haltbares Holz. Es geht von ihm die Legende um, dass es grundsätzlich gar nicht mehr notwendig und erforderlich ist, diesen Werkstoff überhaupt noch zu streichen.

Da kesseldruckimprägniertes Holz jedoch nur mäßig haltbar geworden ist, durch den entsprechend absolvierten Prozess, ist eine Nachbehandlung durch Lackieren oder Streichen dann durchaus möglich und auch sinnvoll und zweckmäßig, um dadurch die Haltbarkeit und Lebensdauer auch noch weiter ganz entscheidend optimieren und verlängern zu können.

Kesseldruckimprägniertes Holz muss man also in der Praxis nicht zwingend streichen oder lackieren, sofern man gewillt ist, sich mit einem nur mittelmäßig haltbarem Werkstoff zufrieden zu geben. Man kann kesseldruckimprägniertes Holz aber durchaus streichen oder lackieren, wobei der richtige Zeitpunkt und dann natürlich auch die geeigneten Farbe und Lacke, entscheidend sind.

Kesseldruckimprägniertes Holz, vor allem jedoch immer auch dann, wenn es im Außenbereich von Gebäuden, so vielleicht im Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse, zum Einsatz und zur Anwendung gelangen soll, muss unbedingt nachbehandelt werden.

Eine solche Art und Weise der erfolgreichen Nachbehandlung von kesseldruckimprägniertem Holz, welches sich nur durch eine mittelmäßige Art und Weise seiner Haltbarkeit auszeichnet, besteht heute oft auch im Lackieren oder im Streichen der entsprechenden Materialien.

Minimal, ist jedoch ein sogenannter Schutzanstrich stets empfehlenswert. Wird dieser beim Außeneinsatz vom kesseldruckimprägnierten Holz dann in regelmäßigen Abständen erneuert und wiederholt aufgetragen, so ist die Erhöhung der Lebensdauer und der Einsetzbarkeit von kesseldruckimprägniertem Holz, bereits deutlich sichtbar.

Vor allem jedoch an den Schnittstellen von kesseldruckimprägniertem Holz, ist eigentlich keine effektive Art und Weise von Schutzwirkung durch das Verfahren zu erwarten. Schon ganz allein vor diesem Hintergrund, ist es absolut sinnvoll, möglich und letztendlich stets auch zu empfehlen, durch ein nachträgliches Streichen oder Lackieren, die Lebenserwartung und die Nutzungsdauer von kesseldruckimprägniertem Holz zu optimieren und zu verbessern.

Es ist also möglich und auch anzuraten, kesseldruckoptimiertes Holz durch Streichen oder auch durch Lackieren, beziehungsweise durch das Tränken mit Leinöl oder auch mit Firnis, einer entsprechenden nachträglichen Konservierung der Oberfläche zu unterziehen. Hierdurch wird dann in der Praxis vor allem das gefürchtete Abwaschen oder Auswaschen der durch das Kesseldruckimprägnieren aufgetragenen Holzschutzmittel, weitestgehend verhindert, beziehungsweise zeitlich hinaus gezögert.

Kann man kesseldruckimprägniertes Holz streichen

Kann man kesseldruckimprägniertes Holz streichen? Ja, es ist sogar empfehlenswert! | Foto: francescomoufotografo/ Depositphotos.com

Das Streichen und Lackieren von kesseldruckimprägniertem Holz, repräsentieren vergleichsweise einfache und auch kostengünstige Arten von technischen Verfahren und Lösungen, zur weiteren Verbesserung der Lebensdauer und der Widerstandsfähigkeit des Holzes, gegenüber dem Schimmelbefall, ob nun im Freien oder auch in den sogenannten Feuchträumen, im Inneren von Haus oder Wohnung.

Die wichtige und entscheidende Frage, ob es heute möglich ist, kesseldruckimprägniertes Holz nachträglich zu streichen, muss daher an dieser Stelle ebenso bejaht werden, wie auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme.

Wann kann man kesseldruckimprägniertes Holz streichen?

Die Frage, ob kesseldruckimprägniertes Holz überhaupt streichbar ist, konnte ebenso beantwortet und bejaht werden, wie auch die Frage nach dem Sinn und Zweck einer solchen nachträglichen Maßnahme von der Hand des jeweiligen Bauherrn.

Nun schließt sich allerdings gleich auch noch die enorm wichtige Frage an, wann der richtige Zeitpunkt ist, um solches kesseldruckimprägniertes Holz dann letztendlich zu streichen oder auch zu lackieren.

Da es grundsätzlich stets einige Tage oder im Extremfall dann sogar auch Wochen dauern kann bis kesseldruckimprägniertes Holz entsprechend ausgetrocknet sein kann, muss diese Zeitspanne unbedingt durch den Bauherrn, beziehungsweise durch den Handwerker, abgewartet werden, da es im Allgemeinen nur sehr wenig Sinn machen wird, ein noch völlig durch Holzschutzmittel durchfeuchtetes und durchnässtes Stück Holz, mit Lack oder mit Farbe sofort nachbehandeln und konservieren zu wollen.

Der absolut ideale und somit dann letztendlich auch der richtige Zeitpunkt, um das kesseldruckimprägnierte Stück Holz im Zuge der Nachbehandlung lackieren oder streichen zu wollen, ist grundsätzlich immer dann gekommen, sofern die sogenannte Restfeuchte im kesseldruckimprägnierten Material weniger als 20 Prozent beträgt.

Hat man sich also kesseldruckimprägniertes Bauholz im Baumarkt oder auf dem Holzhof beschafft, so gilt es, den Prozess der Trocknung des Materials abzuwarten und sich regelmäßig durch entsprechende Messungen zu vergewissern, ob der Restfeuchtegehalt im Holz womöglich schon auf unter 20 Prozent abgesunken sein kann.

Erst dann, wenn die durchgeführten Messungen diesen Wert zuverlässig belegen und ergeben, kann durch den Bauherrn oder auch durch den Handwerker mit der Nachbehandlung vom kesseldruckimprägnierten Holz, in Gestalt vom Lackieren oder auch vom Streichen, begonnen werden.

Welche Farben kann man verwenden?

Wie eingangs schon gleich mehrfach angedeutet worden ist, so lassen sich heute ganz unterschiedliche Arten von Farben, von Lacken oder auch von Ölen, in der Praxis dazu benutzen und verwenden, um kesseldruckimprägniertes Holz mit Erfolg nachbehandeln und ergänzend konservieren zu können, im Sinne des optimierten Schutzes gegenüber dem so sehr gefürchteten Schimmelbefall (siehe dazu Schimmel feststellen – das müssen Sie wissen!).

Geeignet und empfehlenswert, zur Nachbehandlung von kesseldruckimprägniertem Holz, sind heute unter anderem auch:

  • Leinöl, eine rein wasserbasierte Dünnschichtlasur,
  • in jedem Falle lösungsmittelfreie Farben oder Lacke,
  • naturölbasierte Lasuren der unterschiedlichsten Art,
  • Baumwachs und
  • diverse Arten der allgemein handelsüblichen Farben für den Außenbereich von Gebäuden.

Kesseldruckimprägniertes Holz streichen, Schritt für Schritt erklärt

  1. Wie bereits eingangs schon erwähnt und beschrieben worden ist, so gilt nur das Streichen oder das Lackieren von solchem kesseldruckimprägnierten Holz als allgemein sinnvoll und zweckmäßig, bei dem der Restfeuchtegehalt im Innern der Struktur auf Werte von jeweils unter 20 Prozent abgesunken ist. Dies kann mit einem Holzfeuchtemessgerät bestimmt werden.Dieses Wert, gilt es unbedingt abzuwarten, ehe mit dem Streichen oder Lackieren begonnen werden kann.
  2. Dann muss das kesseldruckimprägnierte Holz trocken, sauber und fettfrei sein, ehe es mit einem Pinsel oder auch mit einer Malerrolle, mit den dazu entsprechend geeigneten und vorgesehenen Arten von Farben, von Lacken oder auch von Ölen, entsprechend behandelt und bestrichen werden darf.
  3. Die Farben, die Lacke oder die Öle, werden dabei dünn und möglichst schichtweise, auf das kesseldruckimprägnierte Stück Holz aufgebracht. Mit Firnis wird dabei ebenso verfahren.
  4. Abschließend ist auch hier das Austrocknen unbedingt abzuwarten.

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