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Heimwerker-Berater

Welche Parkettarten gibt es?

Haus & Bauvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Welche Parkettarten gibt es?
Inhalt10 Abschnitte
  1. Parkett und Laminat
  2. Die Parkettarten
  3. Stabparkett und Massivdielen
  4. Mosaik- und Industrieparkett
  5. Mehrschicht- und Zweischichtparkett
  6. Die Holzarten
  7. Die Verlegemuster
  8. Küche, Bad und Fußbodenheizung
  9. Allergiker und Raumklima
  10. Häufige Fragen

Parkett ist ein Bodenbelag aus Echtholz, im Gegensatz zu Laminat, das nur ein bedrucktes Dekorpapier trägt. Innerhalb des Parketts gibt es große Unterschiede: vom massiven Stab, der jahrzehntelang immer wieder abgeschliffen werden kann, bis zum Fertigparkett mit dünner Nutzschicht, das schnell verlegt ist. Die wichtigste Frage lautet: Wie dick ist die Holzschicht, die man später abschleifen kann?

Parkett und Laminat

Parkett besteht ganz oder in der Nutzschicht aus massivem Holz. Laminat hat einen Träger aus Holzfaserplatte und darüber ein Foto von Holz unter einer harten Schutzschicht. Laminat ist kratzfester und günstiger, lässt sich aber nicht abschleifen. Parkett ist wärmer, fußwärmer und lässt sich renovieren. Einen Vergleich mit Vinyl gibt der Beitrag Vinylboden gegenüber Parkett oder Laminat.

Die Parkettarten

ArtAufbauAbschleifbar
Stabparkettmassive Stäbe, meist 22 mm dicksehr oft
Massivdielenmassive, lange Dielensehr oft
Mosaikparkettkleine, dünne Lamellen, ca. 8 mmmehrmals
Industrieparketthochkant verklebte Lamellensehr oft
ZweischichtparkettNutzschicht auf Trägerschicht, 10–16 mmein- bis dreimal
MehrschichtparkettNutzschicht auf mehrlagigem Trägerje nach Nutzschicht

Stabparkett und Massivdielen

Stabparkett besteht aus massiven Holzstäben mit Nut und Feder, die einzeln verklebt werden. Es erlaubt alle klassischen Muster und kann über seine Lebensdauer viele Male abgeschliffen werden. Verlegung und Oberflächenbehandlung erfolgen vor Ort – aufwendig, aber das Ergebnis hält Generationen.

Massivdielen sind lange, breite Bretter aus Vollholz. Sie wirken ruhig und großzügig, arbeiten aber stärker als andere Parkettarten, weil die breiten Bretter bei Feuchteänderungen schwinden und quellen. Fugen im Winter sind bei Dielen normal.

Stabparkett
Stabparkett | Foto: darknula / Depositphotos.com

Mosaik- und Industrieparkett

Mosaikparkett besteht aus kleinen, dünnen Lamellen, die zu Würfeln oder Mustern zusammengesetzt und verklebt werden. Es ist günstig und in vielen Altbauten der 60er- und 70er-Jahre zu finden. Mehr bei Stäbchenparkett.

Industrieparkett besteht aus hochkant gestellten Lamellen, die man von der Kante sieht. Das macht es sehr robust, gut abschleifbar und relativ günstig. Es eignet sich für stark beanspruchte Flächen wie Werkstätten und Büros, wird aber wegen seiner lebhaften, schmalen Optik auch in Wohnungen immer beliebter.

Mehrschicht- und Zweischichtparkett

Die Oberfläche besteht aus einer Nutzschicht aus Edelholz, darunter liegen ein oder mehrere Lagen aus Nadelholz oder Holzwerkstoff. Die kreuzweise Verleimung macht den Boden formstabil. Mehrschichtparkett wird meist schwimmend mit Klicksystem verlegt, Zweischichtparkett vollflächig verklebt. Beides kommt als Fertigparkett mit fertiger Oberfläche. Wie oft sich die Böden abschleifen lassen, hängt von der Nutzschicht ab: Bei 2,5 mm und mehr ist ein Renovierungsschliff möglich, bei sehr dünnen Schichten nicht.

Massivparkett
Massivparkett | Foto: bolina / Depositphotos.com

Die Holzarten

Eiche ist mit Abstand das häufigste Parkettholz: hart, lebhaft gemasert, in vielen Farbtönen erhältlich. Buche ist hell und hart, reagiert aber empfindlicher auf Feuchte. Ahorn und Esche sind hell und hart, Nussbaum und Kirsche dunkel und warm, aber etwas weicher. Tropenhölzer sind sehr hart, sollten aber nur mit anerkanntem Nachhaltigkeitszertifikat gekauft werden.

Sortierungen

Neben der Holzart entscheidet die Sortierung über die Optik. Hersteller beschreiben damit, wie viele Äste, Farbunterschiede und Risse im Holz erlaubt sind. Ruhige Sortierungen mit wenigen, kleinen Ästen wirken edel und modern, sind aber teurer. Lebhafte oder rustikale Sortierungen zeigen Äste, Kernholz und Farbspiel und kaschieren Kratzer und Staub im Alltag besser. Die Bezeichnungen sind nicht einheitlich; lassen Sie sich Muster zeigen, und zwar möglichst eine größere Fläche statt eines einzelnen Stabs.

Die Verlegemuster

  • Schiffsboden oder Parallelverband: Stäbe in Reihen mit versetzten Stößen. Der Standard bei Dielen und Fertigparkett.
  • Fischgrät: Stäbe im Winkel von 90 Grad zueinander, ein Klassiker im Altbau.
  • Flechtboden: Gruppen von Stäben, abwechselnd quer und längs, ergeben ein Korbmuster.
  • Leiterboden: Stäbe in Längsreihen, getrennt durch querliegende Stäbe.
  • Würfel: quadratische Felder aus parallelen Stäben, typisch bei Mosaikparkett.

Küche, Bad und Fußbodenheizung

In der Küche ist Parkett gut möglich, wenn Wasser schnell aufgewischt wird. Geölte Böden lassen sich punktuell ausbessern, lackierte sind dichter. Im Bad ist Parkett möglich, aber anspruchsvoll: Es braucht ein formstabiles Holz, eine dichte Oberfläche und disziplinierte Nutzer. Für Fußbodenheizung eignen sich vollflächig verklebte Mehrschicht- und Zweischichtparkette am besten. Der Wärmedurchlasswiderstand des Belags sollte gering bleiben; der Hersteller gibt an, ob der Boden freigegeben ist.

Allergiker und Raumklima

Parkett gilt als gut geeignet für Allergiker, weil sich Staub nicht in Fasern festsetzt und die Fläche einfach zu reinigen ist. Wichtig sind emissionsarme Klebstoffe und Oberflächen; Umweltzeichen helfen bei der Auswahl. Geölte Böden brauchen mehr Pflege als lackierte, dafür lassen sie sich ohne Schleifen auffrischen, siehe Holzboden ölen.

Häufige Fragen

Kann ich Parkett selbst verlegen?

Klickparkett schwimmend: ja, mit etwas Übung. Verklebtes Stabparkett, Fischgrät und Massivdielen sind Arbeit für den Fachbetrieb.

Wie oft kann man Parkett abschleifen?

Massivparkett und Stabparkett viele Male, Mehrschichtparkett je nach Nutzschicht ein- bis dreimal. Wie das geht, steht bei Parkettschleifen.

Was kostet Parkett?

Einfaches Fertigparkett gibt es ab etwa 30 Euro je Quadratmeter, hochwertiges Mehrschichtparkett und Stabparkett liegen meist bei 50 bis über 100 Euro, zuzüglich Verlegung.

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