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Welche Vorteile hat Vinylboden gegenüber Parkett oder Laminat?

Wenn es um  Bodenbeläge geht, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie man diese gestalten kann. Längst sind es nicht mehr nur Teppiche, die in den meisten Wohnungen zum Einsatz kommen. Vor allem diejenigen Bodenbeläge, die robust und zugleich pflegeleicht sind, werden immer beliebter.

Gerade in diesem Sektor gibt es inzwischen eine breite Auswahl an Materialien. Zu den wichtigsten Belägen gehören hier, Vinylboden, Laminat und Parkett. Dabei haben alle Materialien ihre Vor- und Nachteile. Jedoch erfreut sich vor allem der Vinylboden einer steigenden Beliebtheit, da er so einige Vorteile mit sich bringt. Deshalb möchten wir in diesem Artikel, die Vorteile von Vinyl, gegenüber Parkett und Laminat näher beleuchten.

Welche Vorteile hat Vinylboden gegenüber Parkett oder Laminat?

Welche Vorteile hat Vinylboden gegenüber Parkett oder Laminat? Wir klären auf! | Foto: scovad / Depositphotos.com

Was ist ein Vinylboden eigentlich?

Vinyl ist inzwischen eine sehr beliebte Variante des Bodenbelags. Warum der Vinylboden immer mehr im Kommen ist, liegt gleich an mehreren Faktoren. Zum einen ist der Vorteil dieses Belags, dass er sehr robust ist und kaum Pflege benötigt. Zudem gibt es zahlreiche Optiken, in die sich das Vinyl bringen lässt. Ebenso ähnelt es sehr dem Naturprodukt Holz, wobei das Vinyl kein natürlicher Rohstoff ist, sondern zu 100 % aus Kunststoff besteht. Doch das ist nicht der einzige Vorteil des Produktes.

Das Vinyl ist besonders kratzfest und wasserabweisend, weshalb es sich auch für Feuchträume, wie etwa das Bad, eignet. Selbst das Verlegen eines Vinylbodens gestaltet sich als besonders einfach. Ermöglicht wird dies durch die unterschiedlichen Systeme, mit denen die Verlegung erleichtert wird. So haben die Verwender unter anderem die Wahl zwischen selbsklebenden Ausführungen, oder einem ebenfalls einfachen Klick-System.

Wer in seinem Heim keine Fußbodenheizung vorweisen kann, wird ebenfalls die Vorteile von Vinyl zu schätzen lernen. Denn im Vergleich zu Laminat oder Parkett, ist der Vinylboden äußerst Fußwarm, was sich vor allem im Winter bezahlt macht. Design und Optik spielen in der heutigen Zeit eine immer größer werdende Rolle. Hier muss man beim Vinylboden ebenfalls keine Abstriche machen. In nahezu jedem Design, beziehungsweise Optik, ist der Vinylboden erhältlich. Was man ebenfalls nicht außer Acht lassen darf, ist der Preis. Dieser ist im Vergleich zu den Materialien Parkett und Laminat, ebenfalls um einiges günstiger.

Vorteile von Vinylböden

  • Natürliche und hochwertige Optik, trotz Kunststoff
  • Robust
  • Geringer Preis
  • Leichte Verarbeitung
  • Unempfindlich gegenüber Nässe
  • Fußwarm
  • Weiches Laufgefühl
  • Kann auf alte Beläge aufgebracht werden
  • Pflegeleicht
  • Für Allergiker geeignet
  • Geräuschdämmung
  • Bakterien und Mikroben können sich nicht einnisten

Nachteile von Vinyl

  • Schwere Gegenstände können mit der Zeit Druckstellen hinterlassen
  • Wird der Vinylboden verklebt, ist er nur schwer wieder zu entfernen. Lieber Klick-System nutzen

Eigenschaften von Laminat

Lange Zeit galt das Laminat als erste Wahl, was den Bodenbelag anbelangte. Der große Vorteil war dabei der günstige Preis, bei einer dennoch sehr guten Optik. So wurde das Laminat eine gute und kostengünstige Alternative zum teuren Parkett. Aber auch das Verlegen gestaltete sich leichter, als beim Parkett, das meist aufwendiger war. Dank des Klick-Systems, wurde es auch Hobby Handwerkern ermöglicht, ohne fachmännische Hilfe, in den eigenen vier Wänden Laminat zu verlegen. Der günstige Preis ergibt sich durch die Herstellung des Laminats.

Denn die Zusammensetzung von Laminat, ist eine komplett andere, als bei Vinyl. Während das Vinyl aus einem sehr festen Kunststoff gefertigt wird, besteht das Laminat aus Kunstharz getränkten Dekor-Papieren. So besteht eine einzige Paneele Laminat, aus eine Vielzahl an Schichten, die den Kern der Paneele darstellen.

Damit diese eine gewisse Grundfestigkeit aufweisen und so robust wie irgend möglich sind, werden die einzelnen Schichten entweder thermisch, oder mittels Hochdruck, miteinander verbunden. Damit die Oberfläche des Laminats lange ansehnlich bleibt und nicht so anfällig für Kratzer ist, wird die oberste Schicht mit einem transparenten Overlay versehen, was diese relativ robust macht.

Vorteile des Laminats

  • Einfach zu schneiden und verlegen
  • Günstige Anschaffung
  • Unterschiedliche Designs
  • Hitze und lichtbeständig
  • Relativ robust

Nachteile von Laminat

  • Hoher Trittschall Effekt
  • Renovierungen oder Ausbesserungen sind kaum möglich
  • Bakterien und Mikroben können sich einnisten
  • Sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit
Neu verlegter brauner Laminatboden

Neu verlegter brauner Laminatboden | Foto: Feverpitch / Depositphotos.com

Vinylboden im Vergleich zu Laminat

Auf den ersten Blick sind sich Vinyl und Laminat sehr ähnlich. Beide haben der Optik nach, eine starke Ähnlichkeit mit dem Rohstoff Holz. Zudem lassen sich beide Varianten in der Regel recht einfach verlegen. Beim Laminat zum Beispiel, gibt es das Klick-System, mit dem sich die einzelnen Bretter, ohne großen Aufwand ineinanderschieben lassen.

Beim Laminat sollte idealerweise beim Verlegen noch eine Trittschalldämmung im Vorfeld auf dem Untergrund aufgebracht werden. Zwar gibt es inzwischen beim Laminat viele Modelle bei denen auf den Brettern bereits eine Art Trittschalldämmung aufgebracht wurde, in den meisten Fällen ist diese aber nicht ausreichend.

Ein großer Nachteil von Laminat, ist die recht hohe Empfindlichkeit. So muss man nicht nur beim Verlegen und zuschneiden darauf achten, dass keine Kanten abbrechen oder Risse entstehen. Gegenüber Feuchtigkeit ist das Laminat ebenfalls sehr empfindlich. Gerät Feuchtigkeit oder Nässe beispielsweise zwischen das Laminat, kann dieses aufquellen und sich verformen. Im schlimmsten Fall muss das gesamte Laminat erneuert werden, was erhebliche Kosten verursachen kann. Diese Probleme bestehen bei Vinyl nicht. Dank der Fertigung aus 100 % Kunststoff, ist Vinyl nicht nur gegenüber Kratzern nahezu unempfindlich. Selbst Nässe kann dem Vinyl nichts anhaben.

Eigenschaften von Parkett

Parkett gehört mit zu den teuersten Bodenbelägen überhaupt. Ein Grund dafür ist, dass es sich hierbei nicht um ein Material in Holzoptik, sondern um echtes Vollholz handelt. Somit holt man sich mit einem Parkettboden sozusagen, ein echtes Stück Natur in die heimischen vier Wände. Gerade für den Naturliebhaber stellt ein Parkettboden fast schon ein Muss dar. Entscheidet man sich für einen Parkettboden, so erhält man einen Bodenbelag mit sehr hoher Wertigkeit.

Im Vergleich zu Vinyl, hat auch das Parkett ein paar Vorteile. Einer davon ist, dass sich Parkett sehr warm anfühlt, auch wenn Vinyl als Fußwarm gilt. Das liegt natürlich mit daran, dass es sich beim Holz des Parketts, um ein natürliches Produkt, mit diversen Eigenschaften handelt. So stimmt hier nicht nur die natürliche Optik, sondern auch die Haptik. Allein die Optik sorgt dafür, dass man sich durch den natürlichen Holzboden etwas behaglicher fühlt, als mit anderen Belägen.

Ein weiterer Vorteil von Parkett ist auch, dass es sich im Gegensatz zu Vinyl einfacher reparieren lässt, wenn es doch mal zu Beschädigungen an diese kommt. Das wohl besondere Merkmal liegt darin, dass sich das Holzparkett auch mehrmals renovieren lässt.

Dazu muss der Belag lediglich abgeschliffen und neu versiegelt werden. Doch darin liegt auch einer der Nachteile. Denn gerade die Renovierung von Parkett ist sehr aufwendig und Kostenintensiv. Je nach Größe der Fläche, benötigt allein das abschleifen einiges an Zeit, während die abschließende Versiegelung viel Zeit zum Trocknen benötigt. Der Boden ist in dieser Zeit nicht begehbar.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Anschaffungspreis. Dieser ist im Vergleich zu Vinyl oder anderen Bodenbelägen, sehr hoch. Zudem kann nicht jeder Heimwerker selbst Parkett verlegen. Unterschieden wird beim Parkett zwischen den Paneelen, oder den Stäben. Gerade letzteres erfordert einiges an Zeit, Geduld und Erfahrung, um ein gutes Ergebnis erzielen zu können. In den meisten Fällen ist es deshalb erforderlich, das Verlegen von einem Fachmann durchführen zu lassen.

Zwar ist Parkett recht robust, aber trotz allem auch weitgehend empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Ein nasses Wischen kann also zu Problemen, oder gar Schäden führen. Die Reinigung sollte dabei nur mit einem feuchten Tuch erfolgen.

Vorteile von Parkett

  • Schöne Optik
  • Robust
  • Natürliches Produkt
  • Lässt sich gut renovieren

Nachteile des Parkett

  • Hoher Preis
  • Nicht leicht zu verlegen
  • Hoher Pflegeaufwand
  • Empfindlich gegen Nässe
Verlegung eines Parkettbodens

Verlegung eines Parkettbodens | Foto: Patryk_Kosmider / Depositphotos.com

Parkett im Vergleich zu Vinyl

Bei Parkett und Vinyl, handelt es sich um zwei Bodenbeläge, die inzwischen zu den wohl beliebtesten Varianten überhaupt gehören. Jedoch unterscheiden sich diese Materialien in fast allen Punkten, grundlegend voneinander. Wer das nötige Kleingeld hat und großen Wert auch ein vollkommen natürliches Produkt legt, der wird sich wohl eher für das Parkett entscheiden. Jedoch bewegt sich allein der Preis für das Material, im oberen Sektor.

Da man beim Verlegen meist auf einen Fachmann angewiesen ist, kommen auch noch diese Kosten bei der Berechnung dazu. So kann allein das Verlegen mit bis zu 50 € pro Quadratmeter veranschlagt werden. Wer sich hingegen selbst an den Parkettboden wagen möchte, muss dennoch mit höheren Kosten, als beim Vinylboden rechnen. Da Parkett aus Holz besteht, muss dieses aufwendig zurecht geschnitten werden. Um diesen Arbeitsschritt ordentlich ausführen zu können, wird eine mobile Kreissäge benötigt. Nur so lassen sich die Dielen mit einem sauberen Schnitt auf Länge bringen. Für Aussparungen sollte zudem eine Stichsäge vorhanden sein. Je sauberer die Schnitte, desto nahtloser die Optik.

Der Vinylboden lässt sich dabei um einiges einfacher bearbeiten. Um diesen auf Länge zu bringen, oder Aussparungen zu schneiden, wird meist nur ein Cutter Messer, oder auch Fußbodenmesser genannt, benötigt. Eine Kreissäge ist hier ebenso unnötig, wie eine Stichsäge.

Auch was die Anpassung an die vorhandenen Gegebenheiten in der Wohnung anbelangt, so ist Vinyl klar im Vorteil. Durch die geringe Höhe von nur wenigen Millimetern, kann der Vinylboden auch da verlegt werden, wo es beispielsweise Knapp unter den Türen wird. Bei Parkett hingegen, müsste man im Notfall die Unterseite der Türe abhobeln, damit das Parkett so verlegt werden kann, dass sich die Türe noch problemlos Öffnen und Schließen lässt.

Anders als beim Parkett, muss der Untergrund nicht zwingend aufwendig vorbereitet werden. Im Bedarfsfall ist es sogar möglich, einen Vinylboden auf bereits bestehende, beziehungsweise alte Beläge, aufzubringen. Dabei muss selbstverständlich die Tragfähigkeit des alten Belags geprüft werden.

Was allein die Optik anbelangt, so kann Parkett zwar mit seiner Natürlichkeit punkten, dennoch ist auch die Optik von Vinyl sehr hochwertig. Wird beispielsweise ein Vinyl in Holzoptik gewählt, ist es auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen, ob es sich um echtes Holz, oder nicht handelt. Für Liebhaber natürlicher Bodenbeläge wird Parkett sicher die erste Wahl sein.

Trotzdem hat das Vinyl weitaus mehr Vorteile und muss sich, was die Qualität angeht, in keinem Fall verstecken: ein hochwertiger Bodenbelag vom Toom Baumarkt, zum Beispiel, erweist sich in aller Regel nicht nur als sehr schick sondern auch als sehr funktional und langlebig!

FAQ’s zum Thema

✅ Seit wann gibt es Vinylboden?

Streng genommen kann man sagen, dass es Vinylböden bereits seit den 60er Jahren gibt. Denn im Grunde handelt es sich bei Vinyl, um die moderne Umsetzung des bekannten PVC. Das PVC hat die gleichen Eigenschaften wie Vinyl, da es ebenfalls robust und sehr pflegeleicht ist. Im Gegensatz zum Vinyl, wurde aber festgestellt, das PVC Böden gesundheitsschädlich sein können, da es hierbei nahezu kontinuierlich zu Ausdünstungen kommt, die vom verwendeten Weichmacher stammen. In seiner jetzigen Form, besteht das Vinyl aber erst seit etwa 2010, wobei in der Herstellung einige Verbesserungen vorgenommen wurden.

✅ Was kostet ein guter Vinylboden?

Um einen Preis nennen zu können, kommt es auf unterschiedliche Faktoren an. Denn ein guter Vinylboden, zeichnet für jeden Verwender etwas anderes aus. Rein aus Sicht der Herstellung und Verarbeitung gesehen, ist ein guter Vinylboden der, welcher am längste hält und eine gute Optik aufweist. Gute Böden sind hier bereits ab einem Preis von rund 22 € pro Quadratmeter erhältlich. Natürlich gibt es auch günstigere Varianten ab etwa 10 € der Quadratmeter. Hierbei handelt es sich aber nicht um hochwertige Verarbeitung.

✅ Wie gut ist Vinylboden?

Manche Menschen haben immer noch bedenken, dass ein Vinylboden gesundheitsschädlich ist. Dem ist aber nicht so. Dank zahlreicher Verbesserungen, kann ein Vinylboden ohne Bedenken verlegt werden. Inzwischen gibt es sogar Produkte, die besonders umweltfreundlich sind und deshalb mit dem Blauen Engel ausgezeichnet wurden. Wie gut ein Vinylboden ist, zeigen die zahlreichen Vorteile wie etwa, robust, pflegeleicht, günstig, einfach zu verlegen, Laufkomfort und vieles mehr. Diese Punkte allein sollten schon zeigen, wie gut ein Vinylboden ist.

✅ Was ist Klick Vinylboden?

Die Antwort darauf ist ebenso einfach, wie man es vielleicht vermuten mag. Das sogenannte Klick-System, bezeichnet eine besonders einfache Verlegungsart bei Böden. Hierbei werden die Paneelen des Vinylbodens, ineinander gesteckt, also mit einem Klick miteinander verbunden. Ein Kleben ist somit nicht erforderlich, was es auch weitaus einfacher macht, Fehler beim Verlegen schnell zu korrigieren.

✅ Braucht man eine Dampfsperre unter dem Vinylboden?

Ob eine Dampfsperre erforderlich ist oder nicht, kommt immer darauf an, wo der Boden verlegt werden soll. In der Regel wird keine Dampfsperre im Allgemeinen benötigt. Handelt es sich aber um einen Feuchtraum, kann es durchaus sinnvoll sein, eine Dampfsperre aufzubringen. Ansonsten kann es sein, das der Vinyl im schlimmsten Fall aufquillt, oder wellig wird.

✅ Wann kann man nach dem Verlegen den Vinylboden begehen, beziehungsweise belasten?

Auch hier kommt es wieder darauf an, mit welchem System man seinen Vinylboden verlegt. Nutzt man das Klick-System, kann der Boden theoretisch bereits nach dem verlegen wieder belastet werden, oder ist begehbar. Wird er hingegen verklebt, was auch eine Möglichkeit ist, sollte man mindestens 12 Stunden warten, bis der Boden wieder voll belastet wird. So kann sich dann auch nichts mehr verschieben.


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