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Tipps zum Entfernen von Sekundenkleber

Im Haushalt gibt es immer wieder Dinge die zerbrechen und zu Bruch gehen können. Nicht alles lässt sich dabei mit Werkzeug wieder richten. Gerade wenn es um weiche, feine oder zerbrechliche Dinge geht, kann man mit Hammer und Co. nicht besonders viel anfangen. Hier kommt dann meist der starke Sekundenkleber zum Einsatz.

Doch nicht immer lässt sich mit diesem sauber arbeiten. Oftmals kommt der Kleber an Stellen, an denen man ihn gar nicht brauchen kann. So stark der Kleber halten kann, so schwer lässt er sich von manchen Stoffen wieder entfernen. Wie es dennoch klappt erfahren Sie hier.

Darum geht es:

  • Was der Sekundenkleber kann und wozu er geeignet ist
  • Worauf man bei der Verarbeitung achten sollte
  • Wie man den Klebstoff von unterschiedlichen Materialien und Stoffen wieder entfernt
  • Plus dem angeschlossenen FAQ Bereich am Ende des Artikels zu den häufigsten Fragen
Tipps zum Entfernen von Sekundenkleber

Tipps zum Entfernen von Sekundenkleber | Foto: weerapat / Depositphotos.com

Das kann der Sekundenkleber und dafür benötigt man ihn

Der Sekundenkleber ist in nahezu jedem Haushalt zu finden. Mit ihm wurden schon so manche Dinge wieder geflickt. Das liegt an den guten Eigenschaften des Sekundenkleber. Wenn man es genau nimmt, handelt es sich um eine Art zwei Komponenten Kleber, welcher bei dem Kontakt mit Sauerstoff schnell aushärtet und eine stabile Verbindung gewährleistet. Darum auch der Name Sekundenkleber.

Gut, ganz so schnell trocknet der Kleber zwar nicht, dennoch dauert es nur wenige Minuten, bis der Kleber soweit ausgehärtet ist, dass er die beschichteten Teile zusammenhalten kann. Die Anwendungsbereiche für den Sekundenkleber sind weitreichend. Da es mittlerweile viele unterschiedliche Varianten gibt, lassen sich diese Art der Klebstoffen auch im industriellen Großformat anwenden.

Der Haushaltsübliche Sekundenkleber kann aber ebenfalls so einiges. Egal ob Holz, Kunststoff oder Metall – der Sekundenkleber gewährleistet bei sachgerechter Anwendung eine feste und sichere Verbindung. Selbst Glas und Keramik kann sehr gut mit dem Sekundenkleber wieder gekittet werden.

Doch damit der Klebstoff genau das zuverlässig machen kann, sollten die zu klebenden Stellen trocken und frei von Fett oder Staub sein. Ansonsten kann der Kleber keine feste Verbindung zwischen der Teilen herstellen.

Je nachdem um welchen Sekundenkleber es sich handelt, können diese unterschiedliche Gewichte tragen, bis eine stabile Verbindung nicht mehr gewährleistet werden kann. Um welche Stärke und Anwendung es sich bei dem jeweiligen Sekundenkleber handelt, steht stets ausführlich auf der Rückseite des entsprechenden Produkts.

Darauf sollten Sie beim Verarbeiten von Sekundenkleber achten

Wenn Sie vorhaben mit einem Sekundenkleber etwas zu Kitten oder zu flicken, dann sollten Sie hierbei etwas Vorsicht walten lassen. Denn wenn der Kleber einmal auf eine empfindliche Oberfläche gekommen ist, lässt er sich meist nur schwerlich wieder entfernen. Gerade wenn Sekundenkleber beispielsweise auf einen Stoffbezug kommt, werden Sie die größte Mühe haben, den Kleber wieder entfernen zu können.

Damit Sie dieses Risiko soweit wie möglich minimieren können, empfiehlt es sich, dass zumindest die nähere Umgebung der Stelle an welcher mit dem Kleber gearbeitet wird, abgedeckt wird. Dazu bietet sich entweder eine einfache Folie oder ein altes Tuch an.

Da es meist nur kleine Stellen sind welche mit dem Kleber bearbeitet werden, bedarf es natürlich auch keinerlei Großflächigen Abdeckungen. Achten Sie zudem darauf, dass die Stellen welche miteinander verklebt werden sollen auch tatsächlich sauber und fettfrei sind. Bei Bedarf können Sie die Stellen auch zusätzlich im Vorfeld mit Nitro- oder Universalverdünnung vorsichtig reinigen.

Doch Achtung, bei Kunststoffen und manchen Gläsern ist Vorsicht mit Verdünnungen walten zu lassen. In manchen Fällen kann die Oberfläche ansonsten Matt werden und bleiben.

Testen Sie deshalb zuerst an einer unauffälligen Stelle, bevor Sie die gesamte Stelle mit der Verdünnung bearbeiten. Nach der Reinigung der Stelle können Sie die Teile auch schon miteinander verkleben. Dazu sollten Sie die zu klebenden Teile mit Druck etwa 30 Sekunden lang zusammenpressen. Danach erledigt der Kleber den Rest.

Komplett getrocknet ist der Sekundenkleber nach etwa 3 Stunden. Wenn Sie absolut sicher gehen wollen das der Kleber komplett getrocknet ist, warten Sie am besten 24 Stunden bevor die Stellen wieder belastet werden.

Sekundenkleber der Marke UHU

Sekundenkleber der Marke UHU | Foto: BalkansCat / Depositphotos.com

Sekundenkleber entfernen

Kommen wir nun zum wohl wichtigsten Teil, wenn es um arbeiten mit Sekundenkleber geht. Es lässt sich meist nur schwerlich vermeiden, das der Sekundenkleber nicht aus den Klebestellen gepresst wird. Fast immer ist etwas zu viel des Klebstoffs aufgebracht, so dass es nicht selten vorkommt das dieser auf Stellen tropft, an denen er nichts zu suchen hat. Vor allem wenn etwas größere Stellen verklebt werden, geschieht das sehr oft.

In den meisten Fällen kann man den Kleber aber auch wieder entfernen. Besonders gut gelingt dies bei glatten Oberflächen. Wie Sie bei den unterschiedlichen Stellen am besten vorgehen, zeigen die folgenden Beispiele.

Sekundenkleber von Metall entfernen

Metall ist ein sehr dankbares Material, welches sich sehr gut bearbeiten lässt und zudem robust ist. Sollte der Klebstoff auf eine solche Fläche tropfen und eintrocknen, können Sie diesen relativ einfach wieder entfernen. Das ist unter anderem deshalb möglich, da Metall kein empfindliches Material ist. Nehmen Sie zur Reinigung etwas Aceton, oder alternativ wenn Sie dieses nicht zur Hand haben, einen Nagellackentfernen welcher ebenfalls eine gewisse Menge an Aceton enthält.

Tränken Sie eine kleine Stelle eines Tuchs mit dem Stoff und pressen dieses eine Weile auf die getrocknete Klebestelle bis sich der Sekundenkleber löst. Danach sollten Sie die Metalloberfläche allerdings gründlich abwaschen. Das geht zum Beispiel mit einem einfachen Haushaltsreiniger.

Lesen Sie dazu auch: Metallkleber.

Klebstoff auf der Arbeitsplatte

Wenn es sich um eine Arbeitsplatte in der Küche handelt welche in den meisten Fällen nicht gerade eine sehr glatte Oberfläche hat, so lässt sich der Kleber am besten dann entfernen, wenn er noch flüssig ist. Wischen Sie den Stoff mit einem saugfähigen Tuch gleich ab. So haben Sie in der Regel keine Rückstände. Seien Sie bei Arbeitsplatten mit Stoffen wie Aceton und ähnlichem zur Reinigung vorsichtig. Diese können die Arbeitsplatte angreifen, da diese meist aus Holz oder einem Verbundstoff sind.

Sollte der Kleber jedoch schon angetrocknet sein, nehmen Sie ein Eisspray zur Hand, welches die Verbindungen im Kleber instabil macht. Im nächsten Schritt können Sie den Kleber dann einfach mit einem Messer oder Glasschaber vorsichtig von der Arbeitsplatte kratzen. Eventuelle Rückstände können dann mit einem Tuch welches mit einer Mischung aus warmem Wasser und Spülmittel getränkt wurde, eingeweicht werden. Danach mit einem Küchenschwamm die Rückstände des Sekundenklebers wegschrubben.

Den Sekundenkleber aus Kleidung und Stoffen entfernen

Besonders ärgerlich ist es, wenn der Klebstoff auf Kleidung oder andere Textile Stoffe kommt. In diesem Fall sollten Sie den Klebstoff in keinem Fall versuchen ab zu wischen solange der Kleber noch frisch ist. Das arbeitet ihn lediglich in die Kleidung ein. Warten Sie bis der Kleber getrocknet ist und versuchen ihn mit einem leicht feuchten Tuch welches mit Aceton, Nagellackentferner oder ähnlichem beträufelt wurde, aus der Kleidung zu reiben. In den meisten Fällen genügt diese Vorgehensweise auch.

Manchmal kann auch Hitze hilfreich sein, wenn es sich nicht gerade Seide ist. Nehmen Sie dazu ein Tuch zur Hand, welches Sie nach dieser Vorgehensweise nicht mehr benötigen. Legen Sie die Textilie auf ein Bügelbrett und legen das Tuch auf die Stelle, an welcher sich der eingetrocknete Sekundenkleber befindet. Mit einem aufgeheizten Bügeleisen bearbeiten Sie diese Stelle dann vorsichtig so lange, bis sich der Kleber aufgelöst hat und nun an dem aufgelegten Tuch haftet.

Ein einfrieren von Kleidungsstücken im Tiefkühlschrank kann ebenfalls hilfreich sein. Nach ein paar Stunden nehmen Sie das Kleidungsstück, funktioniert meist nur bei Jeansstoffen, aus dem Tiefkühler. Anschließend den Klebstoff einfach von der Textilie abkratzen. Ein weiches Desinfektionsgel kann ebenfalls hilfreich bei der Entfernung von Sekundenkleber aus Kleidung sein.

Weitere Infos auf: Textilkleber.

Sekundenkleber von der Haut entfernen

Fast ebenso unvermeidlich ist es, dass der Sekundenkleber auf der Haut landet. Versuchen Sie nicht mit reiben den Stoff zu entfernen, das verteilt ihn nur zusätzlich. Warten Sie stattdessen auch hier bis der Klebstoff getrocknet ist. Danach können Sie diesen in der Regel mit einem Desinfektionsgel leicht von der Hat entfernen.

Ebenso können Sie aber auch die Hände in einer Lösung aus warmem Wasser gemischt mit einer Handseife einweichen. Das sollte so lange geschehen bis sich der Klebstoff eigenständig von der Haut löst. Meist innerhalb weniger Minuten. In besonders hartnäckigen Fällen hilft der Griff zum Pflasterlöser welcher meist in Apotheken erhältlich ist. Das löst garantiert auch die hartnäckigsten Sekundenkleber Reste von der Haut.

Sekundenkleber von Pattex

Sekundenkleber von Pattex | Foto: Oleksandr_UA / Depositphotos.com

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FAQ

✅ Kann Sekundenkleber auch von Kunststoff gelöst werden?

Ja es ist auch möglich den Sekundenkleber von Kunststoff lösen zu können. Hier müssen Sie aber besonders vorsichtig sein. Mit Verdünnungen oder ähnlichem sollten Sie die Stellen nicht vorher einweichen, da dies den Kunststoff angreift. Auch Hitze ist nicht positiv dienlich. Warten Sie bis der Kleber trocken ist und versuchen diesen dann vorsichtig ab zu kratzen. Das geht am besten mit einem Fensterkratzer, da diese tiefe Kratzer im Kunststoff vermeidet. Anschließend können Sie die Stelle bei Bedarf noch zusätzlich mit Wasser und Spülmittel behandeln.

✅ Lässt sich der Klebstoff auch mit Wasser entfernen?

Allein mit Wasser können Sie den Sekundenkleber nicht entfernen. Dabei spielt es auch keine Rolle, um welchen Stoff es sich dabei handelt. Das einzige was Sie allein mit klarem Wasser erreichen können ist, dass dieses eine stabile Aushärtung des Klebstoffs verhindert. Das ist zum Beispiel dann angebracht, wenn der Sekundenkleber frisch auf eine feste Oberfläche, wie etwas Metall oder dergleichen gelangt ist. Geben Sie Wasser auf die Stelle und der Sekundenkleber trocknet sofort, aber lediglich instabil. So lässt sich dieser wieder einfacher entfernen.

✅ Schadet der Klebstoff der Haut?

Da es sich bei dem Sekundenkleber um einen chemischen Stoff handelt, dürfte bereits klar sein dass dieser nicht gut verträglich für die Haut ist. Deshalb sollten Sie Klebereste immer so schnell wie möglich von der Haut entfernen. Denn umso länger dieser auf der Haut verbleibt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit das es zu Hautreizungen kommt. Gerade bei empfindlichen Menschen kann es bereits kurz nach dem Kontakt zu Rötungen und ähnlichem durch den Sekundenkleber kommen.


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