Ratgeber: Einen Hot Tub bzw. ein Badefass für den Garten

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Ein Hot Tub ist ein offener, beheizter Badezuber für draußen, meist aus Holz, in dem vier bis acht Personen bei 38 bis 40 °C sitzen. Beheizt wird er klassisch mit einem Holzofen. Das größte Planungsthema ist nicht der Kauf, sondern das Gewicht: Mit Wasser und Menschen kommen schnell 2 Tonnen zusammen.
Was einen Hot Tub ausmacht
Der Begriff stammt aus Skandinavien und Nordamerika. Gemeint ist ein rundes Fass oder ein Zuber mit Sitzbank innen und einem Ofen, der das Wasser erwärmt. Anders als ein Whirlpool braucht der klassische Hot Tub keinen Strom: Das warme Wasser zirkuliert durch Schwerkraft zwischen Ofen und Becken. Wer Düsen, Licht oder Filter möchte, bekommt Ausführungen mit Elektrik – dann ist er näher am Whirlpool als am Badefass.
Bauarten im Überblick
| Bauart | Merkmale |
| Holzfass | Innen und außen Holz, dichtet durch Aufquellen, braucht dauerhaft Wasser |
| Holz mit Kunststoffwanne | Außen Holz, innen GFK-Wanne, leichter zu reinigen, verzeiht Leerstand |
| Innenofen | Ofen sitzt im Becken, heizt schnell, nimmt aber Platz weg |
| Außenofen | Ofen steht daneben, mehr Sitzplatz, sicherer für Kinder |
| Elektrisch beheizt | Bequem, aber Stromanschluss durch Elektrofachkraft nötig |
Die Kunststoffwanne ist für die meisten Gärten die bessere Wahl. Ein reines Holzfass wird undicht, sobald es austrocknet, und muss nach längerer Pause erst wieder aufquellen.
Material und Holzarten
Üblich sind Fichte, Lärche, Thermoholz und Zedernholz. Fichte ist günstig, aber weniger dauerhaft. Lärche ist harzreich und robust. Thermoholz quillt und schwindet kaum und hält lange. Zeder gilt als besonders langlebig und verströmt einen angenehmen Geruch, ist aber am teuersten. Außen hält das Holz mit einer Pflege aus Öl oder Lasur länger; innen bleibt es bei Holzfässern unbehandelt.

Gewicht und Untergrund
Ein Fass für sechs Personen fasst etwa 1000 bis 2000 Liter, also ebenso viele Kilogramm. Dazu kommen Holz, Ofen und die Badenden. Auf einen Holzbalkon oder eine Dachterrasse gehört ein Hot Tub nur nach Prüfung der Statik. Im Garten braucht er einen ebenen, tragfähigen Untergrund: Betonplatte, verdichtetes Kies- oder Schotterbett oder ein gut unterbautes Pflaster. Rasen gibt nach, das Fass steht schief, und die Dauben werden ungleich belastet.
Heizen: Zeit und Brennholz
Mit einem Holzofen erreicht das Wasser je nach Größe, Außentemperatur und Ofen in etwa zwei bis drei Stunden Badetemperatur. Im Winter dauert es länger. Rechnen Sie pro Bad mit einem Korb trockenem Brennholz. Eine Abdeckung auf dem Becken beim Aufheizen spart viel Zeit und Holz, weil sie die Verdunstung stoppt.
Der Ofen muss sicher stehen und mit Abstand zu brennbaren Teilen montiert sein. Das Rauchrohr sollte hoch genug reichen, damit der Rauch nicht über die Köpfe der Badenden zieht, und Funkenflug darf keine Hecke erreichen.
Wasser und Pflege
Ohne Filter hält das Wasser nur wenige Tage, danach wird es trüb. Viele Nutzer lassen es nach ein oder zwei Bädern ab und nutzen es zum Gießen – solange keine Chemie darin ist. Mit Sandfilter und Wasserpflege, ähnlich wie beim Pool, bleibt es mehrere Wochen nutzbar.
Nach jedem Ablassen innen abspülen, bei Kunststoffwannen reicht ein weiches Tuch. Im Winter entweder regelmäßig heizen oder das Wasser vollständig ablassen, auch aus Ofen und Leitungen, sonst sprengt Frost die Anschlüsse.
Sicherheit beim Baden
Heißes Wasser belastet den Kreislauf. Bleiben Sie bei 38 bis 40 °C nicht länger als 15 bis 20 Minuten am Stück im Wasser, trinken Sie ausreichend und verzichten Sie auf Alkohol. Wer Herz-Kreislauf-Probleme hat oder schwanger ist, fragt vorher den Arzt. Kinder gehören nie unbeaufsichtigt ins Becken, und ein Innenofen braucht ein Schutzgitter gegen Verbrennungen.
Was ein Hot Tub kostet
Dafür
| Dagegen
|
Solide Badefässer mit Holzofen kosten ab etwa 2000 Euro, gängig sind 2000 bis 3000 Euro. Mit Kunststoffwanne, Filter, Beleuchtung und Luftdüsen sind 4500 bis 6000 Euro schnell erreicht. Zubehör wie Abdeckung, Treppe oder Thermometer beginnt bei etwa 100 Euro.
Häufige Fragen
Wie viel Platz braucht ein Hot Tub?
Ein Fass für sechs Personen hat meist 1,8 bis 2 m Durchmesser. Mit Außenofen, Treppe und Laufweg rundum planen Sie eine Fläche von etwa 3 × 3 m ein.
Kann man einen Hot Tub selbst bauen?
Möglich ist es, aber schwierig: Die Dauben müssen passgenau sein, sonst bleibt das Fass undicht. Realistischer ist ein Bausatz. Wer lieber schwitzt als badet, findet Alternativen unter Fasssauna und Gartensauna mit Holzofen.
Wie oft muss das Wasser gewechselt werden?
Ohne Filter nach wenigen Tagen, mit Filteranlage und Wasserpflege nach mehreren Wochen.



