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Heimwerker-Berater

Holz machen für den Winter – wir zeigen Ihnen, wie es geht

Haus & Bauvon Christoph5 Min. · 11 Abschnitte
Holz machen für den Winter – wir zeigen Ihnen, wie es geht
Inhalt11 Abschnitte
  1. Woher das Holz kommt
  2. Welches Holz wie brennt
  3. Werkzeug
  4. Schutzausrüstung
  5. Sägen
  6. Spalten, Schritt für Schritt
  7. Trocknen
  8. Richtig stapeln
  9. Maße, die man kennen sollte
  10. Typische Fehler
  11. Häufige Fragen

Wer sein Brennholz selbst macht, spart Geld und weiß, was im Ofen landet. Der Weg vom Stamm zum Scheit hat drei Schritte: sägen, spalten, trocknen. Der dritte dauert am längsten und entscheidet über alles – nasses Holz heizt schlecht, rußt den Schornstein zu und ist in Deutschland zum Verbrennen gar nicht zulässig.

Woher das Holz kommt

Viele Forstämter und private Waldbesitzer verkaufen Brennholz an Selbstwerber: entweder als liegendes Holz am Weg (Polter) oder als Flächenlos, bei dem Sie Kronen und Äste selbst aufarbeiten. Für die Arbeit mit der Motorsäge im Wald verlangen die meisten Forstverwaltungen einen Motorsägenlehrgang und vollständige Schutzausrüstung. Wer das nicht will, kauft Stammholz in Meterstücken oder bereits gesägt; Hinweise zum Kauf stehen unter Kaminholz kaufen.

Welches Holz wie brennt

HolzartEigenschaftenTrocknung
Buchehoher Heizwert je Raummeter, lange Glut, schöne Flammeetwa 2 Jahre
Eichesehr viel Energie, brennt langsam, gerbstoffreich2 Jahre und mehr
Esche, Ahornähnlich wie Buche, gut zu spalten1,5–2 Jahre
Birkebrennt hell und ruhig, auch für offene Kamine1–1,5 Jahre
Fichte, Kieferzündet schnell, brennt heiß und kurz, harzig1–1,5 Jahre

Je Kilogramm trockenem Holz liefern alle Arten ähnlich viel Energie. Harthölzer sind aber dichter, ein Raummeter Buche enthält deshalb deutlich mehr Wärme als ein Raummeter Fichte. Nadelholz ist ideal zum Anfeuern.

Werkzeug

  • Motorsäge oder Brennholzsäge zum Ablängen. Für kleine Mengen genügt eine Bügelsäge.
  • Spaltaxt mit keilförmigem Kopf für Scheite bis etwa Unterarmdicke.
  • Spalthammer und Spaltkeile für dicke, astige oder zähe Rundlinge.
  • Hauklotz: ein breiter, stabiler Stammabschnitt als Unterlage, damit die Axt nicht in den Boden fährt.
  • Holzspalter für große Mengen, hydraulisch oder als Kegelspalter.

Eine stumpfe Axt ist gefährlicher als eine scharfe, weil sie abprallt statt einzudringen.

Schutzausrüstung

Beim Sägen mit der Motorsäge gehören dazu: Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe mit Schnittschutz, Helm mit Gesichts- und Gehörschutz sowie Handschuhe. Beim Spalten mit der Axt reichen feste Schuhe mit Stahlkappe, Handschuhe und eine Schutzbrille – Späne und Splitter fliegen weiter, als man denkt. Arbeiten Sie nie allein mit der Motorsäge im Wald, und halten Sie beim Spalten Abstand zu Zuschauern und Kindern.

Sägen

Sägen Sie die Stämme auf die Länge, die Ihr Ofen braucht: üblich sind 25, 33 oder 50 cm. Messen Sie den Brennraum vorher nach und ziehen Sie einige Zentimeter ab. Legen Sie das Holz zum Sägen auf einen Sägebock, damit die Kette nicht in die Erde gerät. Schneiden Sie nie mit der Schienenspitze, dort droht der gefährliche Rückschlag.

Spalten, Schritt für Schritt

  1. Frisch spalten. Gerade gefälltes Holz spaltet deutlich leichter als abgelagertes.
  2. Rundling auf den Hauklotz stellen, Schnittfläche waagerecht.
  3. Vorhandene Risse nutzen. Setzen Sie die Axt in einen Trocknungsriss oder vom Rand her, nicht mitten durch einen Ast.
  4. Breitbeinig stehen, die Axt über Kopf führen und mit dem Körpergewicht nach unten ziehen, nicht mit reiner Armkraft schlagen.
  5. Dicke Stücke von außen nach innen abspalten, statt sie in der Mitte zu teilen.
  6. Scheitgröße: etwa 8 bis 12 cm Kantenlänge. Kleinere Scheite trocknen schneller und brennen sauberer.

Die Technik für schwierige Stücke beschreibt Holz spalten.

Trocknen

Die 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung schreibt für Scheitholz in Kaminöfen eine Restfeuchte unter 25 Prozent bezogen auf das Trockengewicht vor. Gut brennt Holz ab etwa 15 bis 20 Prozent. Frisches Holz hat oft 80 bis 100 Prozent.

Gespalten trocknet Holz um ein Vielfaches schneller als in Rundlingen, weil das Wasser vor allem über die Schnitt- und Spaltflächen entweicht. Deshalb möglichst bald nach dem Fällen spalten und stapeln. Ob das Holz so weit ist, zeigt ein Feuchtemessgerät an einem frisch gespaltenen Scheit, in der Mitte der Spaltfläche gemessen.

Richtig stapeln

  • Sonnig und windig, idealerweise an einer Süd- oder Westseite.
  • Oben abgedeckt, seitlich offen. Eine Plane über dem ganzen Stapel hält die Feuchte drin.
  • Mit Abstand zum Boden: Paletten, Kanthölzer oder Gitterroste darunter.
  • Mit Abstand zur Wand, etwa eine Handbreite, damit Luft zirkuliert.
  • Rinde nach oben bei den obersten Lagen, das wirkt wie ein Dach.

Stapelenden sichern Sie mit Kreuzstapeln oder Pfosten. Wie ein Unterstand aussieht, zeigt Brennholz lagern.

Feuer im Kamin | Foto: LAWJR / pixabay.com

Maße, die man kennen sollte

Brennholz wird in drei Einheiten gehandelt. Ein Festmeter ist ein Kubikmeter massives Holz ohne Luft. Ein Raummeter oder Ster ist ein Kubikmeter geschichtetes Holz mit Zwischenräumen. Ein Schüttraummeter ist ein Kubikmeter lose geschüttete Scheite. Grob entspricht ein Festmeter etwa 1,4 Raummetern und 2 Schüttraummetern. Wer Angebote vergleicht, muss auf die Einheit achten.

Typische Fehler

  • Frisches Holz verheizen. Viel Rauch, wenig Wärme, Glanzruß im Schornstein.
  • Unter Plastikplane lagern. Das Holz schimmelt statt zu trocknen.
  • Im feuchten Keller trocknen. Dort gehört nur fertig trockenes Holz hin.
  • Behandeltes Holz verbrennen. Lackierte, beschichtete oder imprägnierte Reste gehören nicht in den Ofen, sondern in den Wertstoffhof.

Häufige Fragen

Wie viel Holz brauche ich für einen Winter?

Das hängt vom Ofen und davon ab, ob er Zusatz- oder Hauptheizung ist. Ein Kaminofen als Zusatzheizung braucht oft 3 bis 6 Raummeter pro Saison.

Kann ich Holz im Frühjahr fällen und im Winter verheizen?

Weichholz wie Fichte oder Birke, klein gespalten und luftig gelagert, kann nach einem Sommer brauchbar sein. Buche und Eiche brauchen in der Regel zwei Sommer. Messen hilft.

Was ist mit Holz aus dem eigenen Garten?

Obstbaumholz brennt gut und duftet angenehm. Äste über 5 cm Durchmesser lassen sich zu Scheiten verarbeiten, dünneres Material ist Anzündholz oder gehört in den Häcksler.

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Ein Leserkommentar

  1. Tina

    Danke für diesen tollen Blog. Macht weiter so.

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