Laubsammler

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Ein Laubsammler nimmt Laub auf und sammelt es in einem Behälter, statt es nur zusammenzupusten. Unter dem Begriff laufen drei ganz verschiedene Geräte: der motorisierte Laubsauger, die geschobene Laubkehrmaschine und einfache Handsammler. Welches passt, hängt vor allem am Untergrund – Pflaster, Rasen oder Beet stellen jeweils eigene Ansprüche.
Laubsauger mit Häcksler
Der Laubsauger arbeitet wie ein großer Staubsauger. Ein Gebläse saugt das Laub durch ein Rohr an, ein Häckselrad zerkleinert es und bläst es in einen Fangsack. Meist lässt sich das Gerät auf Blasbetrieb umschalten und arbeitet dann als Laubbläser.
Wichtige Kennzahl ist das Häckselverhältnis, oft 10:1 bis 16:1. Zehn Säcke Laub werden zu einem. Die Saugleistung wird als Luftvolumen pro Minute angegeben, bei Elektrogeräten um 10 bis 14 m³/min.
Laubsauger funktionieren am besten auf befestigten Flächen mit trockenem Laub. Nasses Laub verstopft Rohr und Häcksler, und auf Rasen saugt das Gerät auch Moos, Erde und kleine Steine ein, die das Häckselrad beschädigen. Mehr dazu im Beitrag zum Laubsauger.

Laubkehrmaschine
Die Kehrmaschine wird geschoben wie ein Rasenmäher. Über die Räder angetriebene Bürstenwalzen kehren das Laub in einen Auffangbehälter. Sie arbeitet ohne Motor, ohne Lärm und ohne Strom.
Auf Rasen ist sie dem Laubsauger klar überlegen: Die Bürsten nehmen Laub und Schnittgut auf, ohne die Grasnarbe zu beschädigen. Auf Pflaster und Wegen arbeitet sie ebenfalls gut. Die Arbeitsbreite liegt meist bei 50 bis 80 cm, der Behälter fasst etwa 50 bis 150 Liter. Nasses, schweres Laub bringt auch sie an Grenzen.
Handgeräte
Für kleine Gärten und das Aufnehmen von Haufen reichen einfache Werkzeuge:
- Laubrechen zum Zusammenziehen, siehe Laubrechen.
- Laubgreifer, zwei große Schaufeln, mit denen man Laubhaufen mit beiden Händen aufnimmt.
- Laubzange mit langem Stiel, rückenschonend für einzelne Blätter und Müll.
- Rollsammler mit Drahtkäfig, der über Nüsse, Äpfel und Kastanien gerollt wird und sie aufnimmt.
Handgeräte sind billig, leise und für kleine Flächen oft schneller, als man das Kabel ausgerollt hat.
Welches Gerät wofür
| Situation | Passendes Gerät |
| Große Rasenfläche | Laubkehrmaschine |
| Einfahrt, Hof, Terrasse | Laubsauger oder Kehrmaschine |
| Beete, Hecken, Ecken | Laubsauger oder Rechen |
| Kleiner Garten | Rechen und Laubgreifer |
| Nüsse, Obst, Kastanien | Rollsammler |
| Nasses Laub | Rechen und Schaufel |
Antrieb beim Laubsauger
Elektro mit Kabel ist leicht, günstig und leise im Vergleich zum Benziner. Das Kabel begrenzt den Radius und verfängt sich gern.
Akku ist bequem und für mittlere Gärten gut geeignet. Die Laufzeit liegt je nach Akku bei 15 bis 30 Minuten, das reicht oft nicht für einen großen Garten. Ein zweiter Akku hilft.
Benzin hat die meiste Leistung und keine Reichweitengrenze, ist aber laut, schwer und riecht. Für Hausgärten ist das selten nötig.
Wann Sie sie benutzen dürfen
Laubsauger und Laubbläser sind laut. Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) erlaubt ihren Betrieb in Wohngebieten nur werktags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr. Ausgenommen sind Geräte mit dem EU-Umweltzeichen. An Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb in Wohngebieten ganz tabu. Manche Gemeinden haben zusätzliche Regeln. Die Kehrmaschine und alle Handgeräte fallen nicht darunter.
Nicht jedes Blatt muss weg
Laub ist kein Müll. Unter Hecken und Sträuchern und auf Beeten schützt es den Boden vor Frost, wird zu Humus und bietet Igeln, Insekten und anderen Tieren ein Winterquartier. Laubsauger saugen zudem Insekten, Spinnen und Kleintiere mit ein und häckseln sie. Räumen Sie deshalb vor allem Rasen, Wege und Terrassen, wo nasses Laub zur Rutschfalle wird oder das Gras erstickt, und lassen Sie es an anderer Stelle liegen. Ein Laubhaufen in einer ruhigen Ecke ist ein gern angenommenes Quartier.
Wohin mit dem Laub
Gesundes Laub gehört auf den Kompost, am besten gemischt mit Rasenschnitt oder anderem Grüngut, damit es nicht verklebt. Gehäckseltes Laub verrottet deutlich schneller. Laub von Kastanien mit Miniermottenbefall oder von kranken Obstbäumen gehört dagegen in die Biotonne oder zur Grüngutsammlung, nicht auf den eigenen Kompost. Eichen- und Walnusslaub verrottet langsam und gehört nur in kleinen Mengen dazu.
Worauf es beim Kauf ankommt
Beim Laubsauger zählen ein Metall-Häckselrad statt Kunststoff, ein großer Fangsack mit Reißverschluss unten zum Ausleeren, ein Tragegurt und ein Saugrohr, das bis knapp über den Boden reicht, ohne dass man sich bücken muss. Bei der Kehrmaschine achten Sie auf eine höhenverstellbare Bürste, damit sie auf Rasen und Pflaster gleichermaßen greift, und auf einen Behälter, der sich ohne Werkzeug abnehmen und entleeren lässt. Bei beiden gilt: Das Gewicht im vollen Zustand entscheidet, ob die Arbeit nach zwanzig Minuten noch Freude macht.
Häufige Fragen
Was kostet ein Laubsammler?
Handgeräte gibt es ab etwa 15 Euro, Laubkehrmaschinen ab rund 80 bis 250 Euro. Brauchbare Laubsauger beginnen bei etwa 80 Euro, Akkugeräte mit Akku kosten meist mehr.
Lohnt sich ein Laubsauger?
Bei großen gepflasterten Flächen mit Bäumen ja. Für Rasen und kleine Gärten ist eine Kehrmaschine oder ein Rechen oft die bessere Wahl.
Kann ich den Laubsauger auch für Schnee nehmen?
Nein. Für Schnee gibt es Schneefräsen und Schneeschieber.



