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Heimwerker-Berater

Materialien und Pflege von Loungemöbeln

Einrichtungvon Christoph4 Min. · 7 Abschnitte
Materialien und Pflege von Loungemöbeln
Inhalt7 Abschnitte
  1. Holz
  2. Metall
  3. Geflecht
  4. Kunststoff
  5. Stoffe und Polster
  6. Schutzhüllen richtig einsetzen
  7. Überwintern

Loungemöbel stehen draußen und sollen dort jahrelang gut aussehen. Ob das gelingt, entscheidet sich weniger am Preis als am Material – und daran, ob die Pflege dazu passt. Jedes der gängigen Materialien hat genau eine Schwachstelle, die man kennen muss.

Holz

Für den Außenbereich kommen vor allem Teak, Akazie, Eukalyptus, Robinie und Lärche infrage. Ihre Haltbarkeit richtet sich nach der Dauerhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350: Teak und Robinie liegen in den oberen Klassen und halten ohne Schutzanstrich Jahrzehnte, Lärche und Eukalyptus deutlich kürzer.

Die Schwachstelle ist die Vergrauung. Unter UV-Licht und Regen bildet sich innerhalb eines Jahres eine silbergraue Patina. Sie ist rein oberflächlich und schadet dem Holz nicht – viele mögen sie sogar. Wer die ursprüngliche Farbe erhalten will, muss ein- bis zweimal jährlich ölen oder einmal jährlich mit einem Entgrauer arbeiten und danach neu ölen.

Was Sie vermeiden sollten: Hochdruckreiniger. Er spült das weiche Frühholz aus und hinterlässt eine raue, faserige Oberfläche, die danach noch schneller verschmutzt. Nehmen Sie eine weiche Bürste und Wasser, in Faserrichtung.

Holzmöbel dürfen nicht dauerhaft auf nassem Boden stehen. Ein paar Kunststoffgleiter unter den Füßen verhindern, dass sich das Hirnholz vollsaugt – dort beginnt fast jede Fäulnis.

Metall

Aluminium ist der Standard bei guten Loungemöbeln: leicht, rostfrei und formstabil. Es braucht praktisch keine Pflege. Der Schwachpunkt ist die Pulverbeschichtung; wird sie durchschlagen, kann es darunter zu Unterrostung der Beschichtung kommen. Kratzer mit Lackstift ausbessern.

Edelstahl ist das Hochwertigste und das Teuerste. Auch er bekommt Flugrost – kleine braune Punkte, die von Eisenpartikeln aus der Luft stammen, nicht vom Stahl selbst. Sie gehen mit einem Edelstahlreiniger wieder ab.

Stahl, pulverbeschichtet ist günstiger und schwerer. Hier ist jeder Kratzer eine Rostquelle, und zwar wirklich. Prüfen Sie ihn jedes Frühjahr auf Beschädigungen, vor allem an den Standfüßen.

Metall heizt sich in der Sonne stark auf. Dunkle Rahmen erreichen an einem Sommertag leicht 60 Grad – für Sitzflächen und Armlehnen ein echter Nachteil.

sehr schöne Gartenterrasse mit Loungemöbeln
Loungemöbel im Garten bieten eine bequeme und stilvolle Möglichkeit, im Freien zu entspannen und zu genießen. | Foto: photographee.eu / Depositphotos.com

Geflecht

Das sogenannte Polyrattan ist ein Kunststoffgeflecht, meist aus Polyethylen, um ein Aluminiumgestell geflochten. Es ist leicht, wetterfest und in vielen Farben erhältlich.

Der entscheidende Unterschied in der Qualität liegt beim UV-Schutz. Günstige Ware wird nach drei bis vier Sommern spröde, die Fasern brechen und das Geflecht löst sich an den Kanten auf. Hochwertiges Material ist durchgefärbt statt beschichtet, sodass Kratzer nicht hell durchscheinen.

Gereinigt wird mit lauwarmem Wasser, Spülmittel und einer weichen Bürste. Für die Zwischenräume eignet sich eine alte Zahnbürste oder ein Staubsauger mit Fugendüse. Echtes Rattan und Korbgeflecht aus Naturmaterial gehören nicht nach draußen – sie halten Nässe nicht aus.

Kunststoff

Vollkunststoffmöbel aus Polypropylen sind die günstigste und pflegeleichteste Lösung. Sie rosten nicht, faulen nicht und lassen sich abspritzen.

Ihre Schwäche ist die Alterung durch UV: Farben bleichen, weiße Möbel vergilben, das Material wird mit den Jahren spröde. Vergilbungen lassen sich oft mit einem Kunststoffreiniger zurückdrängen, Versprödung nicht.

Stoffe und Polster

Die Polster entscheiden über den Sitzkomfort und sind das empfindlichste Teil der ganzen Garnitur.

Gute Outdoor-Bezüge bestehen aus spinndüsengefärbtem Acryl – der Farbstoff sitzt in der Faser, nicht darauf, weshalb solche Stoffe kaum ausbleichen. Polyester ist günstiger und bleicht schneller.

Wichtiger als der Bezug ist die Füllung. Ein Polster, das Wasser aufnimmt und nicht wieder abgibt, schimmelt von innen. Achten Sie auf offenporigen Schaum mit Drainagefunktion oder auf Polster mit Belüftungsösen an der Unterseite.

Nasse Polster sollten Sie aufstellen statt flach liegen zu lassen, damit das Wasser ablaufen kann. Bei Stockflecken hilft frühes Handeln: Sauerstoffbleiche im lauwarmen Wasser, dann gründlich ausspülen und vollständig trocknen. Sitzt der Schimmel erst im Schaum, ist das Polster meist verloren.

Schutzhüllen richtig einsetzen

Eine Abdeckhaube schützt vor Regen und Schmutz – und richtet Schaden an, wenn sie falsch verwendet wird. Eine luftdichte Plane über feuchten Möbeln erzeugt darunter ein Treibhausklima, in dem Holz schimmelt und Metall anläuft.

Gute Hauben haben Lüftungsöffnungen und sitzen nicht bis zum Boden auf. Legen Sie sie nur über trockene Möbel und heben Sie sie an trockenen Tagen gelegentlich an.

Überwintern

Die sicherste Lösung ist ein trockener, frostfreier Raum. Wo der fehlt, gilt nach Material abgestuft:

  • Polster und Kissen kommen immer ins Haus, ohne Ausnahme
  • Holzmöbel dürfen draußen bleiben, wenn sie erhöht stehen und abgedeckt sind
  • Aluminium und Kunststoff überstehen den Winter problemlos, sollten aber gegen Sturm gesichert sein
  • Stahl gehört nach Möglichkeit unter Dach

Reinigen Sie die Möbel vor dem Einlagern. Laub, Pollen und Vogelkot, die über den Winter auf der Oberfläche bleiben, hinterlassen Flecken, die sich im Frühjahr nicht mehr entfernen lassen.

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