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Heimwerker-Berater

Teichsauger

Gartenvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Teichsauger
Inhalt9 Abschnitte
  1. Was sich am Teichgrund sammelt
  2. Die drei Bauarten
  3. Übliche Leistungswerte
  4. Die Sache mit dem Wasser
  5. Zubehör, das sich lohnt
  6. Wann und wie oft saugen
  7. Pflege und Lagerung
  8. Kaufen oder leihen
  9. Häufige Fragen

Ein Teichsauger arbeitet wie ein Nasssauger mit langem Saugrohr: Er holt Schlamm, Laubreste und Fadenalgen vom Teichgrund, ohne dass Sie das Wasser ablassen müssen. Die Geräte unterscheiden sich vor allem darin, ob sie in Intervallen arbeiten oder durchlaufen – und das entscheidet, wie viel Geduld Sie mitbringen müssen.

Was sich am Teichgrund sammelt

Jeder Teich produziert Schlamm. Blätter, Pollen, abgestorbene Pflanzenteile, Fischkot und Futterreste sinken zu Boden und werden dort zersetzt. Das verbraucht Sauerstoff und setzt Nährstoffe frei, die Algen wachsen lassen. Eine dünne Schicht ist normal und gehört zum Lebensraum. Wird sie dicker als einige Zentimeter, kippt das Gleichgewicht: Faulschlamm riecht nach faulen Eiern, das Wasser trübt ein, die Algenblüte kommt früher.

Der Teichsauger nimmt diesen Schlamm gezielt auf. Wie man beim Entschlammen vorgeht und was mit dem Schlamm passiert, steht im Beitrag Teichschlammsauger.

Die drei Bauarten

BauartFunktionGeeignet für
Einkammer-Saugersaugt einen Tank voll, schaltet ab, pumpt ihn leerkleine Teiche, gelegentliche Reinigung
Zweikammer-Saugereine Kammer saugt, die andere entleert sich gleichzeitigmittlere Teiche, fast unterbrechungsfreies Arbeiten
Dauerläufer mit PumpePumpe saugt kontinuierlich, Wasser läuft über Filtersack abgroße Teiche und Schwimmteiche

Dazu kommen Sauger ohne eigenen Motor, die am Gartenschlauch hängen und nach dem Venturi-Prinzip arbeiten: Der Wasserstrahl erzeugt einen Unterdruck, der Schmutz in einen Beutel zieht. Für kleine Becken und Miniteiche reicht das; echten Faulschlamm schaffen sie kaum. Das Prinzip kennt man vom Poolsauger mit Gartenschlauch.

Übliche Leistungswerte

Elektrische Teichsauger für den Garten nehmen meist 1.200 bis 1.800 W auf. Die Saugtiefe liegt bei den meisten Modellen um 2 m, der Tank fasst oft 30 bis 35 Liter. Wichtiger als die Wattzahl ist der Rhythmus: Einkammergeräte saugen nur etwa die Hälfte der Zeit, weil sie zwischendurch entleeren.

Dauerläufer erreichen Förderleistungen von mehreren Tausend Litern pro Stunde. Dafür muss das Abwasser irgendwohin – mit der Leistung wächst auch die Menge, die Sie ableiten oder zurückführen müssen.

Die Sache mit dem Wasser

Jeder Teichsauger saugt mit dem Schlamm eine Menge Wasser ab, oft ein Vielfaches des Schlamms. Bei einem Nachmittag Arbeit können das einige Kubikmeter sein. Drei Wege gibt es:

  1. In Beete oder Rasen leiten. Schlammwasser ist ein guter Dünger. Nicht in einen Bach, ein anderes Gewässer oder den Straßenablauf leiten.
  2. Filtersack benutzen. Das Wasser läuft durch einen Vlies- oder Gewebesack ab, der Schlamm bleibt zurück.
  3. Wasserrückführung. Manche Geräte leiten das gefilterte Wasser in den Teich zurück. Das schont den Wasserstand, bringt aber feine Trübstoffe mit zurück.

Den Wasserverlust gleichen Sie am besten mit Regenwasser aus der Regenwassertonne aus. Leitungswasser bringt Nährstoffe und Kalk mit.

Zubehör, das sich lohnt

  • Verschiedene Düsen: breite Bodendüse für den Grund, schmale für Ecken, Bürstendüse für Steine.
  • Verlängerungsrohre, idealerweise genug für die tiefste Stelle plus Reserve.
  • Klarsichtrohr am Saugrohr: Sie sehen sofort, ob Schlamm oder nur Wasser kommt.
  • Filtersack zum Auffangen des Schlamms.
  • Grobschmutzfilter oder Vorabscheider für Laub.

Wann und wie oft saugen

Die Hauptreinigung gehört ins Frühjahr, wenn das Wasser sich erwärmt, aber bevor Amphibien laichen. Eine zweite im Frühherbst, bevor das Laub fällt. Dazwischen reicht es, bei Bedarf einzelne Stellen abzusaugen, etwa unter einem Baum oder in der Fütterungsecke.

Im Winter bleibt der Sauger im Schuppen. Tiere halten dann am Grund Winterruhe und würden durch das Saugen gestört. Außerdem bekommt kaum ein Gerät Frost oder eiskaltes Wasser gut.

Pflege und Lagerung

Nach jedem Einsatz Tank, Rohre und Schläuche mit klarem Wasser ausspülen. Getrockneter Schlamm wird hart wie Lehm und verklebt Ventile und Dichtungen. Vor dem Winter das Gerät vollständig entleeren und frostfrei lagern – Restwasser in Pumpe oder Ventilen sprengt bei Frost Gehäuse.

Kaufen oder leihen

Wer nur einmal im Jahr einen kleinen Teich reinigt, fährt mit Leihen oft besser. Viele Baumärkte und Gerätevermietungen haben Teichsauger im Programm, meist für einen Tagespreis. Bei einem größeren Teich oder mehreren Einsätzen im Jahr lohnt sich ein eigenes Gerät. Einfache Modelle gibt es ab etwa 100 Euro, Zweikammergeräte bekannter Hersteller wie Oase, Gardena, Pontec, Kärcher oder Heissner liegen meist zwischen 150 und 400 Euro.

Häufige Fragen

Ist ein Teichsauger dasselbe wie eine Schlammpumpe?

Nein. Eine Schlammpumpe steht im Wasser und fördert Schmutzwasser mit Feststoffen, hat aber kein Saugrohr, mit dem man gezielt den Grund abfahren kann. Zum Absenken des Wasserstands ist sie praktisch, zum Entschlammen eher nicht.

Saugt der Sauger auch Fische an?

Kleine Fische und Kaulquappen können in die Düse geraten. Arbeiten Sie langsam, halten Sie die Düse knapp über dem Grund und kontrollieren Sie den Tankinhalt, bevor er entleert wird.

Geht auch ein normaler Nasssauger?

Für eine Pfütze Schlamm am Rand ja. Für einen ganzen Teich fehlt ihm das lange Saugrohr, und der kleine Tank ist in Minuten voll.

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