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Baufinanzierung: Auch ohne Förderkredit beim Modernisieren sparen

Viele Projekte als Heimwerker bringen Kosten mit sich, die nicht mal eben aus der Haushaltskasse gedeckt werden können. Gerade bei größeren Maßnahmen der Sanierung und Modernisierung belaufen sich die Kosten für Material und Zubehör schnell auf einige Hunderte oder sogar Tausende Euro. Eine Förderung der Modernisierung ist nicht immer gegeben, gerade wenn die Arbeit als Heimwerker selbst verrichtet wird. Dennoch ist es möglich, über eine seriöse Baufinanzierung die anfallenden Kosten zu decken.

Do-it-yourself vs. geförderte Finanzierung

Viele praktische Tipps für Heimwerker unserer Webseite helfen Ihnen, Arbeiten rund um Haus und Wohnung hochwertig und fachgerecht durchzuführen. Das Thema Kosten kommt hierbei selten zur Sprache, nimmt jedoch einen großen Einfluss auf die Qualität Ihrer Arbeit. Schließlich leisten Sie mit hochwertigem Material und erlesenem Zubehör den wichtigsten Beitrag, dass Ihre fachgerechte Arbeit gelingt.

Geht es um die energetische Sanierung oder Modernisierung von Haus oder Wohnung, kommen Heimwerker in einen Zwiespalt. Gerne möchten sie die Arbeiten selbst ausführen, was zu finanziellen Schwierigkeiten führen kann. Viele energetische Maßnahmen lassen sich durch die KfW und andere Institutionen mittels günstiger Kredite fördern. Für die Abrechnung muss jedoch sichergestellt sein, dass die Arbeiten durch einen Fachbetrieb übernommen wurden. Dies entspricht nicht den Wünschen vieler Heimwerker.

Die staatliche Förderung der energetischen Modernisierung ist mit Auflagen Vebunden

Die staatliche Förderung der energetischen Modernisierung ist mit Auflagen Vebunden. | Foto: photography33 / Depositphotos.com

Finanzierung per Kredit dennoch möglich

Dass für die eigene Durchführung der Modernisierung oder Sanierung kein Förderkredit gewährt wird, muss nicht das Ende aller Pläne bedeuten. Ein vom Staat oder anderen Institutionen geförderter Kredit ist nicht zu verwechseln mit einem herkömmlichen Bank- oder Baukredit, der sich bei Kreditinstituten beantragen lässt. Mit einer klugen Auswahl können Bauherren und Eigentümer sogar Konditionen nutzen, die ähnlich günstig wie bei einem vollwertigen Förderkredit sind.

Wichtig ist, bei der Baufinanzierung für eine zeitgemäße Modernisierung auf eine unabhängige Beratung zu vertrauen. Im Unterschied zum normalen Bankkredit haben sich einige Kreditinstitute auf Baukredite spezialisiert, zu denen auch Kredite für Sanierung und Modernisierung gehören. Hier mit einem neutralen und fachkundigen Partner auf die Suche zu gehen, macht sich finanziell schnell bemerkbar.

Unabhängige Beratung bei der Kreditauswahl nutzen

Für die Modernisierung von Haus oder Wohnung kommt es neben guten Kreditzinsen auf weitere, faire Klauseln und Rahmenbedingungen des Kreditvertrags an. Wird der Kredit nur über wenige Hundert Euro abgeschlossen, wirken sich Abweichungen im Zinssatz nur marginal aus. Hier sollten neben dem Zins weitere Faktoren überprüft werden, beispielsweise die Option kostenloser Sondertilgungen oder ein umfassender Service des Kreditpartners.

Damit Laien in Kreditfragen dies nicht selbst prüfen müssen, ist der unabhängige Finanzpartner. Durch seinen Kontakt mit einer Vielzahl von Banken und Kreditinstituten kann dieser aus Erfahrung am besten einschätzen, welche Konditionen sich für den gewünschten Modernisierungskredit am ehesten eignen. Neben einem rein rechnerischen Vergleich, wie dieser von Rechnern online beworben wird, findet somit auch eine sachliche Analyse möglicher Kredite statt.

Auch ohne Förderung an Nachhaltigkeit denken

Möchte ein Heimwerker selbst die Anpassungen an Haus oder Wohnung vornehmen, wird sich kaum ein Förderkredit abschließen lassen. Dies heißt nicht, aufgrund der fehlenden energetischen Förderung auf die Nachhaltigkeit des eigenen Projekts zu verzichten. Als Inspiration lohnt es, die Nachhaltigkeit bei der Bauförderung von Förderpartnern unter die Lupe zu nehmen. Selbst wenn sich diese nicht begünstigend am eigenen Projekt beteiligen, dienen die inhaltlichen Anforderungen an einen Förderkredit als wertvolle Inspiration.

Heimwerker isoliert Haus

Auch ohne Förderung sollte man sich als Heimwerker Gedanken machen über Nachhaltigkeit beim Bauen bzw. bei Sanierungen. | Foto: photography33 / Depositphotos.com

FAQ

Welche Förderungen gibt es bei Altbausanierung?

Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten eines Altbaus. Über die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, gibt es diese Möglichkeiten:

  • KfW 430 – Effizienzhaus-Sanierung: Dabei gibt es einen Zuschuss in Höhe von 25-40% der förderfähigen Kosten von höchstens 120.000 Euro, also maximal 48.000 Euro.
  • KfW 151 – Effizienzhaus-Sanierung: Hier handelt es sich um einen Kredit bis zu 120.000 Euro, ein Tilgungszuschuss kann gewährt werden bis 40%, also maximal 48.000 Euro.
  • KfW 152 – Dämmung, Dacheindeckung mit Dämmung, neue Fenster. Kredit bis zu max. 50.000, Tilgungszuschuss 20%, also maximal 10.000 Euro.

Weiterhin gibt es seit 2021 die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“. Hier sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • BAFA BEG Einzelmaßnahme – Dämmung, Dacheindeckung mit Dämmung, neue Fenster: Zuschuss von 20% der förderfähigen Kosten von max. 60.000 Euro, also max. 12.000 Euro. Es sind allerdings 25% möglich, also 15.000 Euro, mit individuellem Sanierungsfahrplan.
  • BAFA BEG Einzelmaßnahme – Neue Heizung auf Basis erneuerbarer Energien wie Holzheizung, Luft-Wasser-Wärmepumpe usw.: Zuschuss von 35-55% der förderfähigen Kosten.
  • BAFA BEG Einzelmaßnahmen – Neue Gas-Hybridheizung oder Solarthermie: Zuschuss von 30-35% der förderfähigen Kosten.

Werden neue Fenster gefördert?

Neue Fenster sparen Geld, da sie in der Regel eine Dreifachverglasung haben und damit die Heizkosten gesenkt werden. Zudem schützen diese Fenster auch besser gegen Lärm und Einbruch.

Neue Fenster können als Einzelmaßnahme oder auch als Teil einer Komplettsanierung gefördert werden. Je nach Maßnahme kommen ein Zuschuss vom BAFA oder ein Kredit der KfW zum Zuge.

Für die Förderung ist es wichtig, dass ein U-Wert von <95 W/m² erreicht wird. Die Gesamtinvestition muss über der Bagatellgrenze von 2.000 Euro liegen. Höchstens wird eine Förderhöchstgrenze von 60.000 Euro akzeptiert. Außerdem muss zwingend ein Energieberater einbezogen werden.

Davon abgesehen gibt es auch regionale Fördermöglichkeiten, beispielsweise vom Land oder der Kommune. Die regionalen Förderprogramme sind beim Land oder der Stadt zu erfragen.

Kommt dies alles nicht in Frage, können die Kosten des Fensteraustauschs immer noch bei der Einkommensteuererklärung eingetragen werden. Das hilft, die Steuerlast zu senken, sodass wenigstens eine kleine „Förderung“ erfolgt.

Was muss bei einem Altbau saniert werden?

In der Regel wird ein Altbau energetisch saniert. Dazu gehören verschiedene Maßnahmen, wie neue Heizung und Fenster, Dachdämmung, Dämmung der obersten Geschossdecke, Fassadendämmung oder Kellerdämmung. Weiter Infos dazu auf Wärmedämmung: Wie lässt sich das Thema angehen?.

Allerdings gibt es auch die abgespeckter Variante, die sogenannte kosmetische Sanierung. Hier werden die Fassade erneuert, Fenster und Türen ausgetauscht und das Dach neu gedeckt.

Was im Einzelnen gemacht wird (werden muss), hängt natürlich davon ab, wie viel Geld zur Verfügung steht. Einige Dinge können auch noch erledigt werden, wenn das Gebäude bereits bezogen wurde, andere nur während der Bauphase, die vor dem Einzug liegt.

Die Kosten einer energetischen Sanierung haben sich in der Regel nach 5 bis 10 Jahren amortisiert. Bei einer lediglich oberflächlichen Sanierung, die keine energetischen Vorteile bringt, gibt es keine Amortisation.

Deshalb lohnt es sich, mit Fördermitteln zu agieren, um alle nötigen Schritte einzuleiten und diverse bauliche Maßnahmen im Zuge der energetischen Sanierung zu erledigen.

Sollten, aus welchen Gründen auch immer, keine der genannten Förderungen in Frage kommen, ist es möglich, die Sanierungen in der Steuererklärung geltend zu machen.

Was kostet die Sanierung eines Altbaus?

Die Sanierung eines Altbaus ist in der Regel teuer, wobei nie genau im Vorfeld klar ist, mit welchen Kosten zu rechnen ist. Meist liegen vom Altbau keine Baupläne vor, sodass man damit rechnen muss, diverse Überraschungen zu erleben. Aber um zu einem planungssicheren Kostenvoranschlag zu gelangen, können folgende groben Richtwerte angenommen werden:

  • Fassadendämmung – je nach Ausführung zwischen 50 und 250 Euro pro Quadratmeter
  • Kellerdeckendämmung ca. 20 bis 25 Euro pro Quadratmeter
  • Neue Fenster mit Dreifachverglasung ca. 500 bis 600 Euro pro Stück
  • Neue Brennwertheizung mit Gas ca. 6.000 bis 10.000 Euro pro Stück
  • Dacheindeckung mit Dämmung ab ca. 250 Euro pro Quadratmeter

Bei den Fördermitteln werden diverse Kosten einer Maßnahme als „förderfähig“ eingestuft, also für die Maßnahme existenziell wichtig. Davon werden dann in der Regel Prozentsätze übernommen oder mit zinsgünstigen Krediten gefördert.

Experten gehen davon aus, dass eine komplette Sanierung eines Altbaus mit Kosten von ca. 500 bis 600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche einhergeht.

Eine Sanierung wird trotz der hohen Kosten meist in Angriff genommen, weil der Charme eines alten Hauses mit einem Neubau nicht zu vergleichen ist.

Doch Experten warnen: kostet die Sanierung eines Gebäudes mehr als drei Viertel der Kosten vom vergleichbaren Neubau, lohnt eine Sanierung nicht und es sollte abgerissen und neu gebaut werden.

Wo kann ich mich nach Fördermöglichkeiten zur energetischen Sanierung bzw. Modernisierung erkundigen?

Welche Fördermittel in Frage kommen, kann man via Internet finden. Der bessere Weg ist allerdings, einen Energieberater zu konsultieren, der für den jeweiligen Fall zugeschnitten die Möglichkeiten nennen kann.

Außer den allgemeingültigen Fördermöglichkeiten wie KfW gibt es eine ganze Reihe von Förderprogrammen, die vom Land oder der Kommune vergeben werden. Hier lohnt sich also das Nachfragen ganz besonders.

Eine Anfrage stellen kannst du auch an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder die KfW.

Manche Hausbanken geben ebenfalls Auskunft darüber, wo genau die Ansprechpartner sitzen, um Fördermittel zu beantragen.

Zudem kannst du dich bei deiner Stadt erkundigen, wer dafür zuständig ist, und dort einen Termin vereinbaren. Bürgersprechstunden etc. geben ebenfalls solche Infos weiter. Ein weiterer Ansprechpartner sind Stadtwerke, die in puncto Gas- und Stromheizungen ebenfalls Auskünfte zu Sanierungen und Fördermitteln geben können.

Wie teuer ist eine Kernsanierung vom Haus?

Wird ein altes Haus vor allem technisch auf den neuesten Stand gebracht, spricht man von einer Kernsanierung. Das Gebäude ist danach in einem neuwertigen Zustand. Dazu gehören folgende Teile:

  • Rohrleitungssysteme
  • Dach
  • Elektrische Leitungen und Anlagen
  • Heizungsanleitung

Zusätzlich kommt häufig dazu:

  • Mauern und Decken
  • Böden und Innen- sowie Außenputz
  • Fenster
  • Türen

Pauschal kann man also die Kosten einer solchen Kernsanierung nicht beziffern. Doch auch hier gibt es finanzielle Unterstützung vom Staat. Diverse Förderprogramme beziehen sich auf die Kernsanierung im energetischen Sinn.

Auf jeden Fall solltest du einen Energieberater aufsuchen, ehe mit den Arbeiten begonnen wird. Denn dieser kann viele nützliche Hinweise geben, sowohl in Bezug auf die nötigen Arbeiten, als auch in Bezug auf die Fördermittel.

Doch wer sich auf ein solches Abenteuer einlässt, sollte zumindest einen groben Richtwert kennen. Dieser kann ganz grob bei etwa 600 bis 1.300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche angesetzt werden. Allerdings hängt dies ganz entscheidend davon ab, welche Arbeiten gemacht werden müssen, welcher Aufwand dafür fällig wird und wo im Land das Haus steht. Denn danach richten sich die Handwerkerpreise, die nicht überall gleich sind.

Mehr Infos zum Thema auf Finanzierung der Sanierung – Tipps und Fördermöglichkeiten.


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