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Ein Flachdach abdichten: Möglichkeiten und Vorgehensweise

Ein Dach gehört zu jedem Haus dazu, denn es sorgt für den Schutz vor Wind und Wetter. Dabei muss das Dach aber auch enorme Lasten tragen können, denn nicht nur Schnee im Winter macht dem Dach zu schaffen. Dabei spielt es auch keine Rolle um welche Art von Dach es sich handelt.

Die unterschiedlichsten Dächer benötigen die entsprechende Isolierung. Das gilt vor allem für das Flachdach. Denn dieses muss eine noch größere Lastenverteilung stemmen und zudem zusätzlich von Außen abgedichtet werden. Gerne sammelt sich nämlich das Wasser auf diesem.

Wie man ein Flachdach richtig abdichtet und wetterfest macht, das wollen wir im nachfolgenden ausführlicher behandeln.

Darum geht es hier:

  • Wie das Flachdach aufgebaut ist und welche Vorteile dieses hat
  • Welche Risiken dieses birgt
  • Wie man das Flachdach richtig abdichtet
  • Welche unterschiedlichen Dächer es noch gibt
  • Am Ende wieder ein FAQ Bereich mit Antworten
Ein Flachdach abdichten: Möglichkeiten und Vorgehensweise

Ein Flachdach abdichten: Möglichkeiten und Vorgehensweise | Foto: PantherMediaSeller / Depositphotos.com

Das Flachdach

Wie bereits erwähnt gibt es viele verschiedenen Arten von Dachformen, wobei das Flachdach nicht unbedingt bei den meisten Menschen zur ersten Wahl gehört. Vor allem im Bereich der Wohnhäuser hat das Flachdach immer noch den industriellen Charakter.

Dabei ergebe sich doch so manche Vorteile wenn die eigenen vier Wände ein flaches Dach haben. Zum einen entfällt schon einmal die Kniestockhöhe, da es am Dach eine ebene Fläche gibt. Dadurch muss kein Raum durch Balken oder ähnliches verschwendet werden und auch eine Dachschräge ist nicht zu finden, was den Raum wiederum größer macht.

Aber nicht nur das ist es was für ein Flachdach spricht. Im Gegensatz zu vielen anderen Dächern, muss das Flachdach nicht immer wieder neu gedeckt werden. Das kann über die Jahre ebenfalls ins Geld gehen. Vor allem wenn durch Wetterbedingungen oder dergleichen öfter eine neue Dachdeckung erfolgen muss.

Hinzu kommt noch das bei falscher Isolierung sich Schimmel im Gebälk und der Isolierung ausbreiten kann. Darum kann ein Flachdach eine weitaus bessere Wahl sein, als zum Beispiel ein Satteldach. Dies sollten Sie bei der Planung ebenfalls abwägen.

Welche Risiken können bestehen beim Flachdach?

Das Flachdach bietet viele Vorteile gegenüber den herkömmlichen Dächern. Doch optisch ist dieses meist weniger ansprechend. Aber einmal davon abgesehen lässt sich das Flachdach um einiges einfacher bauen. Doch es gibt natürlich auch Nachteile die sich vor allem bei schlechter Abdichtung ergeben können. Denn ein Flachdach wird anders als andere Dächer abgedichtet. Dies erfolgt in erster Linie von Außen.

Dabei spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Durch Zinkblech welches das Abschlussblech bilden und entsprechende Folien zur Abdichtung der großen Fläche. Wird das Dach nicht richtig abgedichtet, so können sich Feuchtigkeit und Nässe im Mauerwerk sammeln und dort festsetzen. Dadurch ist es nur noch schwerlich möglich die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk zu bekommen, was meist sehr aufwendig und mit vielen Kosten verbunden ist.

Damit die Abdichtung richtig erfolgen kann, sollte in jedem Fall die richtige Vorgehensweise eingehalten werden. Dazu gehört unter anderem, dass die Abschlussbleche und auch Schweißbahnen korrekt verlegt und verschweißt werden. Ein sauberes und korrektes arbeiten gerade in diesem Punkt ist von großer Wichtigkeit. Wenn Sie diese Arbeit selbst durchführen, lassen Sie sich also ausreichend Zeit um die Dichtungsarbeiten korrekt durchzuführen.

So wird das Flachdach richtig abgedichtet

Das Haus steht und nun geht es um das abdichten des Daches. Bei einem Flachdach können Sie diese Arbeit auch selbst durchführen. Denken Sie dabei aber daran mindestens zu zweit zu sein. Das erleichtert das arbeiten mit der Schweißbahn.

Bevor es jedoch an das Abdichten geht, muss ein gewisses Maß an Vorarbeit geleistet werden. Diese nimmt in der Regel die meiste Zeit in Anspruch. Zunächst muss das Dach von grobem Schmutz befreit werden. Denn nur auf einer sauberen Fläche können die späteren Schweißbahnen eine feste Verbindung mit dem Untergrund eingehen.

Die gesamte Fläche des Dachs sollte gewissenhaft ausgekehrt werden. Denken Sie dabei auch an die Ecken. Hier sammelt sich der Schmutz immer besonders gern. Feuchtigkeit muss ebenfalls entfernt werden. Nehmen Sie dazu am besten einen Bunsenbrenner. Mit diesem lassen sich feuchte Stellen sehr gut und schnell trocknen. sollten vereinzelt noch Pfützen stehen, dann verschieben Sie diese Arbeit auf einen späteren Zeitpunkt wenn die Pfützen weitgehend abgetrocknet sind.

Haben Sie nun den Großteil des Schmutz und Wasser entfernt, können Sie auch schon mit dem Abdichten des Daches beginnen. Dazu benötigen Sie jedoch noch etwas Werkzeug. Neben einem Brenner welcher die Bahnen mit dem Untergrund verschweißt, ist auch eine Stahlwalze hilfreich, welche die Bahnen fest an den Untergrund drückt.

Als Bahnen wird Meist Bitumen verwendet (s.a Bitumenschindeln verlegen). Diese sind sehr zuverlässig und lassen sich vielseitig und gut verarbeiten. Dies geht entweder im Heißverfahren, oder als Kaltkleber. Beide Varianten sind denkbar einfach. Doch gerade die Behandlung im Heißverfahren verspricht jedoch die besten Ergebnisse was die Haftung mit dem Untergrund betrifft.

Die Schweißbahnen verlegen

Um das Flachdach abdichten zu können sind Bitumen die einfachste Variante. Dies gibt es sowohl in flüssiger, als auch fester Form. Empfehlenswert ist die Verwendung von Bahnen welche mit dem Untergrund verbunden werden. Dazu werden die Bitumenbahnen der Länge nach ausgerollt. Die Seiten überlappen immer ein wenig auf die folgende Bahn.

Bitumenbahnen

Bitumenbahnen | Foto: leschenko.inbox.lv / Depositphotos.com

Verwenden Sie das Heißverfahren, wird immer die Unterseite einer jeden Bahn welche mit dem Untergrund verbunden wird, erhitzt. Dadurch geht das Bitumen mit dem Dach eine feste Verbindung ein. Die Bahnen müssen dabei langsam erhitzt werden und anschließend mit der Walze zusätzlich angedrückt werden. An den stellen an denen die Bahnen überlappen, wird noch flüssiges Bitumen als Schweißnaht aufgebracht. Dadurch lassen sich auch diese Schwachstellen abdichten.

Bei der Kaltkleber Variante gehen Sie noch einfacher vor. Alle Vorarbeiten werden wie bereits beschrieben durchgeführt. Lediglich das Verlegen der Bahnen aus Bitumen unterscheidet sich ein wenig.

Da die Bahnen nicht erhitzt werden, haben diese an der Unterseite bereits eine Klebefläche, mit welcher sich die Bahnen mit dem Untergrund verbinden lassen. Hier ist aber besonders auf einen sauberen Untergrund zu achten, da die Bahnen nur verklebt und nicht verschweißt werden.

Ist die Klebefläche verschmutzt, kann die Bahn also nicht am Untergrund haften. Auch hier wird überlappend verlegt und die Bahnen am Ende an diesen Stellen mit flüssigem Bitumen versiegelt.

Weitere Arten an Dachformen

Neben dem Flachdach gibt es bekanntermaßen noch weitere Formen im Bereich der Dächer. sehr verbreitet ist das Satteldach in jener Form wie wir diese alle kennen, in der spitzen Form eines Dreiecks. Dieses kann ebenfalls unterschiedlich ausfallen. Hier kommt es aber darauf an, wie die Kniestock Maße ausfallen. Je flacher dieser ausfällt, desto mehr Platz bleibt im Dachgeschoss und eine Dachschräge kann nahezu ganz wegfallen.

Beim Satteldach muss das gesamte Dach von Innen isoliert werden, während außen die Dachziegel oder Schindeln angebracht werden. Auch Reet ist in manchen Regionen noch sehr beliebt.

Das Pultdach wiederum ähnelt in seinem Aufbau stark dem Satteldach. Jedoch ist hier das Dach meist an einer Seite ein wenig versetzt, so dass es in der Optik einem aufklappbaren Pult ähnelt. Der Bau, die Isolierung aber auch die Dachdeckung erfolgt hier ebenso wie bei dem klassischen Satteldach.

Auch das Walmdach gehört zu den beliebten Varianten der Dachdeckung. Auch dieses ist dem Satteldach sehr ähnlich. Da es aber im Gegenteil zum Satteldach auf allen Seiten die Neigung, beziehungsweise Abschrägung hat, so schützt es das Haus von allen Seite. Deshalb bietet sich diese Dachform vor allem in Regionen an, welche starken Witterungen ausgesetzt sind.

Die hier aufgeführten Formen sind nur die gängigsten und beliebtesten. Es gibt noch unzählige weitere Formen, welche bei einem Dach zur Anwendung kommen können. Sollten Sie sich Gedanken um dieses Thema machen, so kann Ihnen auch der örtliche Dachdecker und Schreinermeister behilflich sein.

Weiter Infos auf:

FAQ

✅ Wie lange kann ein Flachdach halten?

Wenn es um die Lebenserwartung von Dächern geht, so schneidet das Flachdach sehr gut ab. Je nachdem ob dieses ordentlich verarbeitet wurde und auch die Abdichtung fachgerecht erfolgte, kann ein Flachdach ohne weiteres bis zu 40 Jahre halten, bevor erste Ausbesserungen erfolgen müssen. Im Vergleich zu anderen Dächern ist das ein sehr guter Durchschnitt. Lediglich die Tonziegel haben mit 10 Jahren mehr eine etwas längere Lebensdauer, bis dieses undicht werden. Es lohnt sich also durchaus über ein Flachdach nachzudenken.

✅ Gibt es verschiedene Arten an Flachdach?

Nicht nur was andere Dächer angeht, auch beim Flachdach gibt es verschiedene Arten und ausführungen. Insgesamt kann man zwischen 3 Arten im Bereich des Flachdach unterscheiden. Zum einen ist es das sogenannte Kaltdach. Hierbei handelt es sich um ein belüftetes Dach, bei dem zum Beispiel die Luft zirkulieren kann, ohne das es im Innenraum zu Zugluft oder Wärmeverlust kommt. Den Gegenpart stellt das Warmdach dar. Im Gegensatz zum Kaltdach wird dieses Form nicht belüftet, beziehungsweise die Zirkulation erfolgt auf anderem Wege. Beim Umkehrdach handelt es sich ebenfalls um ein nicht belüftetes Dach, welches eine etwas andere Form als die beiden vorangegangenen hat.

✅ Wie hoch sind die Kosten für eine Erneuerung?

Selbst wenn das Flachdach noch so gut und korrekt gebaut wurde, so hält auch dieses nicht ewig. Mit der zeit fallen auch hier Erneuerungsarbeiten und dergleichen an. Meist ist das Flachdach jedoch besonders langlebig, bevor erste Reparaturen anfallen können. Doch diese sind preislich recht hoch. Wenn es um Erneuerungen oder Reparaturen am Flachdach geht, so müssen Sie meist mit Kosten zwischen 220 und 250 Euro pro Quadratmeter Flachdach rechnen. Je nachdem wie sich der Schaden und die Größe gestaltet, kann dies nur wenige hundert bis tausende Euro für die Reparatur betragen. Eine regelmäßige Wartung des Flachdach bietet sich also an um stets schnell reagieren zu können, was wiederum Kosten sparen kann.


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