Luftkissenmäher

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Ein Luftkissenmäher hat keine Räder. Ein Gebläse drückt Luft unter das Gehäuse, der Mäher schwebt auf einem wenige Millimeter hohen Luftpolster und lässt sich in jede Richtung schieben. Er ist der Spezialist für Böschungen, Hänge und verwinkelte Flächen – als Hauptmäher für einen normalen Rasen ist er dagegen meist die zweite Wahl.
Wie der Luftkissenmäher funktioniert
Im Gehäuse sitzt ein Motor, der gleichzeitig ein Lüfterrad und das Messer antreibt. Das Lüfterrad saugt oben Luft an und presst sie nach unten, wo sie unter dem Gehäuserand nur langsam entweichen kann. So entsteht ein Überdruck, der den Mäher anhebt. Er gleitet, statt zu rollen, und reagiert auf die leichteste Bewegung am Griff.
Das Messer dreht sich knapp über dem Boden und schneidet das Gras wie bei einem Sichelmäher. Das Schnittgut wird meist fein zerkleinert und bleibt liegen. Nur wenige Modelle haben einen Fangkorb.
Wo er seine Stärken hat
- Böschungen und Hänge. Der Mäher lässt sich an einem Seil oder mit langem Griff seitlich hin- und herschwenken, ohne dass Sie am Hang stehen müssen. Mit einem Radmäher ist das unmöglich oder gefährlich.
- Unebene Flächen, auf denen Radmäher aufsetzen oder Rasen skalpieren.
- Verwinkelte, kleine Rasenstücke, zwischen Beeten, um Bäume herum, unter Sträuchern.
- Rasenränder an Mauern und Wegen, weil er seitlich über die Kante hinausschwenken kann.
Kommunen und Gärtnereien setzen benzinbetriebene Luftkissenmäher gerade an Straßenböschungen und Deichen ein, wo kein anderes Gerät arbeiten kann.
Wo er an Grenzen stößt
Dafür
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Die Schnitthöhe ist der eigentliche Schwachpunkt. Viele Modelle schneiden zwischen 10 und 35 mm, verstellt über Distanzscheiben am Messer. Für einen gesunden Rasen, der im Sommer 4 bis 5 cm hoch stehen sollte, ist das eigentlich zu kurz. An der Böschung ist das egal, auf dem Spielrasen weniger.
Die richtige Größe
Die Schnittbreite liegt bei Elektrogeräten meist zwischen 30 und 40 cm, die Motorleistung zwischen 1400 und 1800 W. Für eine Böschung von 50 m² genügt ein kleines Gerät, für größere Hangflächen lohnt sich die breitere Ausführung. Auf ebenem Rasen über etwa 150 m² ist ein normaler Radmäher effizienter.
Worauf Sie beim Kauf achten
- Gewicht. Je leichter, desto einfacher am Hang, aber zu leicht heißt auch instabil. 6 bis 10 kg sind ein guter Bereich.
- Griff. Ein ergonomischer Bügel mit Zweihandgriff, der sich zum Verstauen klappen lässt.
- Kabel und Zugentlastung. Die meisten Geräte werden über ein Verlängerungskabel betrieben. Eine Zugentlastung am Griff verhindert, dass der Stecker herausrutscht.
- Schnitthöhenverstellung. So viele Stufen wie möglich, idealerweise ohne Werkzeug.
- Messer oder Kunststoffklingen. Metallmesser schneiden sauberer, Kunststoffklingen sind unempfindlicher gegen Steine.
Akku-Luftkissenmäher gibt es kaum, weil das Gebläse viel Energie braucht und der Akku das Gerät schwer macht.
Richtig mähen am Hang
- Von oben arbeiten. Stellen Sie sich an die obere Kante der Böschung und lassen Sie den Mäher an einer Leine oder am Griff hinunter- und herüberschwenken.
- Quer zum Hang, in Bahnen, jeweils leicht überlappend.
- Nie hangaufwärts ziehen, wenn Sie unten stehen. Rutscht der Mäher ab, kommt er auf Sie zu.
- Nur bei trockenem Gras. Nasses Gras ist rutschig, verklebt das Gehäuse und wird schlecht geschnitten.
- Regelmäßig mähen. Hohes Gras drückt der Luftkissenmäher eher nieder, als dass er es schneidet.
Sicherheit
Das Messer liegt knapp über dem Boden und ist bei laufendem Motor von unten ungeschützt. Heben Sie den Mäher nie an, solange der Motor läuft, und fassen Sie nicht unter das Gehäuse. Tragen Sie feste Schuhe und lange Hosen. Vor dem Mähen Steine, Äste und Spielzeug von der Fläche sammeln – was das Messer trifft, fliegt davon. Verwenden Sie ein Verlängerungskabel für den Außenbereich und eine Steckdose mit Fehlerstrom-Schutzschalter.
Luftkissenmäher und Rasenpflege
Weil der Luftkissenmäher kurz schneidet und das Schnittgut liegen lässt, sollten Sie an seine Grenzen denken, wenn Sie ihn regelmäßig auf dem Hauptrasen einsetzen. Kurz geschorenes Gras verbrennt im Sommer schneller und lässt Moos und Unkraut mehr Licht. Mähen Sie deshalb lieber öfter und nur wenig auf einmal, damit sich nicht zu viel Schnittgut als Filz ablagert. In trockenen Wochen gönnen Sie dem Rasen eine Pause. Wer im Frühjahr vertikutiert und düngt, gleicht die Nachteile weitgehend aus.
Pflege
Nach dem Mähen den Stecker ziehen und das Gehäuse von unten reinigen. Gras, das sich dort festsetzt, verringert das Luftpolster und bringt das Messer aus der Balance. Das Messer gelegentlich auf Scharten prüfen und bei Bedarf schleifen oder tauschen. Gelagert wird trocken, am besten hängend.
Häufige Fragen
Was kostet ein Luftkissenmäher?
Elektrische Modelle kosten meist 80 bis 200 Euro. Benzinbetriebene Profigeräte für Böschungen liegen bei mehreren hundert Euro.
Ersetzt er den normalen Rasenmäher?
Nur auf kleinen, unebenen oder hängigen Flächen. Für einen ebenen Rasen ist ein Radmäher mit Fangkorb, ein Handrasenmäher oder ein Mähroboter die bessere Wahl.
Was mache ich mit den Rändern?
Kanten an Beeten und Mauern schneiden Sie mit einem Rasentrimmer oder einer Rasenkantenschere. Dauerhaft weniger Arbeit macht eine Mähkante.


