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So werden Außen- und Gartentreppen wieder zum Hingucker

Oh je, hier hat der Winter seine Spuren hinterlassen. Doch keine Sorge, beinahe jede Treppe lässt sich in „Frühlingszustand“ versetzen. Foto: pixabay.com | RitaE

Wenn der Winter geht, hinterlässt er im Außenbereich immer eine Spur der Verwüstung. Doch gerade an den Treppen, die zum Vordereingang eines Hauses führen und/oder in Garten oder Hof, sieht es oft besonders übel aus. Was man tun kann, von der einfachen Grundreinigung bis hinauf zu echten Treppen-Sanierarbeiten, zeigen wir nun.

Grundreinigung, die einfache Variante

Wer über kein aufwendigeres Reinigungswerkzeug verfügt, kann sich für den Anfang mit dem behelfen, was der Hauswirtschaftsraum hergibt. Als erstes räumt man sämtliche Dekorationsobjekte von der Treppe. Anschließend kommt ein grober Besen zum Einsatz – für den komfortableren Motorbesen fehlt auf den meisten Treppen der Platz. Bei trockener Witterung kann die Treppe auch mit dem Haus-Staubsauger gesäubert werden.

Anschließend wird es schweißtreibend. Dazu braucht es einen Eimer mit heißem Wasser, einem ordentlichen Schuss Spülmittel oder Haushaltsreiniger (Bei Natursteintreppen keine säurehaltigen Reiniger verwenden) und einen Schrubber mit Stil bzw. eine Wurzelbürste. Damit wird die Treppe von oben nach unten kräftig abgeschrubbt. Mit einem Guss Leitungswasser werden danach Dreck und Schmutzwasser abgespült. Insbesondere bei glatten Steintreppen (etwa Marmor) sollte man danach noch mit einem Abzieher das Restwasser beseitigen, um unschöne Kränze zu vermeiden. Und: Wer das nicht „alle Jahre wieder“ tun will, sollte vielleicht jetzt über ein Haustürvordach nachdenken.

Grundreinigung, die komfortable Variante

Bei gröberem Schmutz sowieso und erst recht, falls sich Moos gebildet hat, wird die obige Variante ein ziemlich anstrengendes Unterfangen. Wohl dem, in dessen Fundus sich ein Hochdruckreiniger, besser bekannt als Kärcher, befindet. Damit kann man sich sämtliche nach dem Wegräumen der Deko erwähnten Schritte sparen und einfach, ebenfalls von oben nach unten, die Treppe mit der Kraft vieler dutzend Bar Wasserdruck „freipusten“. Eine Einschränkung gibt es jedoch: Die Besitzer von Holztreppen sollten den Hochdruckreiniger, wenn überhaupt, nur mit äußerster Vorsicht einsetzen. Zu schnell kann hier der kraftvolle Wasserstrahl hässliche Macken ins Holz reißen.

Außer bei Holztreppen darf man dem Schmutz immer auch mit dem Hochdruckreiniger zu Leibe rücken. Foto: pixabay.com | pasja1000

Holztreppen wie neu

So schön Holztreppen wegen des Naturmaterials auch sind, sie haben einen Nachteil: Regelmäßige Pflege ist zwingend notwendig. Wie diese nach der Grundreinigung aussieht, hängt davon ab, wie hart der Winter war und wie lange man in vorherigen Jahren die Pflege hat schleifen lassen. Im einfachsten Fall brauchen die Stufen nur einen Schutzanstrich. Der lässt sich ganz einfach bei Außentemperaturen >15°C mittels Pinsel und einer geeigneten Schutzlasur realisieren. Haben die UV-Strahlen das Holz jedoch u ergrauen lassen, ist es nötig, einen sogenannten Entgrauer einzusetzen. Dieser wird mit einem Quast aufgetragen und sorgt während der rund zwanzigminütigen Einwirkzeit dafür, dass das Holz wieder eine naturbraune Farbe bekommt.

Stichwort Geländer

Natürlich wird nicht nur die Treppe selbst nach dem Winter gelitten haben, sondern auch der Handlauf bzw. das Geländer. Muss nur gereinigt werden, empfiehlt sich die gleiche Vorgehensweise wie im ersten Kapitel. Ist jedoch mehr Arbeit vonnöten, kommt es darauf an, um welches Material es sich handelt.

  • Lackierte Geländer aus Stahl können mit einem Bürstenschleifer oder einer Bohrmaschine mit Drahtbürstenaufsatz vom Lackauftrag befreit und anschließend neu gestrichen werden
  • Blanke Geländer aus Edelstahl oder Aluminium müssen mit einem Exzenterschleifer und sehr feinkörnigem Schleifpapier gereinigt werden, damit keine Riefen in die Oberfläche geschliffen werden. Ist die Oberfläche einfach nur matt geworden, kann als erster Schritt aber auch mit Lappen und Metallpolitur gearbeitet werden.
  • Geländer aus Holz können ebenfalls mit einer Handschleifmaschine blank gemacht werden. Zeigen sich tiefere Verwitterungsspuren, kann es mitunter notwendig sein, die oberste Holzschicht mittels Elektrohobel abzuheben, um das gesunde Holz freizulegen.

Insbesondere dann, wenn das Geländer aber aus dem einen oder anderen Grund nicht mehr zu retten ist, bietet sich natürlich auch ein kompletter Austausch an. Und da sollte man, auch wenn vorher ein anderes Material zum Einsatz kam, einen Blick auf die Trends werfen. Denn Glasgeländer, gehalten von Edelstahl-Profilen, wie es sie in Form der Glasbrüstung von ETG gibt, sind derzeit schwer im Kommen – und haben den Vorteil, dass Glas selbst über trübe Winter nur müde lächeln kann, weil es absolut witterungsfest ist und nur einen feuchten Lappen zur Reinigung braucht.

Natursteinrenovierung: Sehr knifflig

Stufen aus Naturstein sind seit einigen Jahren extrem beliebt. Allerdings haben auch sie einen dicken Haken: Jenseits einer gründlichen Reinigung gibt es kaum etwas, das man tun kann, wenn sich Macken zeigen. Und selbst das Saubermachen kann, je nach Stein, durch die Offenporigkeit zu manchen Problemen führen. Was man tun kann, ist, die Oberfläche mit einem Schleifer zu bearbeiten. Alles jenseits davon, insbesondere bei Ausbrüchen im Material oder durchgetretenen Stufen, führt jedoch schon in den Bereich der Steinmetz-Arbeit. Dann kann es mitunter günstiger sein, die alten Stufen mit einem Abbruchhammer zu entfernen und auf das tragende Grundgerüst neue aufzusetzen.

Natursteintreppen, insbesondere die, deren Stuffen komplett aus diesem Material bestehen, sind nur sehr schwer „wie neu“ zu renovieren. Foto: pixabay.com | rihaij

Betonrenovierung leichtgemacht

Sehr viel einfacher haben es da Besitzer von Treppenstufen aus Beton. Zwar ist auch der recht offenporig und somit ein Einfallstor für ins Material eindringende, fleckenerzeugende Flüssigkeiten (etwa Baumharz), dafür aber kann Beton beliebig oft und ziemlich einfach aufgearbeitet werden.

  • Soll einfach nur ein neuer Untergrund geschaffen werden, können die Stufen mit einem Betonschleifer geglättet und anschließend mit einer hauchdünnen Schicht Saniermörtel überzogen werden
  • Ist die Treppe ausgetreten, gerissen oder mit tiefen Ausbrüchen verunziert, müssen um die Stufen herum Schalbretter angebracht werden. Ebenfalls mit Saniermörtel gießt man nun quasi eine neue Treppenstufe über die alte. Knifflig, vor allem deshalb, weil man auf die Höhe zu etwaigen Türen und eine davon weg (treppab) führende Neigung achten muss, damit sich kein Wasser sammelt.

Wer jedoch gar keine Lust mehr auf den Betonlook hat, muss auch nicht verzagen. In der einfachsten Variante kann die Betontreppe mit einem rutschfesten (außenbereichstauglichen) Bodenanstrich versehen werden. Wem das nicht genug ist und wer mehr Natürlichkeit will, kann zu sogenannten Steinteppichen greifen. Das sind Gitternetzmatten, auf denen Steinmosaike befestigt sind. Diese werden mit Fliesenkleber auf den Betonstufen befestigt und anschließend verfugt.


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Kommentare

wolfgang Krähenbühl 6. Februar 2019 um 10:35

Meine Treppenstufen sind auch aus Beton und schon total dahin. Ich finde Ihren Vorschlag, mit dem Steinteppich interessant und werde das mal bedenken. Wenn alle Stricke reißen werde ich wohl bohren müssen.

Antworten

Julia Schwarzmann 24. Januar 2020 um 13:06

Meiner Meinung nach sind Metalltreppe die beste Lösung für den Außenbereich. Die sind robuster und pflegeleichter als Holz. Ich hatte nämlich welche aus Holz und die habe ich austauschen lassen. Edelstahl und Aluminium sind wetterbeständiger und langlebiger.

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